Die führenden Tibetorganisationen der Schweiz rufen auf zum Protest! — Unglaubwürdiger WEF-Teilnehmer Wen Jiabao

“Die Welt nach der Krise gestal­ten”, lau­tet das Motto des dies­jäh­ri­gen Welt­wirt­schafts­fo­rums, zu wel­chem auch der chi­ne­si­sche Pre­mier­mi­nis­ter Wen Jia­bao ein­ge­la­den ist. China bean­sprucht einer der füh­ren­den Wirt­schafts­mächte welt­weit zu sein, wird jedoch auf poli­ti­scher Ebene den inter­na­tio­nal gel­ten­den Stan­dards in keins­ter Weise gerecht.

50 Jahre sind ver­gan­gen, seit der fried­li­che Volks­auf­stand in Lhasa 1959 von der chi­ne­si­schen Armee blu­tig nie­der­ge­schla­gen wurde. Die Repres­sio­nen haben seit­her kon­ti­nu­ier­lich zuge­nom­men — und die Welt schaut zu.

Die füh­ren­den Tibe­t­or­ga­ni­sa­tio­nen der Schweiz rufen auf zum Protest!

Kund­ge­bung in Davos/Bahnhofplatz
Mitt­woch, 28. Januar 2009, 14.00 — 16.30 Uhr
Gebete Mönchs­ge­mein­schaft
Schwei­ge­mi­nute
Natio­nal­hymne
Slogans

Bhoe Gyalo!!!

Tibe­ter Gemein­schaft Schweiz und Liech­ten­stein
Gesell­schaft Schweizerisch-Tibetische Freund­schaft
Ver­ein Tibe­ter Jugend Europa

Medi­en­mit­tei­lung

Tibe­t­or­ga­ni­sa­tio­nen for­dern von Wen Jia­bao einen Wech­sel der Tibet-Politik

Davos 28. Januar 2009: Die vier gröss­ten Tibe­t­or­ga­ni­sa­tio­nen in der Schweiz rufen zu einer bewil­lig­ten Kund­ge­bung in Davos anläss­lich des Besu­ches des chi­ne­si­schen Pre­mier­mi­nis­ter Wen Jia­bao am WEF auf. Die Teil­neh­mer des WEF, die inter­na­tio­nale Staa­ten­ge­mein­schaft und die glo­bal täti­gen­den Unter­neh­men sind auf­ge­for­dert, gemäss dem Geist des WEF, dass „Fort­schritt in der Wirt­schaft ohne gesell­schaft­li­che Ent­wick­lung nicht nach­hal­tig ist”, vom chi­ne­si­schen Gast­red­ner die Ein­hal­tung der Men­schen­rechte in Tibet mit allem Nach­druck ein­zu­for­dern. Die Volks­re­pu­blik China ist wei­ter­hin ein tota­li­tä­rer Staat, Gewal­ten­tei­lung und unab­hän­gige Jus­tiz exis­tie­ren fak­tisch nicht, Oppo­si­tio­nelle und Men­schen­recht­ler wer­den ver­folgt, ein­ge­sperrt und gefol­tert. Die Presse und das Fern­se­hen unter­lie­gen strengs­ter staat­li­cher Zen­sur und das Inter­net wird — vom Aus­mass her welt­weit bei­spiel­los — über­wacht. Die Min­der­hei­ten wer­den in der Volks­re­pu­blik mas­siv unter­drückt, vom Rest der Welt iso­liert und die Res­sour­cen ausgebeutet.

Tibet darf nicht län­ger eine rechts­freie Zone sein

Tibet ist seit mehr als 50 Jah­ren von China besetzt. Die inter­na­tio­nale Staa­ten­ge­mein­schaft bekennt sich zur Ein-China-Politik. „Der UNO Men­schen­rechts­rat hat die Pflicht, inter­na­tio­nal gel­tende Menschenrechts-standards auch in Tibet ein­zu­for­dern und sich für eine fried­li­che Lösung der Tibet­frage ein­zu­set­zen“, for­dert Yang­chen Büchli, Prä­si­den­tin der Gesell­schaft Schweizerisch-Tibetische Freund­schaft. Seit den fried­li­chen Pro­tes­ten im März 2008 wurde die chi­ne­si­sche Mili­tär­prä­senz in Tibet mas­siv ver­stärkt. Tibet ist seit­her weit­ge­hend abge­rie­gelt und die staat­li­chen Repres­sio­nen gegen­über den Tibe­te­rin­nen und Tibe­tern wur­den ins Ufer­lose ver­schärft. „Tau­sende Tibe­ter sind auch Monate nach den Olym­pi­schen Spie­len immer noch in Gefan­gen­schaft. Erst kürz­lich ver­ur­teilte das Mitt­lere Volks­ge­richt des Bezirks Kardze vier Tibe­ter, dar­un­ter zwei Non­nen zu Gefäng­nis­stra­fen unter­schied­li­cher Länge, nur weil sie von ihrem Recht auf freie Mei­nungs­äus­se­rung Gebrauch gemacht haben – ein Zustand der untrag­bar ist“, so Ten­don Dahort­sang, Prä­si­den­tin des Ver­ein Tibe­ter Jugend in Europa.

Unglaub­wür­di­ger WEF-Teilnehmer Wen Jiabao

“Die Welt nach der Krise gestal­ten”, lau­tet das Motto des dies­jäh­ri­gen Welt­wirt­schafts­fo­rums, zu wel­chem auch der chi­ne­si­sche Pre­mier­mi­nis­ter Wen Jia­bao ein­ge­la­den ist. China bean­sprucht eine der füh­ren­den Wirt­schafts­mächte welt­weit zu sein, wird jedoch auf poli­ti­scher Ebene den inter­na­tio­nal gel­ten­den Stan­dards in keins­ter Weise gerecht.

„50 Jahre sind es her, seit der tibe­ti­sche, fried­li­che Volks­auf­stand in Lhasa 1959 von der chi­ne­si­chen Armee und Poli­zei blu­tig nie­der­ge­schla­gen wurde. Die Repres­sion hat seit­her kon­ti­nu­ier­lich zuge­nom­men – und die Welt schaut zu. In Davos möch­ten wir auf die glo­bale Ver­ant­wor­tung aller Teil­neh­mer hin­wei­sen und hof­fen auf deren Unter­stüt­zung bei unse­rem gewalt­lo­sen Wider­stand“, sagt Karma Pang­ring, Prä­si­dent der Tibe­ter Gemein­schaft in der Schweiz und Liechtenstein.

50 Jahre unter chi­ne­si­scher Herrschaft

Am 10. März 2009 jährt sich die unrecht­mäs­sige chi­ne­si­sche Beset­zung Tibets zum 50. Mal. Tibetunterstützer-Gruppen welt­weit wer­den die­sen tra­gi­schen Jah­res­tag nut­zen, um auf die pre­käre Situa­tion in Tibet hin­zu­wei­sen. Auch in der Schweiz sind Pro­teste geplant.

Kund­ge­bung:
Mitt­woch, 28. Januar 2009, Davos Bahn­hof­platz, 14.00 Uhr
•    Gebete Mönchs­ge­mein­schaft
•    Schwei­ge­mi­nute
•    Natio­nal­hymne
•    Slogans

Für wei­tere Infor­ma­tio­nen ste­hen Ihnen gerne zur Verfügung:

Phunt­sok Gangs­hont­sang     Pres­se­spre­cher, Tibe­ter Gemein­schaft Schweiz und Liech­ten­stein,
079 677 78 82

Rig­zin Gyal­tag    Vize­prä­si­dent, Ver­ein Tibe­ter Jugend in Europa
079 320 92 58

Daniela Leh­mann        Lei­te­rin der Geschäfts­stelle Gesell­schaft Schweizerisch-Tibetische Freund­schaft, 044 451 38 38 oder 079 771 51 44,                 kampagnen@​gstf.​org

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2 Kommentare
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  1. Unglaub­wür­dig als Schwei­ze­rin finde ich auch die Bun­des­räte, die Wen Jia­bao emp­fan­gen haben und das Thema “Tibet” nicht ange­spro­chen haben!!! Auch wenn Wirt­schaft wich­tig ist sollte man die Men­schen­rechts­frage und in die­sem Zusam­men­hang die Volks­re­pu­blik China nicht aus­ser Acht lassen!

    Ich hoffe von gan­zem Her­zen, dass der Pro­test Heute in Davos nicht unge­hört bleibt.…
    Free Tibet und ein herz­li­ches Tashi Delek
    Karin Rüegg-Schlotthauber

  2. Liebe Tibe­ter­ge­mein­schaft.
    Ich durfte Sie mit dem Bus von Zürich nach Davos chauf­fie­ren. Ich habe via Fern­se­hen und Presse schon viel über ihre Unter­drü­ckung durch China erfah­ren. Ich bin froh und dank­bar, dass sie in unse­rem Land Gast­recht erhal­ten haben und somit nicht mehr ver­folgt wer­den.
    Liebe Tibeter/innen, ich habe sie als ganz freund­li­che und fried­lie­bende Gäste erle­ben dür­fen. Ihre Ange­nehme und ruhige Art hat mich sehr, sehr bein­druckt.
    Ich wün­sche es mir, dass ihr Ein­satz für ihr gelieb­tes Land Tibet erhört wird und von der gan­zen Welt mit­ge­tra­gen wird.
    Ich wün­sche ihnen alles Gute und noch­mals vie­len Dank für alles
    Mit freund­li­chen Grüs­sen
    Ihr Bus­fah­rer Peter