Die führenden Tibetorganisationen der Schweiz rufen auf zum Protest! — Unglaubwürdiger WEF-Teilnehmer Wen Jiabao
Von TB | 26. Januar 2009 | Kategorie: News, Schweiz | 2 comments“Die Welt nach der Krise gestalten”, lautet das Motto des diesjährigen Weltwirtschaftsforums, zu welchem auch der chinesische Premierminister Wen Jiabao eingeladen ist. China beansprucht einer der führenden Wirtschaftsmächte weltweit zu sein, wird jedoch auf politischer Ebene den international geltenden Standards in keinster Weise gerecht.
50 Jahre sind vergangen, seit der friedliche Volksaufstand in Lhasa 1959 von der chinesischen Armee blutig niedergeschlagen wurde. Die Repressionen haben seither kontinuierlich zugenommen — und die Welt schaut zu.
Die führenden Tibetorganisationen der Schweiz rufen auf zum Protest!
Kundgebung in Davos/Bahnhofplatz
Mittwoch, 28. Januar 2009, 14.00 — 16.30 Uhr
Gebete Mönchsgemeinschaft
Schweigeminute
Nationalhymne
Slogans
Bhoe Gyalo!!!
Tibeter Gemeinschaft Schweiz und Liechtenstein
Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft
Verein Tibeter Jugend Europa
Medienmitteilung
Tibetorganisationen fordern von Wen Jiabao einen Wechsel der Tibet-Politik
Davos 28. Januar 2009: Die vier grössten Tibetorganisationen in der Schweiz rufen zu einer bewilligten Kundgebung in Davos anlässlich des Besuches des chinesischen Premierminister Wen Jiabao am WEF auf. Die Teilnehmer des WEF, die internationale Staatengemeinschaft und die global tätigenden Unternehmen sind aufgefordert, gemäss dem Geist des WEF, dass „Fortschritt in der Wirtschaft ohne gesellschaftliche Entwicklung nicht nachhaltig ist”, vom chinesischen Gastredner die Einhaltung der Menschenrechte in Tibet mit allem Nachdruck einzufordern. Die Volksrepublik China ist weiterhin ein totalitärer Staat, Gewaltenteilung und unabhängige Justiz existieren faktisch nicht, Oppositionelle und Menschenrechtler werden verfolgt, eingesperrt und gefoltert. Die Presse und das Fernsehen unterliegen strengster staatlicher Zensur und das Internet wird — vom Ausmass her weltweit beispiellos — überwacht. Die Minderheiten werden in der Volksrepublik massiv unterdrückt, vom Rest der Welt isoliert und die Ressourcen ausgebeutet.
Tibet darf nicht länger eine rechtsfreie Zone sein
Tibet ist seit mehr als 50 Jahren von China besetzt. Die internationale Staatengemeinschaft bekennt sich zur Ein-China-Politik. „Der UNO Menschenrechtsrat hat die Pflicht, international geltende Menschenrechts-standards auch in Tibet einzufordern und sich für eine friedliche Lösung der Tibetfrage einzusetzen“, fordert Yangchen Büchli, Präsidentin der Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft. Seit den friedlichen Protesten im März 2008 wurde die chinesische Militärpräsenz in Tibet massiv verstärkt. Tibet ist seither weitgehend abgeriegelt und die staatlichen Repressionen gegenüber den Tibeterinnen und Tibetern wurden ins Uferlose verschärft. „Tausende Tibeter sind auch Monate nach den Olympischen Spielen immer noch in Gefangenschaft. Erst kürzlich verurteilte das Mittlere Volksgericht des Bezirks Kardze vier Tibeter, darunter zwei Nonnen zu Gefängnisstrafen unterschiedlicher Länge, nur weil sie von ihrem Recht auf freie Meinungsäusserung Gebrauch gemacht haben – ein Zustand der untragbar ist“, so Tendon Dahortsang, Präsidentin des Verein Tibeter Jugend in Europa.
Unglaubwürdiger WEF-Teilnehmer Wen Jiabao
“Die Welt nach der Krise gestalten”, lautet das Motto des diesjährigen Weltwirtschaftsforums, zu welchem auch der chinesische Premierminister Wen Jiabao eingeladen ist. China beansprucht eine der führenden Wirtschaftsmächte weltweit zu sein, wird jedoch auf politischer Ebene den international geltenden Standards in keinster Weise gerecht.
„50 Jahre sind es her, seit der tibetische, friedliche Volksaufstand in Lhasa 1959 von der chinesichen Armee und Polizei blutig niedergeschlagen wurde. Die Repression hat seither kontinuierlich zugenommen – und die Welt schaut zu. In Davos möchten wir auf die globale Verantwortung aller Teilnehmer hinweisen und hoffen auf deren Unterstützung bei unserem gewaltlosen Widerstand“, sagt Karma Pangring, Präsident der Tibeter Gemeinschaft in der Schweiz und Liechtenstein.
50 Jahre unter chinesischer Herrschaft
Am 10. März 2009 jährt sich die unrechtmässige chinesische Besetzung Tibets zum 50. Mal. Tibetunterstützer-Gruppen weltweit werden diesen tragischen Jahrestag nutzen, um auf die prekäre Situation in Tibet hinzuweisen. Auch in der Schweiz sind Proteste geplant.
Kundgebung:
Mittwoch, 28. Januar 2009, Davos Bahnhofplatz, 14.00 Uhr
• Gebete Mönchsgemeinschaft
• Schweigeminute
• Nationalhymne
• Slogans
Für weitere Informationen stehen Ihnen gerne zur Verfügung:
Phuntsok Gangshontsang Pressesprecher, Tibeter Gemeinschaft Schweiz und Liechtenstein,
079 677 78 82
Rigzin Gyaltag Vizepräsident, Verein Tibeter Jugend in Europa
079 320 92 58
Daniela Lehmann Leiterin der Geschäftsstelle Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft, 044 451 38 38 oder 079 771 51 44, kampagnen@gstf.org




Unglaubwürdig als Schweizerin finde ich auch die Bundesräte, die Wen Jiabao empfangen haben und das Thema “Tibet” nicht angesprochen haben!!! Auch wenn Wirtschaft wichtig ist sollte man die Menschenrechtsfrage und in diesem Zusammenhang die Volksrepublik China nicht ausser Acht lassen!
Ich hoffe von ganzem Herzen, dass der Protest Heute in Davos nicht ungehört bleibt.…
Free Tibet und ein herzliches Tashi Delek
Karin Rüegg-Schlotthauber
Liebe Tibetergemeinschaft.
Ich durfte Sie mit dem Bus von Zürich nach Davos chauffieren. Ich habe via Fernsehen und Presse schon viel über ihre Unterdrückung durch China erfahren. Ich bin froh und dankbar, dass sie in unserem Land Gastrecht erhalten haben und somit nicht mehr verfolgt werden.
Liebe Tibeter/innen, ich habe sie als ganz freundliche und friedliebende Gäste erleben dürfen. Ihre Angenehme und ruhige Art hat mich sehr, sehr beindruckt.
Ich wünsche es mir, dass ihr Einsatz für ihr geliebtes Land Tibet erhört wird und von der ganzen Welt mitgetragen wird.
Ich wünsche ihnen alles Gute und nochmals vielen Dank für alles
Mit freundlichen Grüssen
Ihr Busfahrer Peter