China interveniert gegen den Besuch nepalesischer Parlamentarier beim Dalai Lama: Keine öffentlichen Geburtstagsfeiern ausserhalb von Klöstern in Nepal!
Von TB | 7. Juli 2009 | Kategorie: Politik | Kommentare deaktiviertKathmandu Post, 5. Juli 2009
Nepalesische Parlamentarier der Madhesi-Partei haben S.H. dem Dalai Lama am Montag, 29. Juni in Dharamsala einen halboffiziellen Besuch abgestattet. Diese Aktion der Minoritätenpartei ist ein Bruch der jahrzehntelangen Tradition Nepals, den Dalai Lama zu ignorieren und hat innenpolitisch zu harschen Reaktionen der Regierungsverantwortlichen geführt. China hat umgehend ein Politbüromitglied und früheren Botschafter in Nepal nach Kathmandu entsandt. Darauf wurden alle Feiern zum 74. Geburtstag des Dalai Lama von der Regierung untersagt.
Die nepalesische Regierung hat das Treffen von nepalesischen Parlamentariern mit dem Dalai Lama umgehend verurteilt. Das Treffen als politisch unkorrekt bezeichnend hat die Regierung die Parlamentarier gebeten die „Ein-China-Politik“ Nepals zu respektieren.
Das Treffen richte sich gegen die Regierungspolitik, teilte der Aussenministeriumssprecher Madan Kumar Bhattarai der Post mit.
Letzten Montag trafen 6 Parlamentarier der Madhesi-Partei den Dala Lama in Dharamsala in Indien um zu diskutieren „wie nepalesische politische Parteien den tibetischen Flüchtlingen helfen könnten, die Free Tibet – Bewegung anzuführen“.
Das Treffen und der Gerüchtweise geplante „Free Tibet“ – Protest zusammen mit den Feiern anlässlich des 74. Geburtstags des Dalai Lama diesen Montag haben Beijings Aufmerksamkeit bewirkt. Letzten Mittwoch machte sich der frühere chinesische Botschafter in Nepal und Politbüro-Mitglied der Kommunistischen Partei Chinas Zhang Jiuhuan auf den Weg von Beijing nach Katmandu um den Premierminister Madhev Kumar Nepal zu treffen und mehr über das bekanntgewordene Treffen zu erfahren. Die Chinesische Botschaft in Katmandu hat die Regierung wiederholt aufgefordert, anti-chinesische Aktivitäten präventiv zu unterbinden.
Der Innenminister veröffentlichte am Sonntag eine Mitteilung mit der Warnung an alle, die in anti-China Aktivitäten verwickelt wären.
In der Zwischenzeit haben Nepals Aussenpolitik-Experten das Treffen als „echte Behinderung“ bezeichnet und gewarnt, dass solche Aktivitäten die Nepal-China – Beziehungen negativ beeinflussen könnten.
„Seit einigen Jahren gab es wiederholt Versuche die Aussenpolitik Nepals entsprechend dem Willen einzelner Führungskräfte oder Parteiinteressen zu beeinflussen. Dies hat zu Verwirrungen und Behinderungen geführt – diese neuste Aktion ist nur ein Beispiel dafür,“ meinte der frühere Aussenminister Ramesh Nath Pandey. „Die Parteien müssen einen gemeinsamen Standpunkt in allen Feldern der Aussenpolitik vertreten.“
Der Vorsitzende des Parlamentarischen Komitees für Aussenpolitik und Menschenrechte,Padma Lal B.K. hat das Treffen (mit dem Dalai Lama) auch als „höchst widersprüchlich“ bezeichnet.
Demgegenüber liess Upendra Yadav, Vorsitzender der MJF (Madhesi-Partei) verlauten, seine Partei könne „nicht verantwortlich gemacht werden für jedes persönliche Treffen eines Mitgliedes“.
Am Freitag, 26. Juni hat die nepalesische Polizei etwa 34 Tibeter verhaftet, die versuchten von Mulpani, Sindhupalchowk nach Tibet, der autonomen Region Chinas, einzureisen und ein freies Tibet verlangten.
Übersetzung tibetfocus.com




