Pressemitteilung der GSTF zu den Protesten in Ost-Turkestan
Von TB | 8. Juli 2009 | Kategorie: GSTF | Kommentare deaktiviertDie GSTF verurteilt Gewalt gegen die Uiguren im sogenannten Uigurischen Autonomem Gebiet Xinjiang und erklärt sich mit friedlichen Demonstranten solidarisch.
Wie auch gegen die Tibeter, greift China in Xinjiang zur Unterdrückung von Protesten zur Gewalt. Nach Unruhen in der Hauptstadt Urumqi wurde das Kriegsrecht ausgerufen. Die gewalttätigen Aktionen sollen über 150 Menschen ihr Leben gekostet haben. Über 1500 Personen wurden verhaftet.
Die GSTF verurteilt jede Gewaltanwendung, gleich von welcher Seite und erklärt sich mit den friedlich protestierenden Uiguren solidarisch. Gemeinsam mit anderen internationalen Menschenrechtsorganisationen fordert die GSTF das sofortige Ende sowie eine vollständige Aufklärung der Gewalttaten und freien Zugang für die Presse. Wenn friedliche Demonstranten von Sicherheitskräften getötet oder verletzt wurden, müssen die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Unschuldig Verhaftete müssen sofort freigelassen werden. Die Weltöffentlichkeit darf zu den eklatanten Menschenrechtsverletzungen nicht schweigen und der chinesischen Führung freie Hand lassen, um die sogenannten „Terroristen“ mundtot zu machen.
Diese Ereignisse erinnern fatal an die gewaltsame Niederschlagung der Proteste in Tibet im vergangenen Jahr. Auch die Uiguren erleiden Diskriminierung, Unterdrückung der selbst unter der chinesischen Verfassung garantierten Freiheiten, ökonomische Marginalisierung und „Sinisierung“ durch massenhafte chinesische Einwanderung. Friedliche Proteste werden — wie in Tibet — nicht geduldet und mit brutaler Gewalt niedergeschlagen.
8. Juli 2009/gstf



