600 Tibeterinnen und Tibeter prangerten die Hinrichtung ihrer Landsleute in Tibet an
Von TB | 31. Oktober 2009 | Kategorie: News | Kommentare deaktiviertAm Fackelzug vom Freitagabend in Zürich trauerten rund 600 Tibeter um die hingerichteten Landsleute in Tibet. Diese Todesurteile wurden am 20. Oktober vollzogen, nachdem die jetzt Hingerichteten wegen ihrer Teilnahme an den Massenprotesten in Lhasa im März 2008 zum Tode verurteilt wurden.
Es waren die ersten bekannt gewordenen Hinrichtungen von Tibetern im Zusammenhang mit den Unruhen vom letzten Jahr in Tibet. Die Hingerichteten hätten keinen juristischen Beistand gehabt. Ihr Gerichtsprozess sei unfair und verfassungswidrig gewesen, sagte Phuntsok Gangshontsang, Sprecher der Tibeter Gemeinschaft Schweiz und Liechtenstein.
Von chinesischer Seite seien offiziell zwei Hinrichtungen bestätigt worden. Gemäss tibetischen Quellen gibt es jedoch mindestens vier Fälle. Von allen vier Opfern wurden im Fackelzug Fotos mitgetragen. Zudem wurden Transparente mitgeführt mit Aufschriften wie “Menschenrechte auch in Tibet”, “Tibet braucht ihre Hilfe” sowie “UNO act now”.
Mit dem Fackelzug fordern die Tibet-Organisationen in der Schweiz die chinesische Regierung auf, die Hinrichtungen sofort zu stoppen. Die Schweizer Regierung wird aufgerufen, alles Menschenmögliche zu unternehmen, damit es zu keinen weiteren Hinrichtungen in Tibet mehr kommt.
Die Kundgebung führte vom Werdmühleplatz über die Sihlporte an den Helvetiaplatz. Unter den Kundgebungsteilnehmern war auch Kelsang Gyaltsen, Gesandter des Dalai Lama. Organisert wurde die rund dreistündige Kundgebung von der Tibeter Gemeinschaft Schweiz Liechtenstein TGSL.





