600 Tibeterinnen und Tibeter prangerten die Hinrichtung ihrer Landsleute in Tibet an

Am Fackel­zug vom Frei­tag­abend in Zürich trau­er­ten rund 600 Tibe­ter um die hin­ge­rich­te­ten Lands­leute in Tibet. Diese Todes­ur­teile wur­den am 20. Okto­ber voll­zo­gen, nach­dem die jetzt Hin­ge­rich­te­ten wegen ihrer Teil­nahme an den Mas­sen­pro­tes­ten in Lhasa im März 2008 zum Tode ver­ur­teilt wurden.

Es waren die ers­ten bekannt gewor­de­nen Hin­rich­tun­gen von Tibe­tern im Zusam­men­hang mit den Unru­hen vom letz­ten Jahr in Tibet. Die Hin­ge­rich­te­ten hät­ten kei­nen juris­ti­schen Bei­stand gehabt. Ihr Gerichts­pro­zess sei unfair und ver­fas­sungs­wid­rig gewe­sen, sagte Phunt­sok Gangs­hont­sang, Spre­cher der Tibe­ter Gemein­schaft Schweiz und Liech­ten­stein.
Von chi­ne­si­scher Seite seien offi­zi­ell zwei Hin­rich­tun­gen bestä­tigt wor­den. Gemäss tibe­ti­schen Quel­len gibt es jedoch min­des­tens vier Fälle. Von allen vier Opfern wur­den im Fackel­zug Fotos mit­ge­tra­gen. Zudem wur­den Trans­pa­rente mit­ge­führt mit Auf­schrif­ten wie “Men­schen­rechte auch in Tibet”, “Tibet braucht ihre Hilfe” sowie “UNO act now”.

Mit dem Fackel­zug for­dern die Tibet-Organisationen in der Schweiz die chi­ne­si­sche Regie­rung auf, die Hin­rich­tun­gen sofort zu stop­pen. Die Schwei­zer Regie­rung wird auf­ge­ru­fen, alles Men­schen­mög­li­che zu unter­neh­men, damit es zu kei­nen wei­te­ren Hin­rich­tun­gen in Tibet mehr kommt.

Die Kund­ge­bung führte vom Werd­müh­le­platz über die Sih­l­porte an den Hel­ve­tia­platz. Unter den Kund­ge­bungs­teil­neh­mern war auch Kel­sang Gyalt­sen, Gesand­ter des Dalai Lama. Orga­nisert wurde die rund drei­stün­dige Kund­ge­bung von der Tibe­ter Gemein­schaft Schweiz Liech­ten­stein TGSL.

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