Dalai Lama ist in Bozen, Südtirol

Süd­ti­rol, 16.11.09 — Weit frü­her als erwar­tet, näm­lich bereits um 9.15 Uhr ist heute Ten­zin Gyatso, der 14. Dalai Lama, am Flug­ha­fen in Bozen ein­ge­trof­fen.
Emp­fan­gen wurde das geist­li­che und welt­li­che Ober­haupt der Tibe­ter von Lan­des­haupt­mann Luis Durnwalder.

Hier das Video der Ankunft S.H. des Dalai Lama in Bozen

“Wir füh­len uns geehrt, den Dalai Lama, welt­weit eine Sym­bol­fi­gur für Hoff­nung und Gerech­tig­keit, bereits zum drit­ten Mal in unse­rem Land begrü­ßen zu kön­nen”, so Durn­wal­der, der für den Emp­fang die Sit­zung der Lan­des­re­gie­rung ver­las­sen und den Dalai Lama bis in des­sen Hotel beglei­tet hatte.

Offi­zi­elle Ter­mine des Dalai Lama ste­hen erst mor­gen, Diens­tag, auf dem Programm.

Bereits um 8.30 Uhr wird er am Amts­sitz von Lan­des­haupt­mann Durn­wal­der im Palais Wid­mann in Bozen erwar­tet, um mit die­sem ein Vier-Augen-Gespräch zu führen.

Um 9 Uhr steht dage­gen das Tref­fen mit der gesam­ten Lan­des­re­gie­rung auf dem Pro­gramm, wäh­rend gegen 9.30 Uhr eine kurze Pres­se­kon­fe­renz mit Durn­wal­der und dem Dalai Lama vor­ge­se­hen ist.

Eine halbe Stunde spä­ter wird das welt­li­che und geist­li­che Ober­haupt der Tibe­ter — beglei­tet vom Lan­des­haupt­mann — an einer öffent­li­chen Ver­an­stal­tung an der Eurac teil­neh­men, um im Anschluss nach Tri­ent weiterzureisen.

Zusam­men­ar­beit mit der EURAC

Seit den 90er Jah­ren unter­stüt­zen und bera­ten die Juris­ten und Minderheiten-Experten der EURAC die tibe­ti­sche Exil­re­gie­rung, beson­ders in Sachen Autonomie.

Eine Auto­no­mie nach Süd­ti­ro­ler Vor­bild könnte ein mög­li­cher Kom­pro­miss in den Ver­hand­lun­gen mit China über die Lösung des Tibet-Konflikts darstellen.

Im Rah­men sei­nes Auf­ent­halts wird der Frie­dens­no­bel­preis­trä­ger ab 10 Uhr in der EURAC über sein Leben für die Frei­heit, den Frie­den und die mensch­li­che Würde erzäh­len. Der öffent­li­che Ter­min ist ausgebucht.

Am frü­hen Nach­mit­tag wird der Dalai Lama schließ­lich in Tri­ent erwartet.

Im Jahre 1959 floh der Dalai Lama nach einem Volks­auf­stand gegen die chi­ne­si­schen Besat­zer ins indi­sche Exil nach Dha­ram­sala, wo er sich seit­dem auf­hält und auf vie­len Wegen ver­sucht, das Los der Men­schen in sei­ner Hei­mat zu verbessern.

Für seine Bemü­hun­gen um die gewalt­freie Lösung des Tibet-Konflikts erhielt der Dalai Lama, von den Tibe­tern auch „Ozean der Weis­heit” genannt, im Jahre 1989 den Friedensnobelpreis.

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