Tibet-Kundgebung mit dem Dalai Lama in Zürich: Dankeschön des GSTF-Präsidenten

Ein gros­ses Dan­ke­schön an alle Hel­fe­rin­nen und Hel­fer vor und an der Kund­ge­bung
Die Soli­da­ri­täts­kund­ge­bung war ein vol­ler Erfolg: Seine Hei­lig­keit der Dalai Lama hat die Soli­da­ri­täts­be­kun­dung ent­ge­gen­ge­nom­men und eine
enthu­si­as­ti­sche Rede gehal­ten. Seine Hei­lig­keit war per­sön­lich sehr ange­tan von der gross­ar­ti­gen Kulisse.
Die ange­peilte Teil­neh­mer­zahl wurde übertroffen.

Den herz­li­chen Dank, den sehr, sehr viele Men­schen bei mir abge­ge­ben haben, möchte ich an Euch alle wei­ter­lei­ten. Auch mein auf­rich­ti­ger Dank an Euch. Ich emp­finde eine gewisse Genug­tu­ung für die GSTF, dass
sie diese Her­aus­for­de­rung ange­nom­men und mit der Unter­stüt­zung von dem KF, stell­ver­tre­tend durch Mar­tin Diet­helm und Wangpo Tethong,  mit Bra­vour bewäl­tigt hat.
An die vie­len Hel­fer, Mode­ra­to­ren und Künst­ler möchte ich auch den Dank des GSTF-Vorstands aus­rich­ten. Ohne deren Ein­satz die­ser Erfolg nicht mög­lich gewe­sen wäre.

Noch­mals herz­li­chen Dank,
Euer Tashe Thakt­sang
Prä­si­dent der GSTF

Unter­zeich­nen Sie die Peti­tion, die wir im Hin­blick auf die Kund­ge­bung lan­ciert haben.

Medi­en­mit­tei­lung:

«Die Schweiz für Tibet»-Volksempfang für den Dalai Lama Zürich, 20. März 2010 -

Die Gesell­schaft Schwei­ze­risch Tibe­ti­sche Freund­schaft (GSTF) hat – wie NZZ am Sonn­tag in der mor­gi­gen Aus­gabe berich­ten wird – am 12. März 2010 ein Gesuch für eine Tibet-Solidaritätskundgebung am 10. April 2010 bei der Stadt Zürich ein­ge­ge­ben. Die Teil­nahme des Dalai Lama ist zuge­sagt. Heute hat GSTF-Vorstandsmitglied Lucius Blatt­ner an einer Gross­ver­an­stal­tung der Tibe­ter Gemein­schaft Schweiz/Liechtenstein in der Stadt­halle Bül­ach über die Vor­be­rei­tun­gen infor­miert. Die mehr als 1000 Anwe­sen­den haben mit lang anhal­ten­dem Applaus auf die Ankün­di­gung rea­giert.
Geplant sind Auf­tritte von Künst­lern, Künst­le­rin­nen und Bands aus der Schweiz. Das Motto der Ver­an­stal­tung lau­tet: «Die Schweiz für Tibet – Tibet für die Welt».
Die GSTF hat am 8. März 2010 den Dalai Lama, der sich auf Ein­la­dung der Mind & Life Kon­fe­renz in Zürich befin­den wird, gebe­ten, an einer öffent­li­chen Kund­ge­bung in Zürich teil­zu­neh­men.
Er würde damit die Gele­gen­heit erhal­ten, der Schwei­zer Bevöl­ke­rung für die seit 50 Jah­ren wäh­rende Gast­freund­schaft und Unter­stüt­zung zu dan­ken. Der Wunsch der GSTF war es, bei die­ser Ver­an­stal­tung, die Soli­da­ri­tät der Schweiz gegen­über Tibet aus­zu­drü­cken. Am 12. März 2010 hat die GSTF bei der Stadt Zürich ein Gesuch für eine Kund­ge­bung ein​ge​reicht​.Es hat die tibe­ti­sche Gemeinde in der Schweiz und ihre Freunde dann am 15. März 2010 geschmerzt, zu erfah­ren, dass es im Rah­men des Besuchs des Dalai Lama im April 2010 zu kei­nem Tref­fen der Lan­des­re­gie­rung mit dem Dalai Lama kom­men wird.
Die GSTF ist ent­täuscht dar­über, dass der Bun­des­rat nicht ein­mal eine Begeg­nung mit dem Dalai Lama am Rande des Fest­ak­tes “Merci Schwiiz” näher geprüft hat. Die Tibe­ter wol­len der Schweiz für 50 Jahre Gast­freund­schaft dan­ken und es fin­det sich kein Bun­des­rat, der die­sen Dank ent­ge­gen nimmt. Das ist poli­tisch bedenk­lich und nur mit dem poli­ti­schen Druck aus Peking zu erklä­ren. Es ist nicht Ziel, eine Pro­test­ver­an­stal­tung gegen die Lan­des­re­gie­rung zu orga­ni­sie­ren. Mit der Kund­ge­bung soll viel­mehr posi­tiv dazu bei­tra­gen wer­den, dass die Regie­rung ihre Poli­tik in der Tibet­frage über­denkt.
In den ver­gan­ge­nen Jah­ren hat die Schwei­zer Bevöl­ke­rung immer wie­der ihre Soli­da­ri­tät mit Tibet zum Aus­druck gebracht und die Schwei­zer Regie­rung auf­ge­for­dert, eine akti­vere Rolle bei der Durch­set­zung der Men­schen­rechte in Tibet ein­zu­neh­men und den Dalai Lama bei sei­nen Frie­dens­be­mü­hun­gen zu unter­stüt­zen. Im Jahre 2008 haben zum Bei­spiel über 60000 Men­schen in der Schweiz eine ent­spre­chende Peti­tion unter­schrie­ben. Innert kür­zes­ter Zeit haben sich nun nach dem Ent­scheid des Bun­des­rats Tau­sende von Men­schen im Face­book zusam­men­ge­fun­den, um ihre Soli­da­ri­tät mit Tibet aus­zu­drü­cken.
Die GSTF ist eine Tibet Unter­stüt­zungs­gruppe, die 1983 gegrün­det wurde. Ihre mehr als 2500 Mit­glie­der sind Schwei­ze­rin­nen und Schwei­zer, die sich für Tibet ein­set­zen. Ihr ers­ter Prä­si­dent war Dr. Toni Hagen.
Kon­takt: Lucius Blatt­ner, 043 268 00 27 (wird auf Handy umge­lei­tet)
Web­site der GSTF www​.tibet​fo​cus​.com
Wei­tere Infos zur Mind & Life Kon­fe­renz: www​.com​pas​sio​nine​co​no​mics​.org

Medi­en­mit­tei­lung der GSTF als pdf

Dalai Lama will in Zürich an Kund­ge­bung teil­neh­men: Ober­haupt der Tibe­ter möchte für Schwei­zer Soli­da­ri­tät danken

21. März 2010, NZZ am Sonn­tag von Ste­fan Bühler -

Der Dalai Lama will sich an der Kund­ge­bung in Zürich für die Soli­da­ri­tät des Schwei­zer­volks mit Tibet bedan­ken. An der Kund­ge­bung ist aber auch Kri­tik am Bun­des­rat zu erwarten.

Es dürfte einer der Höhe­punkte sei­nes mehr­tä­gi­gen Besuchs in Zürich wer­den: Am Sams­tag, 10. April, will der Dalai Lama an einer Kund­ge­bung unter dem Titel «Die Schweiz für Tibet» auf­tre­ten. Dies bestä­tigt das Tibet-Büro in Genf, die offi­zi­elle Ver­tre­tung des Dalai Lama in Europa: «Seine Hei­lig­keit wird sich vor allem für die lang­jäh­rige Soli­da­ri­tät und Unter­stüt­zung für Tibet bedan­ken, die wir vom Schwei­zer­volk spü­ren», sagt Ten­zin D. Sewo, Mit­ar­bei­ter des Tibet-Büros.

Orga­ni­siert wird die Kund­ge­bung von der Gesell­schaft Schweizerisch-Tibetische Freund­schaft (GSTF), die bei der Stadt Zürich ein ent­spre­chen­des Kund­ge­bungs­ge­such ein­ge­reicht hat. Sie erwar­tet min­des­tens 3000 Teil­neh­mer. Es sei davon aus­zu­ge­hen, «dass die­ses Gesuch bewil­ligt wird», sagt Poli­zei­spre­cher Reto Casa­nova. Offen ist noch, wo genau die Ver­an­stal­tung statt­fin­den soll. Laut den Ver­an­stal­tern steht der Müns­ter­hof im Vor­der­grund, wo der Dalai Lama bereits 2005 auf­ge­tre­ten ist; in Frage kämen aber auch der Platz­spitz oder die Landiwiese.

Zwar sei die «Kund­ge­bung nicht in ers­ter Linie dafür gedacht, den Bun­des­rat zu tadeln», sagt Lucius Blatt­ner, Vize­prä­si­dent der GSTF. Viel­mehr solle die Bevöl­ke­rung die Gele­gen­heit für eine direkte Begeg­nung mit dem Dalai Lama erhal­ten. Die­ser tritt in den Tagen zuvor zwar mehr­mals auf, jedoch stets in mehr oder weni­ger geschlos­se­nem Rah­men: am 8. April im Rah­men des Fest­akts «50 Jahre Tibe­ter in der Schweiz – Merci Schwiiz», am 11. April im Hallenstadion.

Dass aber kein Bun­des­rats­mit­glied Zeit gefun­den hat, den Dalai Lama zu tref­fen, dürfte an der Kund­ge­bung sehr wohl zu Kri­tik an der Regie­rung füh­ren: «Das ist bedenk­lich und nur mit poli­ti­schem Druck aus Peking zu erklä­ren», sagt Blatt­ner. Und es passe zu den Äusse­run­gen von Miche­line Calmy-Rey von letz­tem Mon­tag: Dort sei die Aus­sen­mi­nis­te­rin «auf eigen­tüm­li­che Weise als Pres­se­spre­che­rin Chi­nas auf­ge­tre­ten», sagt er. Calmy-Rey erklärte in der Fra­ge­stunde des Natio­nal­rats, dass China sol­che Tref­fen als Ermu­ti­gung zum tibe­ti­schen Sepa­ra­tis­mus und folg­lich als Angriff auf seine Sou­ve­rä­ni­tät ver­stehe. Für Blatt­ner sind sol­che Äusse­run­gen nicht nur «inhalt­lich völ­lig falsch», son­dern auch «ein Zei­chen dafür, dass die tra­di­tio­nell starke Unter­stüt­zung der offi­zi­el­len Schweiz für die Sache der Tibe­ter am Schwin­den» sei – zumal der Bun­des­rat schon im Jahr 2009 eine Begeg­nung mit dem Dalai Lama ablehnte: «Offen­bar sind Kom­merz und wirt­schaft­li­cher Druck wichtiger.»

Zu Begeg­nun­gen des Dalai Lama mit Schwei­zer Poli­ti­kern wird es trotz allem kom­men. Zum einen wird die Zür­cher Regie­rungs­prä­si­den­tin Regine Aeppli am Fest­akt «Merci Schwiiz» teil­neh­men. Und im Anschluss daran trifft die par­tei­po­li­tisch breit abge­stützte par­la­men­ta­ri­sche Gruppe für Tibet mit dem Dalai Lama zusam­men, wie SP-Nationalrat Mario Fehr erklärt: «Dar­auf freuen wir uns sehr.»

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Ein Kommentar
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  1. Wir soll­ten von den Poli­ti­kern nichts erwar­ten. Der Druck und der Ein­fluss der Groß­kon­zerne sich die fet­ten Geschäfte mit China nicht zu ver­scher­zen, ist anschei­nend zu groß. Kon­zen­trie­ren wir uns lie­ber auf Fir­men wie Google oder Micro­soft die der chi­ne­si­schen Füh­rung die Tech­nik lie­fert um das Volk von freier Infor­ma­tio­nen fern­zu­hal­ten. Ein Land kann sich nur durch sich selbst ver­än­dern. Also — Free China!