Allgemein Tibet

Mord an Akong Tulku Rinpoche: Zwei Männer zum Tod verurteilt

Kleine Zeitung (A), 1.2.16 –

Die chinesische Justiz hat zwei Männer zum Tode verurteilt, die einen bekannten tibetisch- britischen Mönch aus Habgier erstochen haben sollen.

Wie staatliche Medien am Montag berichteten, verurteilte ein Gericht in Chengdu die beiden Männer wegen des Mordes an dem tibetischen Mönch Akong Tulku Rinpoche sowie zwei weiteren Männern. Ein Komplize sei zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Akong war 2013 tot in seinem Haus in Chengdu im Südwesten Chinas gefunden worden. Die Verurteilten sollen den Mitgründer des schottischen Samye Ling Klosters, seinen Neffen und seinen Fahrer im Streit um 2,7 Millionen Yuan (etwa 320.000 Euro) erstochen haben. Akong war 1959 aus Tibet geflohen und hatte 1967 das buddhistische Kloster im Süden Schottlands gegründet.

Samye Ling war das erste tibetische Kloster in Europa. Es wurde nicht nur zur Pilgerstätte für Künstler und Musiker wie den kanadischen Sänger Leonard Cohen, sondern auch der Dalai Lama, das geistliche Oberhaupt der Tibeter, war dort zu Gast. Rinpoche ist ein Ehrentitel für Gelehrte des tibetischen Buddhismus.

1950/51 waren chinesische kommunistische Truppen in Tibet einmarschiert. 1959 schlugen die Chinesen dort einen großen Volksaufstands gegen ihre Herrschaft nieder. 1965 errichtete Peking die „Autonome Region Tibet“; deren Fläche ist wesentlich kleiner als die des alten Tibet, von dem Teile den chinesischen Provinzen Qinghai und Sichuan zugeschlagen wurden.

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