<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?> <rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/" ><channel><title>tibetfocus.com &#187; GSTF</title> <atom:link href="http://tibetfocus.com/category/gstf/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://tibetfocus.com</link> <description></description> <lastBuildDate>Fri, 03 Feb 2012 14:08:55 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=</generator> <item><title>Petition Religionsfreiheit in Tibet</title><link>http://tibetfocus.com/2012/01/26/petition-religionsfreiheit-in-tibet/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/01/26/petition-religionsfreiheit-in-tibet/#comments</comments> <pubDate>Thu, 26 Jan 2012 08:10:47 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[GSTF]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8285</guid> <description><![CDATA[Die Welle von Selbstverbrennungen von Mönchen und Nonnen in Tibet zeugt auf erschütternde Weise von der tiefen Verzweiflung und Unzufriedenheit, die viele Tibeter in ihrer Heimat empfinden. Nach allem, was wir wissen, liegt die Hauptursache dafür in der massiven Einschränkung des Rechts auf freie Religionsausübung, wie es in Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Die Welle von Selbstverbrennungen von Mönchen und Nonnen in Tibet zeugt auf erschütternde Weise von der tiefen Verzweiflung und Unzufriedenheit, die viele Tibeter in ihrer Heimat empfinden. Nach allem, was wir wissen, liegt die Hauptursache dafür in der massiven Einschränkung des Rechts auf freie Religionsausübung, wie es in Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte garantiert ist:</p><p>„Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens– und Religionsfreiheit; dieses Recht schließt die Freiheit ein, seine Religion oder seine Weltanschauung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder seine Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen.“</p><p><a title="online-Petition" href="http://www.savetibet.de/kampagnen/online-petition/petition-religionsfreiheit2011/" target="_blank">Hier Online-Petition von Save Tibet  unterzeichnen</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/01/26/petition-religionsfreiheit-in-tibet/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>LUZERN: Gebet und Gedenkmarsch mit Kerzen für die Mönche, die sich in Tibet selber verbrannten, Samstag, 7. Januar 2012</title><link>http://tibetfocus.com/2011/12/28/luzern-gebet-und-gedenkmarsch-mit-kerzen-fur-die-monche-die-sich-in-tibet-selber-verbrannten-samstag-7-januar-2012/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2011/12/28/luzern-gebet-und-gedenkmarsch-mit-kerzen-fur-die-monche-die-sich-in-tibet-selber-verbrannten-samstag-7-januar-2012/#comments</comments> <pubDate>Wed, 28 Dec 2011 18:21:39 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[GSTF]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8255</guid> <description><![CDATA[Treffpunkt beim Triumphbogen vor dem Bahnhof Luzern, Zeitrahmen: 16.45 – 20.00 Uhr Beten für die 12 Tibeter (11 Mönche und 1 Nonne), die Opfer von Selbstverbrennungen  sind. Dauer ca. 1 Stunde. Anschliessend Marsch mit Kerzen auf folgender Route: Bahnhofplatz – Pilatusstrasse – Hirschengraben – Bahnhofstrasse – Kornmarkt – Furrengasse – Kapellplatz – Seebrücke – Bahnhofplatz. [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Treffpunkt beim Triumphbogen vor dem Bahnhof Luzern, Zeitrahmen: 16.45 – 20.00 Uhr</p><p>Beten für die 12 Tibeter (11 Mönche und 1 Nonne), die Opfer von Selbstverbrennungen  sind. Dauer ca. 1 Stunde.</p><p>Anschliessend Marsch mit Kerzen auf folgender Route: Bahnhofplatz – Pilatusstrasse – Hirschengraben – Bahnhofstrasse – Kornmarkt – Furrengasse – Kapellplatz – Seebrücke – Bahnhofplatz.</p><p>Gabriela Hofer</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2011/12/28/luzern-gebet-und-gedenkmarsch-mit-kerzen-fur-die-monche-die-sich-in-tibet-selber-verbrannten-samstag-7-januar-2012/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Tibet-Information der GSTF vom 9. Dezember 2011</title><link>http://tibetfocus.com/2011/12/10/tibet-information-der-gstf-vom-9-dezember-2011/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2011/12/10/tibet-information-der-gstf-vom-9-dezember-2011/#comments</comments> <pubDate>Sat, 10 Dec 2011 08:45:25 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[GSTF]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8158</guid> <description><![CDATA[Ehemaliger Mönch stirbt nach Selbstverbrennung - Tenzin Phuntsog, ehemaliger Mönch des Klosters Karmagon, der sich am 1. Dezember selbst anzündete , ist nach Informationen des TCHRD am 6. Dezember verstorben. Seine Frau ist seit dem Tag der Selbstverbrennung spurlos verschwunden. Das Paar hat zwei Söhne und eine Tochter, über deren Verbleib nichts bekannt ist. Ein [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Ehemaliger Mönch stirbt nach Selbstverbrennung -</p><p>Tenzin Phuntsog, ehemaliger Mönch des Klosters Karmagon, der sich am 1. Dezember selbst anzündete , ist nach Informationen des TCHRD am 6. Dezember verstorben.</p><p>Seine Frau ist seit dem Tag der Selbstverbrennung spurlos verschwunden. Das Paar hat zwei Söhne und eine Tochter, über deren Verbleib nichts bekannt ist.</p><p>Ein Informant gab gegenüber TCHRD an, dass einer ihrer Söhne selbst Mönch im Kloster Karmagon ist. Er hatte das Kloster nach der Besetzung durch Sicherheitskräfte mit den anderen Mönchen und Nonnen als Zeichen des Protestes verlassen [vergl. Tibet-Information vom 24. November 2011; UM], war aber auf Druck der Behörden wieder zurück gekehrt. Nach der Rückkehr seien die Mönche und Nonnen ständigen Drohungen und Pressionen der Sicherheitskräfte ausgesetzt, die damit weitere Informationen über das Kloster und politische Aktivitäten erlangen wollen.</p><p><span style="color: #ff0000;"><strong>Indien: Anklage gegen 17. Gyalwa Karmapa wegen „Verschwörung“</strong></span></p><p>Der im indischen Exil lebende 17. Gyalwa Karmpa soll wegen „Verschwörung“ vor Gericht gestellt werden. Bei einer Durchsuchung seiner Residenz wurde chinesisches und ausländisches Bargeld im Wert von über 1 Million Dollar gefunden und beschlagnahmt.</p><p>Der Fund hatte bereits vor mehreren Wochen zu erheblicher Aufregung in Indien geführt. Medien unterstellten Karmapa, er sei ein chinesischer Spion, der in den engsten Kreis des Dalai Lama in das indische Exil eingeschleust wurde. Karmapa hatte diese Vorwürfe entschieden zurückgewiesen und angegeben, das Geld stamme von Spenden von Pilgern aus China und anderen Ländern.</p><p>Der der heute 26 Jahre alte 17. Gyalwa Karmapa war der letzte hohe Würdenträger, der sowohl vom Dalai Lama als auch von der chinesischen Regierung als Inkarnation anerkannt worden war. Er ist in Tibet geboren, dort als Inkarnation des verstorbenen 16. Gyalwa Karmapa (inoffiziell der dritthöchste religiöse Würdenträger im tibetischen Buddhismus) erkannt und im nahe Lhasa gelegenen Stammkloster der Karmapas, Tsurphu, bis zu seinem 14. Lebensjahr erzogen worden. Beijing stellte ihn gern als „patriotisches Vorbild“ heraus und wollte damit „Religionsfreiheit“ demonstrieren.</p><p>Nach einer spektakulären Flucht erreichte der Karmapa im Januar 2000 das indische Exil. Dadurch erlitt die Strategie Chinas, hochrangige religiöse Würdenträger in Tibet zu propagandistischen Zwecken zu manipulieren, einen massiven Rückschlag. Indische Medien beschäftigen sich nun erneut mit den Details seiner Flucht vor 12 Jahren und versuchen daraus die Theorie zu entwickeln, dass die Flucht nicht ohne Wissen oder gar Mithilfe von China erfolgen konnte.</p><p>Der 17. Gyalwa Karmapa wird von vielen als möglicher religiöser Führer der Tibeter angesehen, wenn der jetzige Dalai Lama stirbt. Im indischen Exil lebt ein weiterer Mönch, der von einer rivalisierenden Gruppe der Karma Kagyu Schule als die Inkarnation des 17. Gyalwa Karmapa angesehen wird.</p><p>Quellen: Tibetan Centre for Human Rights and Democracy TCHRD; Aargauer Zeitung</p><p>Zusammengestellt für die GSTF von Dr. Uwe Meya</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2011/12/10/tibet-information-der-gstf-vom-9-dezember-2011/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Menschenrechtsschutz im Handel mit China: Ein Gutachten stützt die NGO-Forderung nach Auflagen im geplanten Abkommen</title><link>http://tibetfocus.com/2011/11/29/ch-freihandelsabkommen-mit-china-und-die-menschenrechte-unabhangige-experten-stutzen-ngo-forderungen/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2011/11/29/ch-freihandelsabkommen-mit-china-und-die-menschenrechte-unabhangige-experten-stutzen-ngo-forderungen/#comments</comments> <pubDate>Tue, 29 Nov 2011 17:39:04 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[GSTF]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8118</guid> <description><![CDATA[Neue Zürcher Zeitung; 29.11.11, Christoph Wehrli (CW) - Ein Rechtsgutachten zeigt, dass ein Freihandelsabkommen der Schweiz mit China Menschenrechtsanliegen berücksichtigen müsste und könnte. Die Erklärung von Bern, Alliance Sud, die Gesellschaft für bedrohte Völker und die Gesellschaft schweizerisch-tibetische Freundschaft, die beim Kompetenzzentrum Menschenrechte an der Universität Zürich die Studie in Auftrag gegeben hatten, sehen sich [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Neue Zürcher Zeitung; 29.11.11, Christoph Wehrli (CW) -<br /> Ein Rechtsgutachten zeigt, dass ein Freihandelsabkommen der Schweiz mit China Menschenrechtsanliegen berücksichtigen müsste und könnte. Die Erklärung von Bern, Alliance Sud, die Gesellschaft für bedrohte Völker und die Gesellschaft schweizerisch-tibetische Freundschaft, die beim Kompetenzzentrum Menschenrechte an der Universität Zürich die Studie in Auftrag gegeben hatten, sehen sich durch das Resultat in ihrer Forderung bestätigt.</p><p>Pflicht der Schweiz</p><p>Jonatan Niedrig und Rechtsprofessorin Christine Kaufmann begründen die Pflicht zur Beachtung der Menschenrechte im wirtschaftlichen Kontext mit der Verfassung (der Bund trägt in den Aussenbeziehungen zur «Achtung der Menschenrechte» bei) ebenso wie mit dem Völkerrecht (Uno-Pakte, Konventionen der Arbeitsorganisation, allgemeine Schutzpflicht). Zudem seien nach dem Prinzip der Kontrolle durch den Heimatstaat schweizerische Firmen in Pflicht zu nehmen. Bei China werden zumindest potenzielle Gefahren gesehen. Speziell erwähnt die Studie die Bindung der Bevölkerung an ihren Wohnort und die Entstehung von «inoffiziellen Bürgern», deren Zugang zu staatlichen Leistungen stark eingeschränkt sei. Das Fehlen unabhängiger Gewerkschaften sowie die Diskriminierung von Minderheiten und Landarbeitern verstärkten die Probleme. Die Risiken sollten näher abgeklärt werden.</p><p>Patente und Ausbeutung</p><p>Die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen sind noch in einem frühen Stadium. Aufgrund der vorliegenden Machbarkeitsstudie nehmen die Autoren an, dass die Schweiz beim Schutz des geistigen Eigentums über das WTO-Recht (Trips-Abkommen) hinausgehen möchte. Dies könnte, wie es heisst, über höhere Medikamentenpreise und nicht beliebig verwendbares Saatgut die Rechte auf Gesundheit und auf Nahrung beeinträchtigen.</p><p>Eine Ausweitung des Handels, wird angenommen, könne die Arbeitsrechte und den Minderheitenschutz berühren. Ein negativer Einfluss lasse sich zwar nicht beweisen, und hinter solchen Argumenten könnten auch protektionistische Interessen der konkurrenzierten Wirtschaft stehen. Doch die Öffnung Chinas habe in Tibet und in uigurischen Gebieten nicht nur zu Verbesserungen, sondern auch zu grösserer Präsenz von Han-Chinesen geführt. Daher sei zu klären, wie die Partizipation der Minderheiten an den wirtschaftlichen Vorteilen sichergestellt werde.</p><p>Um die Menschenrechte zu berücksichtigen, kommen mehrere Instrumente infrage, neben Folgenabschätzungen namentlich die Ergänzung des Freihandelsabkommens mit einer Absichtserklärung, einem Konsultationsmechanismus oder festgelegten Standards. Bei weiteren Abklärungen seien die Erfahrungen anderer Staaten einzubeziehen.</p><p>Neue Zürcher Zeitung; 29.11.2011; Ausgaben-Nr. 279; Seite 15</p><p> </p><p>Hier bei <a href="http://www.humanrights.ch/de/Schweiz/Aussenpolitik/Aussenwirtschaftspolitik/WTO/idart_9041-content.html" target="_blank">humanrights.ch</a> finden Sie viele Details zu Freihandelsabkommen und Menschenrechten</p><p> </p><p><span style="color: #ff0000;"><strong>CH-Freihandelsabkommen mit China und die Menschenrechte: Unabhängige Experten stützen NGO-Forderungen</strong></span></p><p>Medienmitteilung<br /> Bern, 28. November 2011<br /> Das Schweizerische Kompetenzzentrum für Menschenrechte (SKMR) unterstützt den Ruf von Nichtregierungsorganisationen (NGO) nach einer Berücksichtigung der Menschenrechte im Freihandelsabkommen Schweiz-China. In einer Studie hält es unter anderem fest, ein strenger Patentschutz könnte das Recht der chinesischen Bevölkerung auf Nahrung und Gesundheit beeinträchtigen. Zudem laufe ein Abkommen Gefahr, die Benachteiligung ethnischer Minderheiten verstärken. Das SKMR wirft dem Bundesrat vor, mit seinen Absichtserklärungen zu den Menschenrechten auf halber Strecke stehen zu bleiben.<br /> Kurz nach der dritten Verhandlungsrunde zwischen der Schweiz und China über ein Freihandelsabkommen (FHA) bekräftigt das Schweizerische Kompetenzzentrum für Menschenrechte (SKMR) die NGO-Forderung nach speziellen Bestimmungen zur Integration der Menschenrechte in das Vertragswerk. Die Schweiz sei aufgrund des eigenen wie des Völkerrechts an die einschlägigen Menschenrechte gebunden und habe „darauf hinzuwirken, dass diesen im FHA angemessen Rechnung getragen wird“, heisst es in der heute veröffentlichten Studie. Die Schweiz müsse nicht nur die staatlichen Handlungen menschenrechtskonform gestalten, sondern auch dafür sorgen, „dass schweizerische Unternehmen die Menschenrechte nicht verletzten“, so die Studie.<br /> Es sei zwar schwierig, eindeutig kausale Zusammenhänge zwischen einem FHA und Menschenrechtsverletzungen zu belegen. Aufgrund der von der Schweiz üblicherweise gestellten Forderungen identifiziert die Studie jedoch speziell sensible Bereiche. So könnten strenge Bestimmungen beim Patentschutz den Zugang der chinesischen Bevölkerung zu Saatgut und Medikamenten erschweren und damit das Recht auf Nahrung und Gesundheit beeinträchtigen. Das könnte insbesondere auch die auf Pflanzen basierende, traditionelle chinesische Medizin gefährden.<br /> Weil sich die Handelsströme mit einem FHA intensivieren, seien die Produktionsbedingungen und damit die Arbeitsrechte generell zu berücksichtigen. Schliesslich könnte ein FHA die wirtschaftliche Benachteiligung von Minderheiten wie den Tibetern zugunsten der Han-Chinesen verstärken. Im Rahmen eines FHA müsse „deshalb geklärt werden, wie sichergestellt wird, dass ethnische Minderheiten an den damit verbundenen wirtschaftlichen Vorteilen partizipieren“, heisst es in der Studie.<br /> Die AutorInnen werfen dem Bundesrat zudem vor, mit seinen Absichtserklärungen zu den Menschenrechten auf halber Strecke stehen zu bleiben. Statt einer „systematischen Kohärenzprüfung anhand festgelegter Kriterien“ propagiere er eine Prüfung von Fall zu Fall. Um die Menschenrechte systematisch in Freihandelsabkommen zu integrieren, schlagen die AutorInnen ein „Toolkit“ vor, wie es das Bundesamt für Umwelt für umweltschutzrechtliche Bestimmungen verwendet.<br /> Die Studie wurde von den Nichtregierungsorganisationen Alliance Sud, Erklärung von Bern, Gesellschaft für bedrohte Völker und Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft in Auftrag gegeben. Die NGOs fürchten, dass sich die heute schon Besorgnis erregende Menschenrechtslage in China mit einem FHA weiter verschärft.</p><p>Weitere Informationen<br /> www.evb.ch/china und http://www.alliancesud.ch/handel (inkl. Studie)<br /> oder bei:<br /> Thomas Braunschweig, Handelsexperte der Erklärung von Bern, Tel. 079 478 91 94<br /> Isolda Agazzi, Handelsspezialistin bei Alliance Sud, Tel. 079 434 45 60<br /> Christoph Wiedmer, Geschäftsleiter der Gesellschaft für bedrohte Völker, Tel 031 939 00 00<br /> Migmar Raith, Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft Zürich, Tel. 078/671 81 99</p><p>Veranstaltungshinweis:<br /> Welche konkreten Massnahmen es zur Sicherstellung der Einhaltung von Menschenrechten braucht, diskutiert die EvB heute um 19 Uhr in der Zürcher Helferei mit May Wong und Rena Lau von der führenden Hong Konger NGO “Globalization Monitor” (www.evb.ch/chinapodium).</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2011/11/29/ch-freihandelsabkommen-mit-china-und-die-menschenrechte-unabhangige-experten-stutzen-ngo-forderungen/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Tibet-Information der GSTF vom 24. November 2011</title><link>http://tibetfocus.com/2011/11/25/tibet-information-der-gstf-vom-24-november-2011/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2011/11/25/tibet-information-der-gstf-vom-24-november-2011/#comments</comments> <pubDate>Fri, 25 Nov 2011 14:45:32 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[GSTF]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8104</guid> <description><![CDATA[Mönche fliehen aus Kloster – Drohungen, Schikanen und Festnahmen Nach einer Meldung von Radio Free Asia (RFA) sind aufgrund von Schikanen durch Sicherheitskräfte die meisten Mönche und Nonnen aus dem Kloster Karmagon in der osttibetischen Präfektur Chamdo geflohen. Am 26. Oktober hatte sich unweit des Klosters in der Gemeinde Dzagyu Karma eine Explosion ereignet, die [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Mönche fliehen aus Kloster – Drohungen, Schikanen und Festnahmen</p><p>Nach einer Meldung von Radio Free Asia (RFA) sind aufgrund von Schikanen durch Sicherheitskräfte die meisten Mönche und Nonnen aus dem Kloster Karmagon in der osttibetischen Präfektur Chamdo geflohen. Am 26. Oktober hatte sich unweit des Klosters in der Gemeinde Dzagyu Karma eine Explosion ereignet, die an einem Regierungsgebäude schweren Schaden anrichtete. Da der Sprengsatz nachts detonierte, kamen keine Menschen zu Schaden. Die Region ist seit der Explosion für Ausländer gesperrt.</p><p>Sicherheitskräfte verdächtigten die Mönche des Klosters Karmagon, hinter dem Anschlag zu stecken. Seitdem waren die Mönche und Nonnen intensiven Schikanen und Drohungen ausgesetzt. So wären bewaffnete Sicherheitskräfte täglich in das Kloster eingedrungen, hätten die Bewohner zu zahlreichen Versammlungen zusammengerufen, und hätten das Kloster abgeriegelt. Alle wurden fotografiert und mussten Muster ihrer Handschrift, Fingerabdrücke und Blutproben abliefern. Bis auf drei sehr betagte Mönche hätten alle das Kloster verlassen.</p><p>Bevor sie das Kloster verliessen, stellten die Mönche und Nonnen ein Plakat im Klosterhof auf, in dem sie bekundeten, dass sie unter Zwang das Kloster verliessen und nun die Chinesen das Kloster gefälligst selbst führen sollten. Auch die Schlüssel wurden dort gelassen.</p><p>Am 30. Oktober verkündeten die Sicherheitskräfte auf einer Versammlung, zu der alle Einwohner der Region gerufen wurden, dass die geflohenen Mönche und Nonnen bis spätestens 3. November in das Kloster zurückkehren müssten, oder sie würden verhaftet. Den hochrangigen Mönchen wurde sogar gedroht, sie würden erschossen, falls sie nicht freiwillig zurückkehrten.</p><p>Sicherheitskräfte durchkämmten später die Umgebung und registrierten auch alle Mönche und Nonnen, die sich in Einsiedeleien im Retreat befanden. Klöster in benachbarten Regionen wurden ebenfalls durchsucht. Insgesamt 10 Mönche und Nonnen, die aus Karmagon geflohen waren und von Sicherheitskräften aufgegriffen wurden, sind spurlos verschwunden. Bis jetzt sind 40 Mönche und Nonnen wieder in das Kloster zurückgekehrt, wo sie unter Zwang an täglichen Versammlungen teilnehmen müssen.</p><p>Das im 12. Jahrhundert gegründete Karmagon ist eines der ältesten Klöster Tibets. In der Gemeinde Dzagyu Karma, in der es liegt, hat es seit einiger Zeit Proteste gegen ein Programm zur Ansiedlung von Han-Chinesen, verbunden mit grösseren Bauprojeketen, gegeben. An dem durch die Explosion beschädigten Regierungsgebäude wurden Zettel und Plakate mit Forderungen für ein freies Tibet gefunden, und auf Mauern wurden Schriftzüge angebracht, die gegen die Ansiedlung von Han-Chinesen protestieren.<br /> <strong>Weitere Repressalien in Ngaba</strong></p><p>Im Kloster Kirti in Ngaba, wo sich die meisten Selbstverbrennungen ereignet hatten, halten die Repressionen gegen Mönche an [siehe zuletzt Tibet-Information vom 25. Oktober 2011; UM]. Nun sind auch Laien mit betroffen.</p><p>Im Kloster selbst werden immer wieder einzelne Mönche, scheinbar ohne erkennbaren Grund, verhaftet und abgeführt. Zivil gekleidete Angehörige der Bewaffneten Volkspolizei und des Büros für Öffentliche Sicherheit durchkämmen die Klosteranlage. Insgesamt sind laut Informanten über 200 Beamte im Einsatz. Die religiöse Routine ist zum Erliegen gekommen, weil die Mönche immer wieder zur „Patriotischen Umerziehung“ einbestellt werden.</p><p>Nun suchen Kader auch die Landbevölkerung auf und verlangen, dass alle Kinder unter 18 Jahren von tibetischen Schulen auf chinesische Schulen wechseln sollen. Bei Nichtbefolgen werden den Eltern pro Kind Geldstrafen von Yuan 3‘000 (ca. Fr. 430; UM) angedroht.</p><p>Quellen: Radio Free Asia; Tibet Post International</p><p>Zusammengestellt für die GSTF von Dr. Uwe Meya</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2011/11/25/tibet-information-der-gstf-vom-24-november-2011/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Tibet-Information der GSTF vom 3. November 2011</title><link>http://tibetfocus.com/2011/11/04/tibet-information-der-gstf-vom-3-november-2011/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2011/11/04/tibet-information-der-gstf-vom-3-november-2011/#comments</comments> <pubDate>Fri, 04 Nov 2011 00:40:19 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[GSTF]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8037</guid> <description><![CDATA[Weiter Selbstverbrennung: Nonne stirbt an ihren Verletzungen - Wie das TCHRD aus zuverlässigen Quellen soeben erfuhr, hat heute sich eine Nonne im Bezirk Tawu in der Autonomen Tibetischen Präfektur Kardze in Osttibet selbst verbrannt. Es handelt sich um die 35-jährige Nonne Palden Choesang aus dem ebenfalls in der Region gelegenen Kloster Dakar Choeling. Sie übergoss [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Weiter Selbstverbrennung: Nonne stirbt an ihren Verletzungen -<br /> Wie das TCHRD aus zuverlässigen Quellen soeben erfuhr, hat heute sich eine Nonne im Bezirk Tawu in der Autonomen Tibetischen Präfektur Kardze in Osttibet selbst verbrannt. Es handelt sich um die 35-jährige Nonne Palden Choesang aus dem ebenfalls in der Region gelegenen Kloster Dakar Choeling.</p><p>Sie übergoss sich am Mittag (Ortszeit) auf einer Strasse nahe der grossen Namgyal-Stupa in Tawo. Hier wurde der letzte Tag des Nyung-ney begangen, eines rituellen Fastens von Mönchen des nahe gelegenen Klosters Tawu Nyatso und tibetischen Anwohnern. Als sich Palden Choesang in Brand setzte, rief sie Parolen für die Freiheit Tibets, ein langes Leben für den Dalai Lama und seine Rückkehr nach Tibet.</p><p>Sie erlag kurz darauf ihren Brandverletzungen. Der Leichnam befindet sich zurzeit im Koster Tawu Nyatso. Kurz nach dem Vorfall erschienen Sicherheitskräfte, die das Kloster abriegelten.<br /> <strong>China will „gesetzestreue Modellklöster“ in Tibet etablieren</strong></p><p>Nach einem Bericht der regierungsoffiziellen Nachrichtenseite chinatibetnews.com hat die chinesische Regierung kürzlich beschlossen, in Tibet „Modellklöster“ einzurichten. Diese sollen im Rahmen einer neuen Kampagne zur „Gesetzestreue“ und „Patriotischen Umerziehung“ etabliert werden. Die Prinzipien der neuen Kampagne wurden während einer Versammlung der Kommunistischen Partei Tibets am 30. Oktober beschlossen; hier scheint sich zum ersten Mal der neue ernannte Parteisekretär in Tibet, Chen Quanguo [vergl. Tibet-Information vom 3. September 2011; UM], in Szene zu setzen.</p><p>Gemäss den Beschlüssen dürfen die Modellklöster nicht zu „sozialen Unruhen“ anstiften und müssen „entschlossen gegen die Dalai-Clique“ Position beziehen. Mönche und Nonnen dürfen nicht an „separatistischen Akten“ teilnehmen. Zweimal jährlich sollen die Klöster danach beurteilt werden, wie gut sie diese Prinzipien befolgen. Der Gewinner bekommt den Titel „Modellkloster“, und die Mönche oder Nonnen erhalten ein Zertifikat, verbunden mit einer Geldprämie.</p><p>Am 20. Oktober wurde ausserdem im Bezirk Chushul, nahe Lhasa, die „Tibetische Buddhismus-Universität“ eröffnet. Parteisekretär Chen Quanguo sagte bei seinem Besuch am 24. Oktober, dass die Universität einen hohen Ausbildungsstandard für Mönchen und Nonnen anstreben müsse, damit sie der „Dalai-Clique“ und anderen „separatistischen Verschwörungen“ entgegen treten können. Während der Ausbildung erhalten die Studenten Lektionen in „Patriotischer Umerziehung“, die noch intensiver sein sollen als in den individuellen Klöstern. Die Absolventen sollen dann in ihre Stammklöster zurückkehren und dort weitere Mönche und Nonnen ausbilden.</p><p>Am 28. Oktober hielt Chen Quanguo in Lhasa eine Rede während einer Tagung der „Buddhistischen Vereinigung“. Hier forderte er Entschlossenheit, „den 14. Dalai Lama aus dem tibetischen Buddhismus zu eliminieren“. Partei und Regierung müssten zusammen stehen und die Prinzipien der Kommunistischen Partei stärken, um „harmonsiche Modellklöster“ zu errichten.</p><p>Quellen: Tibetan Centre for Human Rights and Democracy TCHRD</p><p>Zusammengestellt für die GSTF von Dr. Uwe Meya</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2011/11/04/tibet-information-der-gstf-vom-3-november-2011/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Tibet-Information der GSTF vom 25. Oktober 2011</title><link>http://tibetfocus.com/2011/10/25/tibet-information-der-gstf-vom-25-oktober-2011/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2011/10/25/tibet-information-der-gstf-vom-25-oktober-2011/#comments</comments> <pubDate>Tue, 25 Oct 2011 20:50:59 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[GSTF]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8003</guid> <description><![CDATA[Die fünte Selbstverbrennung in diesem Monat - Nach zuverlässigen Informationen des TCHRD hat sich heute Morgen in Kandze in der Provinz Sichuan ein Mönch mit Benzin übergossen und angezündet. Es soll sich um den 38-jährigen Dawa Tsering aus dem Kloster Kandze handeln. Dieser setzte sich während eines dort jährlich stattfindenden Festes mit religiösen Cham-Tänzen in [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Die fünte Selbstverbrennung in diesem Monat -</p><p>Nach zuverlässigen Informationen des TCHRD hat sich heute Morgen in Kandze in der Provinz Sichuan ein Mönch mit Benzin übergossen und angezündet.</p><p>Es soll sich um den 38-jährigen Dawa Tsering aus dem Kloster Kandze handeln. Dieser setzte sich während eines dort jährlich stattfindenden Festes mit religiösen Cham-Tänzen in Brand. Andere Mönche, die dem Fest beiwohnten, eilten herbei, löschten die Flammen und fuhren ihn in das örtliche Spital. Später sei er von dort in das Kloster zurück gebracht worden. Sein Zustand ist angeblich kritisch, und es ist unklar, ob er überleben wird.</p><p><strong>Starke Präsenz von Sicherheitskräften in Ngaba: Video</strong></p><p>In der Stadt Ngaba, die Schauplatz der meisten Selbstverbrennungen war, sind überall bewaffnete Soldaten stationiert. Diese sind vor allem entlang der Haupstrasse und an Kreuzungen positioniert, tragen Kampfanzüge und sind mit Machinengewehren, nagelbesetzten Keulen und Feuerlöschern ausgestattet.</p><p>Zwei Reporter von Agence France Presse erhielten überraschend kurzen Zugang nach Ngaba, und zwar nur wenige Stunden, nachdem sich die Nonne Dechen Chokorling selbst verbrannt hatte [vergl. Tibet-Information vom 18. Oktober 2011; UM]. Einer der Journalisten, Robert Saiget, gab an, er sei kurzfristig verhaftet worden, und alle Fotos in seiner Kamera, die das Sicherheitsaufgebot zeigten, wurden gelöscht. Man habe ihm gesagt, er könne so viele Fotos von der Landschaft machen, wie er wolle, aber er solle Ngaba nun auf dem schnellsten Wege verlassen.</p><p>Dennoch konnten die AFP-Journalisten heimlich ein <a href="http://www.youtube.com/watch?v=bWNQJTPpkxo&amp;feature=player_embedded" target="_blank">Video aufzeichnen, das die massive Präsenz der Sicherheitskräfte dokumentiert</a></p><p>Quellen: Tibetan Center for Human Rights and Democracy (TCHRD); Phayul</p><p>Zusammengestellt für die GSTF von Dr. Uwe Meya</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2011/10/25/tibet-information-der-gstf-vom-25-oktober-2011/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Tibet-Information der GSTF vom 4. Oktober 2011</title><link>http://tibetfocus.com/2011/10/04/tibet-information-der-gstf-vom-4-oktober-2011/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2011/10/04/tibet-information-der-gstf-vom-4-oktober-2011/#comments</comments> <pubDate>Tue, 04 Oct 2011 17:47:41 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[GSTF]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=7894</guid> <description><![CDATA[Erneute Selbstverbrennung im Kloster Kirti - Am 3. Oktober kam es zu einer erneuten Selbstverbrennung im Kloster Kirti, der dritten in 8 Tagen. Der Mönch Kalsang Wangchuk, dessen Alter mit 17 oder 18 Jahren angegeben wird, setze sich neben dem Gemüsemarkt in Ngaba in Brand. Laut Berichten aus dem indischen Schwesterkloster von Kirti mit guten [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Erneute Selbstverbrennung im Kloster Kirti -<br /> Am 3. Oktober kam es zu einer erneuten Selbstverbrennung im Kloster Kirti, der dritten in 8 Tagen. Der Mönch Kalsang Wangchuk, dessen Alter mit 17 oder 18 Jahren angegeben wird, setze sich neben dem Gemüsemarkt in Ngaba in Brand. Laut Berichten aus dem indischen Schwesterkloster von Kirti mit guten Kontakten in die Region Ngaba soll er ein Bild des Dalai Lama in der Hand gehalten und Parolen für die religiöse Freiheit in Tibet gerufen haben.</p><p>Laut Augenzeugen seien Polizei und Feuerwehr rasch am Ort gewesen und hätten die Flammen gelöscht. Danach hätten sie mit allem, was sie in die Hände bekamen, auf den Mönch eingeschlagen. „Zahlreiche Tibeter, die Zeugen des Vorfalls wurden, begannen zu protestieren, aber die Bewaffnete Polizei [Peoples‘ Armed Police, PAP; UM] erschien und richtete ihre Waffen auf sie, um sie einzuschüchtern, so dass sich die Menge zerstreute, “ fügte der Zeuge hinzu.</p><p>Bevor man ihn wegschaffte, war der verbrannte Oberkörper des Mönchs zu sehen, aber es nicht bekannt, ob er die Selbstverbrennung überlebte und wohin er gebracht wurde.</p><p>In der Region Ngaba sind in der vergangenen Woche Flugblätter aufgetaucht, die darauf hinwiesen, dass es weitere Tibeter gebe, die bereit seien, ihr Leben zu opfern, wenn sich die Situation nicht verbessere. Ein Mönch des Klosters Kirti, der anonym bleiben wollte, beklagte gegenüber Radio Free Asia die „erstickenden Restriktionen“ und sagte, nach seinem Wissen hätten noch mindestens zwei weitere Mönche Selbstmord begangen, ohne dass diese Fälle publik wurden.</p><p>Ngaba ist nun vollständig von der Umgebung abgeriegelt. Niemand wird herein– oder herausgelassen.</p><p>Proteste auch im Kloster Serthar</p><p>Im nur wenige hundert Kilometer entfernten Kloster Serthar kam es am 1. Oktober zu einer Demonstration mit etwa 200 Tibetern. Diese liefen in einer Strasse zusammen, nachdem von einem Gebäude eine [offiziell verbotene; UM] tibetische Flagge und ein Bild des Dalai Lama entfernt und auf die Strasse geworfen worden waren. Flagge und Bild waren offenbar als Zeichen des Protests am Jahrestag der Gründung der VR China am Gebäude angebracht worden. Die Tibeter riefen Parolen für die Rückkehr des Dalai Lama und Freiheit in Tibet. Es ist nicht bekannt, ob die Demonstration gewaltsam beendet wurde und ob es Verletzte gab.</p><p>Vor 10 Jahren war das weit über Tibet hinaus bekannte Serthar-Institut, ein Ort für religiöse Studien mit zeitweise über 10‘000 Studierenden, auf Geheiss der Behörden zerstört worden. Offenbar hatte seine Anziehungskraft auch für ausländische und chinesische Buddhisten ein Mass erreicht, das der Regierung zu bedrohlich erschien.</p><p>Neuer Parteisekretär von Tibet ruft „Dritte Schlacht“ aus</p><p>Der kürzlich ernannte neue Sekretär der Kommunistischen Partei in Tibet, Chen Quanguo  setzt sich bereits in Szene. Am 27. September fand ein Treffen des regionalen Parteiausschusses und der Regierung der „Autonomen Region Tibet“ statt, das die Feierlichkeiten zum 62. Gründungstag der Volksrepublik China am 1. Oktober in Lhasa vorbereiten sollte.</p><p>Hier rief Chen Quanguo die „Dritte Schlacht“ aus, um die „Stabilität in Tibet“ zu wahren. Diese müsse folgenden Prinzipien gehorchen: Sicherstellen, dass es keine weiteren politischen Vorfälle gebe; Erkennen und Lösen von Problemen bereits in der Anfangsphase; intensive Überwachung aller Klöster und Fortsetzung der „patriotischen Umerziehung“; sowie die Vergegenwärtigung der hohen Verantwortung, die Partei– und Regierungskader in der Kampagne haben.</p><p>Quellen: Free Tibet; Radio Free Asia; chinatibetnews.com</p><p>Zusammengsetellt für die GSTF von Dr. Uwe Meya</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2011/10/04/tibet-information-der-gstf-vom-4-oktober-2011/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Tibet-Information der GSTF vom 29. September 2011</title><link>http://tibetfocus.com/2011/09/30/tibet-information-der-gstf-vom-29-september-2011/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2011/09/30/tibet-information-der-gstf-vom-29-september-2011/#comments</comments> <pubDate>Fri, 30 Sep 2011 20:08:17 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[GSTF]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=7861</guid> <description><![CDATA[Weitere Details zur Selbstverbrennung am 26. September Über das Schicksal der beiden Mönche des Klosters Kirti, die sich am 26. September selbst anzündeten [vergl. Tibet-Informationen vom 27. September 2011; UM], liegen angesichts der Abriegelung der Region Ngapa und der Nachrichtensperre keine verlässlichen Informationen vor. Die Angaben, die von Informanten aus Tibet an das gleichnamige Schwesterkloster [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Weitere Details zur Selbstverbrennung am 26. September</p><p>Über das Schicksal der beiden Mönche des Klosters Kirti, die sich am 26. September selbst anzündeten [vergl. Tibet-Informationen vom 27. September 2011; UM], liegen angesichts der Abriegelung der Region Ngapa und der Nachrichtensperre keine verlässlichen Informationen vor. Die Angaben, die von Informanten aus Tibet an das gleichnamige Schwesterkloster im indischen Exil dringen, widersprechen der Stellungnahme der offiziellen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua.</p><p>Während die Informanten angaben, einer der beiden Mönche sei sofort gestorben, berichtete Xinhua, beide Mönche hätten mit leichteren Brandverletzungen überlebt, machte aber keine Angaben über deren gegenwärtigen Aufenthaltsort.</p><p>Von den Informanten aus Tibet wurde die folgende Schilderung der Selbstverbrennung abgegeben:</p><p>„Die Mönche kamen um etwa 10.30 Uhr Ortszeit bei einer Hauptkreuzung in der Stadt Ngaba an“, derselbe Ort, an dem sich Phuntsok im März verbrannt hatte. „Sie trugen dicke Überhänge, sie setzten sich kurz hin, dann erhoben sie sich, hielten eine tibetische Flagge hoch, umarmten sich und riefen Parolen für ein langes Leben des Dalai Lama, Religionsfreiheit und Freiheit für Tibet. Dann legten sie ihre Überhänge ab, traten auf die Strasse, übergossen sich mit Benzin und setzten sich in Brand. Parolen rufend rannten sie durch die Strasse“ [deutsche Übersetzung durch IGFM München; UM].</p><p><strong>Ankündigung des Dalai Lama über seine Nachfolge löst Kontroverse aus</strong></p><p>Das kürzliche Treffen des Dalai Lama mit Vertretern aller Religionsrichtungen in Tibet [vergl. Tibet-Information vom 27. September 2011; UM], an dem er Details zur Regelung seiner Nachfolge bekanntgab, hat wie erwartet eine heftige Reaktion der Regierung in Beijing ausgelöst.</p><p>Der 76-jährige Dalai Lama hatte erklärt, Details könnten später – wenn er etwa 90 Jahre alt sei – festgelegt werden. Unter Umständen könnte die Tradition der Dalai Lamas auch abgeschafft werden, dann nämlich, wenn kein Bedarf mehr bestehe, oder der Nachfolger könnte schon zu seinen Lebzeiten demokratisch gewählt werden.</p><p>Ausgerechnet die kommunistische Regierung sieht sich als Hüterin der religiösen Tradition. „Wir müssen die historischen Institutionen und religiösen Rituale des tibetischen Buddhismus respektieren“, hiess es, und niemand dürfe sich anmassen, die Reinkarnation abzuschaffen. Jetzt verweist ein Sprecher des Aussenministeriums darauf, dass noch nie ein Dalai Lama seinen Nachfolger bestimmt habe und dass im Übrigen alle Fragen der Wiedergeburt in der Volksrepublik gesetzlich geregelt seien. Der Sprecher zitierte die von der Staatsbehörde für religiöse Angelegenheiten erlassene „Verordnung Nummer fünf“, die präzise Anweisungen für „das Management der Reinkarnation lebendiger Buddhas“ gibt.</p><p>Der Dalai Lama entgegnet, dass der Glaube an die Wiedergeburt zu unterscheiden sei von der Tradition, Reinkarnationen von bestimmten Personen namentlich zu identifizieren und sie so gesellschaftlich zu legitimieren. Einzig und allein die betreffende Person selbst habe die Autorität, die genauen Umstände ihrer Wiedergeburt zu bestimmen.</p><p>Quellen: Phayul; Radio Free Asia; Tibet.net; Frankfurter Allgemeine Zeitung</p><p>Zusammengestellt für die GSTF von Dr. Uwe Meya</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2011/09/30/tibet-information-der-gstf-vom-29-september-2011/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Tibet-Information der GSTF vom 27. September 2011</title><link>http://tibetfocus.com/2011/09/29/tibet-information-der-gstf-vom-27-september-2011/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2011/09/29/tibet-information-der-gstf-vom-27-september-2011/#comments</comments> <pubDate>Thu, 29 Sep 2011 09:37:21 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[GSTF]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=7853</guid> <description><![CDATA[Erneute Selbstverbrennung im Kloster Kirti - Am 26. September haben sich zwei Mönche aus dem Kloster Kirti aus Protest selbst angezündet. Ihr Alter wird in einer Medienmitteilung des Tibetischen Parlaments im Exil mit 18 und 19 Jahren angegeben. Bevor sich die beiden Mönche anzündeten, riefen sie Parolen gegen die Unterdrückung in Tibet und die Repressionen [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Erneute Selbstverbrennung im Kloster Kirti -<br /> Am 26. September haben sich zwei Mönche aus dem Kloster Kirti aus Protest selbst angezündet. Ihr Alter wird in einer Medienmitteilung des Tibetischen Parlaments im Exil mit 18 und 19 Jahren angegeben. Bevor sich die beiden Mönche anzündeten, riefen sie Parolen gegen die Unterdrückung in Tibet und die Repressionen gegen das Kloster Kirti. Einer der beiden Möche ist der Bruder und Zimmergenosse von Phuntsog, der sich im März mit Benzin übergoss und seinen schweren Verbrennungen erlag.</p><p>Über das Schicksal beider Mönche ist nichts Näheres bekannt. Die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua zitierte eine Verlautbarung der Kreisverwaltung des Bezirks Ngaba, in dem das Kloster liegt, dass beide Mönche überlebt hätten und sich mit ihren Brandverletzungen „in stabilem Zustand“ befinden.</p><p>Als Reaktion wurde unterdessen das Kloster unter noch strengere Kontrolle der Sicherheitskräfte gestellt.</p><p><strong>Mönche von Kirti sollen mit Geld aus dem Kloster gelockt werden</strong></p><p>Vor der erneuten Selbstverbrennung hatten laut TCHRD Funktionäre versucht, die Mönche mit Geld zur Aufgabe ihrer Mönchslaufbahn zu bewegen.</p><p>Nach dem Ende der Sommerpause am 19. September hatten sich zahlreiche Funktionäre im Kloster eingefunden, angeblich um Identitätsdokumente an die Mönche auszustellen. Ausserdem boten sie den Mönchen 20‘000 Yuan (ca. Fr. 2‘800) in bar sowie ein Darlehen von nochmals 5‘000 Yuan (ca. Fr. 700), um ausserhalb des Klosters „ein neues Leben zu begründen“. Soweit bekannt hat keiner der Mönche dieses Angebot angenommen.</p><p><strong>Der Dalai Lama beginnt, seine Nachfolge zu regeln</strong></p><p>Im September hat sich der Dalai Lama mit den Vertertern der vier grossen Religionsrichtungen in Tibet getroffen, um den Prozess für seine Nachfolge zu regeln.</p><p>Er werde, wenn er etwa 90 Jahre alt sei, also in 14 Jahren, mit Vertretern aller Religionsrichtungen Tibets erörtern, ob die Institution des Dalai Lama überhaupt fortgeführt werden solle. Der Dalai Lama hatte bereits vor mehreren Jahren erklärt, seine Wiedergeburt würde sich in jedem Falle ausserhalb des chinesischen Herrschaftsbereichs ereignen. Auch hatte der Dalai Lama erklärt, dass sein Nachfolger alternativ durch demokratische Wahlen anstatt durch die traditionellen religiösen Prozesse bestimmt werden könne.</p><p>Das hatte scharfe Proteste der chinesischen Regierung hervorgerufen, die nach dem Ableben des jetzigen Dalai Lama einen ihnen genehmen und gefügigen Nachfolger zu implementieren versucht. Die Regierung in Beijing besteht darauf, dass alle Inkarnationen, nicht nur die des Dalai Lama, eine Genehmigung durch die Behörden benötigen.</p><p><strong>Polizei schiesst auf protestierende Minenarbeiter</strong></p><p>Im osttibetischen Kardze sind 4 Tibeter verwundet worden, nachdem die Polizei das Feuer auf protestierende Minenarbeiter eröffnete. Wie VOT meldent, hatten Arbeiter der Mine in der Region Chatreng einen Disput mit dem chinesischen Management über Salärzahlungen. Als sich die Manager nicht mehr helfen konnten, riefen sie die lokale Polizei, die in die Gruppe der Protestierenden feuerte.</p><p>Quellen: Tibetisches Parlament im Exil; Tibetan Centre for Human Rights and Democracy (TCHRD); Tages-Anzeiger; Voice of Tibet (VOT)</p><p>Zusammengestellt für die GSTF von Dr. Uwe Meya</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2011/09/29/tibet-information-der-gstf-vom-27-september-2011/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> </channel> </rss>
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