<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?> <rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/" ><channel><title>tibetfocus.com &#187; News</title> <atom:link href="http://tibetfocus.com/category/news/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://tibetfocus.com</link> <description></description> <lastBuildDate>Sun, 20 May 2012 16:57:18 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=</generator> <item><title>Samstag, 26. Mai 2012, ab 13.00 Uhr: Europäische Solidaritätsveranstaltung für Tibet auf dem Heldenplatz in Wien — Presseberichte — EU-Delegation in Tibet gefordert</title><link>http://tibetfocus.com/2012/05/20/samstag-26-mai-2012-europaische-solidaritatsveranstaltung-fur-tibet-in-wien/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/05/20/samstag-26-mai-2012-europaische-solidaritatsveranstaltung-fur-tibet-in-wien/#comments</comments> <pubDate>Sun, 20 May 2012 04:20:23 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[News]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8725</guid> <description><![CDATA[  Die GSTF hat Frau Migmar Dhakgyel für eine befristete Zeit angestellt, damit sie die Vorbereitungsarbeiten für die Solidaritätskundgebung in Wien unterstützen kann. Seit einer Woche befindet sich Migmar Dhakgyel in Oesterreich, wo sie Flyers verteilt, Posters anbringt, an Anlässen Seiner Heiligkeit teilnimmt, um so die osterreichische Bevölkerung zur Teilnahme an der Solidaritätskungebung aufzufordern. Im [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://tibetfocus.com/2012/05/20/samstag-26-mai-2012-europaische-solidaritatsveranstaltung-fur-tibet-in-wien/viennaprog1/" rel="attachment wp-att-8892"><img class=" wp-image-8892" title="ViennaProg1" src="http://tibetfocus.com/wp-content/uploads/2012/05/ViennaProg1.jpg" alt="" width="529" height="753" /></a></p><p> </p><p>Die GSTF hat Frau Migmar Dhakgyel für eine befristete Zeit angestellt, damit sie die Vorbereitungsarbeiten für die Solidaritätskundgebung in Wien unterstützen kann.<br /> Seit einer Woche befindet sich Migmar Dhakgyel in Oesterreich, wo sie Flyers verteilt, Posters anbringt, an Anlässen Seiner Heiligkeit teilnimmt, um so die osterreichische Bevölkerung zur Teilnahme an der Solidaritätskungebung aufzufordern.</p><p><iframe width="425" height="349" src="http://player.vimeo.com/video/42485051?autoplay=1" frameborder="0"></iframe><br /> <strong><span style="color: #ff0000;"><a href="https://vimeo.com/42485051" target="_blank"><span style="color: #ff0000;">Im Video sieht man Migmar Dhakyel in Aktion in Klagenfurt.</span></a></span></strong></p><p>Vor dem Eintreffen Seiner Heiligkeit erhielt sie die Gelegenheit, auf die Europäische Solidaritätskundgebung in Wien hinzuweisen.</p><p><strong> <a title="www.europefortibet.com" href="http://www.europefortibet.com/" target="_blank">www.europefortibet.com</a></strong></p><p><iframe width="425" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/ZmMIS9poLw8?autoplay=1&amp;hd=1" frameborder="0"></iframe></p><p><a href="http://europefortibet.com/wp-content/uploads/2012/05/HR_Crisis_Report.pdf" target="_blank">Report über Menschenrechtsverletzungen in Tibet (engl.)</a></p><p>Vienna online, 15.5.12, <span style="color: #ff0000;"><strong>Besuch des Dalai Lama: EU-Delegation in Tibet gefordert</strong></span></p><p>Anlässlich des Besuches des Dalai Lamas fordern heimische Tibeter-Organisationen, sich zur “repressiven Politik in Tibet” zu äussern. So auch Unterstützer Hubert von Goisern. Zudem solle eine EU-Delegation nach Tibet reisen, um sich selbst ein Bild von der sich “drastisch verschlechternden Situation” zu machen, so der Tenor bei der Pressekonferenz am Dienstag in Wien.</p><p>Auch der langjährige Tibet-Unterstützer Hubert von Goisern zeigte sich “frustriert”, dass bei der Selbstbestimmung der Tibeter sogar “Rückschritte” gemacht werden. Während seiner Schilderungen über eine kürzlich erfolgte Reise in die Region war der Alpenrocker den Tränen nahe: “Es ist sowas von absurd”.</p><p>Er schäme sich ausserdem “seit Jahrzehnten” für die heimischen Politikern und deren “Umgang mit dem Problem des Status Tibets”.</p><p>Bundespräsident Fischer trifft nicht auf den Dalai Lama</p><p>Einen Seitenhieb gab es für Bundespräsident Heinz Fischer, der als “deklarierter Freund Chinas”, wie ihn der Sänger nannte, ein Treffen mit dem Dalai Lama verweigere. Es wäre ihm lieber, wenn sich der “Bundespräsident einbringen würde”, er sitze hier, weil es Fischer nicht tue, so von Goisern.</p><p>Elisabeth Zimmermann, Obfrau von Save Tibet, erwähnte in diesem Zusammenhang ihre “frustrierende und eigentlich beschämende Korrespondenz” mit dem Staatsoberhaupt im Zuge des Besuches, aber auch anlässlich der Selbstverbrennungen von tibetischen Mönchen. Ihre Organisation habe Fischer mehrmals aufgefordert, den Dalai Lama im Rahmen seines Wien-Besuches (25. bis 27. Mai) zu treffen, dieser habe jedoch “immer wieder abgelehnt”.</p><p>Öffentliche Kundgebung für Tibet am 26. Mai in Wien</p><p>Zahlreiche tibetische Organisationen, darunter die Tibeter Gemeinschaft in Österreich (TGÖ), Save Tibet und die Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft, organisieren am 26. Mai eine öffentliche “Europäische Solidaritätskundgebung für Tibet”, um ihre Forderungen an eine breite Öffentlichkeit und die Politik zu transportieren. Highlight der Veranstaltung ist eine Rede des tibetischen Oberhauptes sowie eine des tibetischen Exil-Premiers Lobsang Sangay. Zudem wird Hubert von Goisern auftreten. Auch einige Politiker seien eingeladen worden, um öffentlich zu sprechen; Namen wollte das Organisationskomitee jedoch noch keine nennen.</p><p>Neben der “verstärkten internationalen Aufmerksamkeit” nannte Migmar Raith, Mitglied des Organisationskomitees und Präsident der Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft, die Schaffung eines EU-Sonderkoordinators für tibetische Angelegenheiten als eine weitere Forderung.</p><p>Laut einem Bericht der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) betreffen die Hauptprobleme in Tibet die Situation der Nomaden (fast die Hälfte aller in Tibet lebenden, Anm.), die von der chinesischen Regierung “ghettoisiert und zwanghaft angesiedelt” werden, aber auch die Religionsfreiheit habe insbesondere in Osttibet (ausserhalb der derzeitigen Autonomen Region Tibet, Anm.) stark abgenommen.</p><p> </p><p>Seit Monaten verfolgen der GSTF-Vorstand mit grosser Bestürzung und Trauer die derzeitigen Entwicklungen in Tibet.</p><p>Auf das brutale Vorgehen der chinesischen Sicherheitskräfte (willkürliche Verhaftungen und Erschiessungen, Umerziehungsmethoden, Isolierung von der Aussenwelt) haben die westlichen Regierungen nur zaghaft reagiert. Die Berichterstattungen der westlichen Medien waren kläglich.</p><p>Die GSTF und der VTJE haben es darum als dringlich erachtet, eine <a href="http://www.europefortibet.com" target="_blank">europäische Solidaritätsveranstaltung für Tibet </a>zu organisieren.</p><p>Wir freuen uns darüber, dass Seine Heiligkeit der Dalai Lama die Kundgebung mit seiner Anwesenheit beehren wird. Kalon Tripa Lobsang Sangay hat ebenfalls zugesagt, an der Kundgebung eine Ansprache im Namen der tibetischen Zentralverwaltung zu halten.</p><p>Die Planung und Umsetzung der Solidaritätskundgebung wird in den nächsten Tagen in die Hand genommen. Der GSTF-Vorstand wird laufend informieren.</p><p>Also schon mal den 26. Mai 2012 zu reservieren.<br /> Böd Gyalo!!</p><p> </p><p><span style="color: #ff0000;"><strong>Medienmitteilung der Gesellschaft für bedrohte Völker</strong></span></p><p><span style="color: #ff0000;"><strong>Vor dem Europabesuch des Dalai Lama: Neuer GfbV-Bericht dokumentiert dramatische Menschenrechtslage in Tibet</strong></span></p><p>Bern/Göttingen, 10. Mai 2012</p><p>Anlässlich des bevorstehenden Europa-Besuchs des Dalai Lama und der Europäischen Solidaritätskundgebung für Tibet veröffentlicht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) heute Donnerstag einen neuen Hintergrundbericht zur Menschenrechtslage in Tibet. Die Menschenrechtsaktivistin Bianca Jagger wird den Report am Mittag der britischen Regierung in London übergeben. Europa wird darin eindringlich zum Handeln aufgefordert.</p><p>Das religiöse Oberhaupt der Tibeter, der Dalai Lama, kommt am 16. Mai nach Europa. Er wird Slowenien, Österreich, und Grossbritannien besuchen und um mehr Hilfe für Tibet bitten. Ein neuer Hintergrundbericht der GfbV legt die Dringlichkeit der benötigten Hilfe schonungslos dar. Der Report dokumentiert die permanente Einmischung der Kommunistischen Partei in Fragen des tibetischen Buddhismus, die Zwangsansiedlung von bis zu zwei Millionen Nomaden, die Niederschlagung des Protests gegen umstrittene Bergbauprojekte, die systematische Verdrängung der tibetischen Sprache sowie unfaire Gerichtsverfahren.</p><p>Als besonderes Alarmzeichen bewerten die Autoren des Reports die wachsende Zahl von Selbstverbrennungen von Tibetern, die aus Protest gegen Chinas Tibet-Politik den Freitod wählen. Mindestens 35 Tibeterinnen und Tibeter legten bereits Hand an sich, 27 Menschen starben bei den Selbstmordversuchen.</p><p>Die bekannte und mehrfach ausgezeichnete Menschenrechtsaktivistin Bianca Jagger, welche seit vielen Jahren für Menschenrechtsorganisationen tätig ist, übergibt den Hintergrundbericht heute Donnerstag der britischen Regierung in London. Nachdrücklich werden die Regierungen Europas darin aufgefordert, eine europäische Delegation nach Tibet zu entsenden und einen Tibet-Koordinator der EU einzusetzen.</p><p>Diese Schritte sind dringend angebracht, da seit Frühjahr 2008 die Menschenrechtsverletzungen in Tibet dramatisch eskaliert. 1134 Tibeterinnen und Tibeter wurden aus politischen Gründen festgenommen, wobei 527 Häftlinge nach wie vor unter schwierigsten Bedingungen festgehalten werden. Die Apelle des UNO-Komitees gegen Folter, welche China aufforderten, die Menschenrechte der Inhaftierten zu wahren, verhalten leider ohne eine Wirkung zu erzielen. Europa steht deswegen umso stärker in der Pflicht, seine Verantwortung wahrzunehmen.</p><p>Weitere Informationen: Ulrich Delius, GfbV-Asienspezialist, Tel. ++49 160 95 67 14 03</p><p> </p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/05/20/samstag-26-mai-2012-europaische-solidaritatsveranstaltung-fur-tibet-in-wien/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>7</slash:comments> </item> <item><title>Dalai Lama in Europa: China empört über Treffen mit Premier Cameron</title><link>http://tibetfocus.com/2012/05/15/dalai-lama-in-europa-china-emport-uber-treffen-mit-premier-cameron/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/05/15/dalai-lama-in-europa-china-emport-uber-treffen-mit-premier-cameron/#comments</comments> <pubDate>Tue, 15 May 2012 05:03:31 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[Dalai Lama]]></category> <category><![CDATA[News]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8920</guid> <description><![CDATA[Focus, 15.5.12 - China kritisiert das Zusammentreffen des britischen Premiers Cameron mit dem Dalai Lama. Das geistliche Oberhaupt erhielt in London den weltweit höchst dotierten Templeton-Preis für seine spirituellen Verdienste. Das Treffen zwischen Cameron und dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter sei eine „schwerwiegende Einmischung in die inneren Angelegenheiten“ Chinas und ein „Affront für das chinesische [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Focus, 15.5.12 -</p><p>China kritisiert das Zusammentreffen des britischen Premiers Cameron mit dem Dalai Lama. Das geistliche Oberhaupt erhielt in London den weltweit höchst dotierten Templeton-Preis für seine spirituellen Verdienste.</p><p>Das Treffen zwischen Cameron und dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter sei eine „schwerwiegende Einmischung in die inneren Angelegenheiten“ Chinas und ein „Affront für das chinesische Volk“, sagte der chinesische Aussenamtssprecher Hong Lei am Dienstag in Peking. Cameron war mit dem Dalai Lama zusammengekommen, bevor dieser in London für seinen Beitrag zur Spiritualität mit dem hochdotierten Templeton-Preis ausgezeichnet wurde (rund 1,25 Millionen Euro).</p><p>Die chinesische Regierung protestiert regelmässig, wenn der Dalai Lama von anderen Regierungen empfangen wird. Das Treffen Camerons mit dem Dalai Lama am Montag, an dem auch Camerons Stellvertreter Nick Clegg teilnahm, war protokollarisch nicht als offizieller Empfang eingestuft. Dennoch forderte der chinesische Aussenamtssprecher Grossbritannien auf, den entstandenen „Schaden“ wieder gut zu machen. Die Preisverleihung an den Dalai Lama erfolgte vor mehr als 2000 Menschen in der Londoner St. Paul´s Kathedrale. Das Treffen mit Cameron und Clegg fand zuvor statt.</p><p>Der Dalai Lama lebt seit 1959 in Indien im Exil. China wirft dem geistlichen Oberhaupt vor, von dort aus die Abspaltung Tibets von China zu betreiben. Seit Anfang 2011 zündeten sich 34 Tibeter, viele von ihnen buddhistische Mönche und Nonnen, selbst an, um gegen die chinesische Herrschaft in Tibet zu protestieren. Peking hatte Tibet 1951 besetzt.</p><p>Rheinische Post, 14.5.12 — 1,4-Millionen-Euro-Auszeichnung: Dalai Lama mit Templeton-Preis ausgezeichnet</p><p>London (RPO). Der Dalai Lama ist am Montag in London für seinen Beitrag zur Spiritualität mit dem hochdotierten Templeton-Preis ausgezeichnet worden.</p><p>Das geistliche Oberhaupt der Tibeter habe die mit 1,1 Millionen Pfund (1,4 Millionen Euro) dotierte Auszeichnung für seine Förderung “ernsthafter wissenschaftlicher Untersuchungen der Kraft des Mitgefühls” erhalten, erklärten die Organisatoren. Der 76-jährige Mönch kündigte an, 1,16 Millionen Euro für die Arbeit der Kinderhilfsorganisation Save the Children in Indien zu spenden.</p><p>“Unsere echte Hoffnung ist die junge Generation. Wenn wir sie richtig erziehen, wird sie die ganze Welt ändern”, sagte der Dalai Lama bei der Preisverleihung vor mehr als 2000 Menschen in der Londoner St. Pauls Kathedrale. Rund 155.000 Euro will er an das Mind and Life Institute spenden, das eine engere Vernetzung von Wissenschaft und Spiritualität fördert. Die restlichen 77.000 Euro sollen zur Ausbildung tibetischer Mönche verwendet werden.</p><p>Vor der Preisverleihung hatte sich der Dalai Lama mit dem britischen Premier David Cameron und seinem Vize Nick Clegg zu einem “privaten” Gespräch getroffen, wie ein Regierungssprecher mitteilte. China protestiert regelmässig dagegen, wenn der Dalai Lama von westlichen Regierungen empfangen wird. Peking hatte Tibet 1951 besetzt und annektiert, woraufhin der Dalai Lama 1959 zur Flucht ins indische Exil gezwungen war. Der 76-Jährige gab vergangenes Jahr seine politischen Funktionen auf.</p><p>Wiener Zeitung, 15.5.12 — Der 14. Dalai Lama kommt zu seinem bisher längsten Besuch nach Österreich</p><p>Hoher Besuch aus Tibet — Politisch und sicherheitstechnisch heikel: Verstimmung mit China möglich.</p><p>Er lernte mit Heinrich Harrer, verhandelte mit China, er flüchtete nach Indien. Am Donnerstag kommt Tenzin Gyatso, der 14. Dalai Lama, nach Österreich. Auf seiner bisher längsten Tour durch Österreich wird er zunächst eine zweitägige Unterweisung in Klagenfurt halten, es folgen ein Besuch im Tibetzentrum in Hüttenberg, der Heimatgemeinde Heinrich Harrers, sowie Vorträge in Klagenfurt und Salzburg. Am Freitag, den 25. Mai, referiert er in der Wiener Stadthalle über das Thema Ethik jenseits von Religion, am Samstag darauf debattiert er unter anderem mit dem Quantenphysiker Anton Zeilinger im Audimax der Uni Wien. Für den Vortrag in der Stadthalle gab es am Dienstag noch Karten.</p><p>Der heute 76-jährige Tenzin Gyatso hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Er wurde Anfang 1940 im Alter von vier Jahren als 14. Dalai Lama — der Linienhalter der Gelug-Schule des tibetischen Buddhismus — inthronisiert. Bereits im Alter von 15 Jahren übernahm er angesichts der angespannten politischen Situation auch die weltliche Führerschaft in Tibet. Nach dem Einmarsch der maoistischen Truppen in Tibet 1950 versuchte er noch, die Lage zu kalmieren — unter anderem stimmte er einem Abkommen zu, mit dem Tibet zwar innenpolitische Autonomie und Religionsfreiheit zugesichert werden sollte, aber China die aussen– und wirtschaftspolitische Entscheidungsgewalt bekam. 1959 brach in der tibetischen Hauptstadt Lhasa ein Aufstand gegen die chinesischen Machthaber aus, den diese mit blutiger Gewalt niederschlugen. Der Dalai Lama flüchtete ins nordindische Dharamsala, wo seither die tibetische Exilregierung residiert. Kern seiner Politik — erst 2011 wurde er als Kopf der Exilregierung von dem Juristen Lobsang Sangay abgelöst — war es immer, mit friedlichen Mitteln die tibetische Autonomie wiederzuerlangen. 1989 erhielt er den Friedensnobelpreis.</p><p>Fischer hat keine Zeit<br /> Der Besuch des Dalai Lama in Österreich ist wegen des gespannten Verhältnisses zwischen Tibet und China sowohl politisch wie auch sicherheitstechnisch heikel. Bereits 2007 hatte ein Empfang beim damaligen Bundeskanzler Alfred Gusenbauer eine mehrmonatige diplomatische Eiszeit zwischen China und Österreich ausgelöst. Diesmal hiess es etwa aus der Präsidentschaftskanzlei, es seien — wie schon bei seinen beiden letzten Besuchen — keine Termine Heinz Fischers mit dem Dalai Lama vorgesehen. Kanzler Werner Faymann und Aussenminister Michael Spindelegger wollen ihn, wie auch Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz, sehr wohl treffen.</p><p>Was seine Sicherheit betrifft, so erhält er denselben Schutz wie ein Staatschef. Am Wochenende sprach er in einem Interview von Anschlagsplänen Chinas.</p><p>In Österreich leben 300 Tibeter — am 26. Mai gibt es eine Kundgebung unter dem Motto “Für Gerechtigkeit, Recht und Gewaltlosigkeit” auf dem Heldenplatz.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/05/15/dalai-lama-in-europa-china-emport-uber-treffen-mit-premier-cameron/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Neues Videoclip: Der tragische Tod und die letzte Botschaft der drei Feueropfer aus Dzamthang</title><link>http://tibetfocus.com/2012/05/14/neues-videoclip-der-tragische-tod-und-die-letzte-botschaft-der-drei-feueropfer-aus-dzamthang/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/05/14/neues-videoclip-der-tragische-tod-und-die-letzte-botschaft-der-drei-feueropfer-aus-dzamthang/#comments</comments> <pubDate>Mon, 14 May 2012 12:51:59 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[News]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8931</guid> <description><![CDATA[tibet.net, 9. Mai 2012 - Ein neues Videoclip, das uns aus Tibet erreichte, zeigt die tragischen Szenen, wie sich drei junge Tibeter selbst verbrennen, und bringt die Tonaufnahme ihrer letzten Wünsche, was die Wiedererlangung der Freiheit und die Erhaltung der tibetischen Identität und Kultur unter der repressiven Politik der chinesischen Regierung sind. Das Filmmaterial zeigt [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>tibet.net, 9. Mai 2012 -<br /> Ein neues Videoclip, das uns aus Tibet erreichte, zeigt die tragischen Szenen, wie sich drei junge Tibeter selbst verbrennen, und bringt die Tonaufnahme ihrer letzten Wünsche, was die Wiedererlangung der Freiheit und die Erhaltung der tibetischen Identität und Kultur unter der repressiven Politik der chinesischen Regierung sind.</p><p><iframe width="425" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/MdjEDm6zH6g?autoplay=1&amp;hd=1" frameborder="0"></iframe></p><p>Das Filmmaterial zeigt auch die friedlichen Demonstrationen vom Januar 2012 in Dzamthang, Ngaba, bei der Ogyen, ein 20jähriger Jugendlicher aus der Ortschaft Barma, den Polizeischüssen zum Opfer fiel.</p><p>Danach sieht man ein Bild von Nangdrol, der sich am 19. Februar 2012 verbrannte, sowie ein Foto von nachher und das Schriftstück mit seinem letzten Willen.</p><p>Namdrol betonte, dass er sein Leben wegen des unerträglichen Leidens unter der repressiven Politik der chinesischen Regierung dem Feuer übergebe. Er rief auch alle Tibeter auf, ihre Identität zu bewahren, in Einheit und Harmonie zu leben und betete dann für das lange Leben des Dalai Lama.</p><p>Danach folgen die Aufnahmen von Sonam und Choephag Kyab, die sich am 19. April 2012 in Brand setzten. Sie hinterliessen eine Tonaufnahme ihrer letzten Wünsche. Sie sagten, dass sie sich für die Wiederherstellung der Freiheit in Tibet und für den Weltfrieden verbrennen würden. Sie meinten, das Leiden des tibetischen Volkes sei viel grösser als die Tragödie, dass sie ihren Körper in Brand setzten. Choephag Kyab und Sonam besuchten eine staatliche Minderheitenschule, deren Ort nicht bekannt ist.</p><p>Hier folgt die Übersetzung des letzten Wunsches von Nangdrol, ehe er sich am 19. Februar 2012 selbst verbrannte:</p><p>“Mit hoch erhobenem Kopf, mit nicht nachlassender Loyalität und Mut,<br /> wende ich, Nangdrol, mich dankbar an meine Eltern, Geschwister und Verwandten,<br /> während ich, um des tibetischen Volkes willen, dem ich Dank schulde, mein Leben dem Feuer anheim gebe.</p><p>Ihr Männer und Frauen Tibets,<br /> ich hoffe, Ihr werdet alle Eintracht und Harmonie bewahren,<br /> Ihr solltet tibetische Kleidung tragen, weil Ihr Tibeter seid.</p><p>Ausserdem müsst Ihr Tibetisch sprechen,<br /> vergesst nie, dass Ihr Tibeter seid,<br /> Ihr solltet voller Liebe und Erbarmen sein, weil Ihr Tibeter seid!</p><p>Haltet Eure Eltern in Ehren,<br /> bewahrt Einheit und Harmonie unter Euresgleichen,<br /> seid barmherzig zu den Tieren, nehmt keinem Lebewesen sein Leben!</p><p>Möge Seine Heiligkeit der Dalai Lama, Tenzin Gyatso, zehntausend Jahre leben,<br /> mögen die Lamas und Tulkus des Schneelandes Tibets zehntausend Jahre leben!</p><p>Möge das tibetische Volk von Chinas bösartiger Herrschaft befreit werden!</p><p>Unter Chinas bösartiger Herrschaft ist das Leiden unermesslich<br /> dieses Leiden ist wahrhaft unerträglich,<br /> dies bösartige China hat Tibet besetzt,<br /> es ist nicht möglich, unter solch üblem Regime zu leben.</p><p>Das bösartige China, das ohne Liebe und Mitgefühl ist,<br /> überzieht uns mit unerträglichen Schlägen und Leid,<br /> um am Ende Tibet gänzlich zu vernichten.</p><p>Möge Seine Heiligkeit der Dalai Lama, Tenzin Gyatso, zehntausend Jahre lang leben!”</p><p>Hier folgt die Übersetzung der gemeinsamen Erklärung oder des letzten Willens von Choephel Kyab und Sonam, ehe sie sich am 19. April 2012 den Flammen anheimgaben:</p><p>“Die tibetische Nationalität ist verschieden von anderen, denn sie hat ihre eigene Religion und Kultur. Sie ist auch einzigartig, weil sie Liebe und Mitgefühl lehrt und sich dem Wohl der anderen widmet.</p><p>Das tibetische Volk wird jedoch gewaltsam von China besetzt gehalten und unterdrückt. Das tibetische Volk leidet, denn ihm werden die fundamentalen Menschenrechte versagt. Um der Wiederherstellung der Freiheit in Tibet und des Weltfriedens willen setzen wir uns in Flammen. Das Leiden des tibetischen Volkes infolge der Verweigerung seiner Freiheit ist viel grösser als die Tragödie der Verbrennung unserer Körper.</p><p>An unsere liebevollen Eltern, Verwandte und Geschwister: Es heisst nicht, dass wir keine Zuneigung für Euch empfänden oder von Euch scheiden wollten, es heisst nicht, dass wir unser Leben nicht liebten. Mit gesundem Geist und Verstand — beide sind wir bei gesundem Geist und Verstand — verbrennen wir uns um der Wiedererlangung der Freiheit in Tibet willen, für das Gedeihen der Lehre des Buddha und um des Glückes der Menschheit und des Weltfriedens willen.</p><p>Deshalb solltet Ihr unsere letzten Wünsche achten. Ihr solltet nichts unternehmen, wenn wir in chinesische Gefangenschaft geraten. Zutiefst wünschen wir, dass kein einziger Tibeter wegen uns zu Schaden komme.</p><p>Wenn es Euch leid um uns ist, dann folgt dem Ratschlag der gelehrten Khenpos und Tulkus! Wenn Ihr unsere Kultur und Tradition in der richtigen Weise lebendig erhaltet und in Eintracht lebt, dann erfüllen sich unsere Wünsche. Innig hoffen wir, dass unsere letzten Wünsche in Erfüllung gehen mögen.”</p><p>Falls es in dem Wortlaut Ungereimtheiten geben sollte, so ist die <a href="http://www.flexform.de/ppszbfhc" target="_blank">tibetische Version massgeblich</a>.</p><p>Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Angelika Mensching<br /> Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)<br /> Arbeitsgruppe München</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/05/14/neues-videoclip-der-tragische-tod-und-die-letzte-botschaft-der-drei-feueropfer-aus-dzamthang/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Gemeinsames Zeichen für die Solidaritätskundgebung in Wien</title><link>http://tibetfocus.com/2012/05/02/gemeinsames-zeichen-fur-die-solidaritatskundgebung-in-wien/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/05/02/gemeinsames-zeichen-fur-die-solidaritatskundgebung-in-wien/#comments</comments> <pubDate>Wed, 02 May 2012 13:05:51 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[News]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8873</guid> <description><![CDATA[Die Sektion Zürich der GSTF möchte ein gemeinsames Auftreten umsetzen. Karin Hutter hat dafür ein Shirt kreiert, welches die Bedeutsamkeit des gesamten Anlasses und der damit verbunden Thematik einfängt. Natürlich sollten alle Interessierten ebenfalls die Möglichkeit erhalten, eines dieser Shirts zu beziehen. Es handelt sich um klassische Männer T-Shirts oder taillierte Damenshirts, erhältlich je in [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Die Sektion Zürich der GSTF möchte ein gemeinsames Auftreten umsetzen. Karin Hutter hat dafür ein Shirt kreiert, welches die Bedeutsamkeit des gesamten Anlasses und der damit verbunden Thematik einfängt.</p><p>Natürlich sollten alle Interessierten ebenfalls die Möglichkeit erhalten, eines dieser Shirts zu beziehen. Es handelt sich um</p><p>klassische Männer T-Shirts</p><p>oder taillierte Damenshirts,</p><p>erhältlich je in den Grössen S, M, L oder XL .</p><p>Preis pro Shirt für GSTF-Mitglieder CHF 35 und CHF 45 für alle andern (exklusiv allfällige Versandkosten).<br /> Alle Shirts sind selbstverständlich Fairtrade!</p><p><a href="http://tibetfocus.com/2012/05/02/gemeinsames-zeichen-fur-die-solidaritatskundgebung-in-wien/t-shirt-gross/" rel="attachment wp-att-8886"><img class="aligncenter size-full wp-image-8886" title="T-Shirt Kundgebung" src="http://tibetfocus.com/wp-content/uploads/2012/04/t-shirt-gross.jpg" alt="" width="600" height="400" /></a></p><p> </p><p>Die bestellten Shirts werden für die Anwesenden der Kundgebung direkt in Wien an Euch weitergegeben. Für diejenigen die leider nicht nach Wien kommen können, besteht logischerweise<br /> ebenfalls die Möglichkeit Shirts zu bestellen.</p><p>Wer nun also Interesse hat, den bitte ich bis Donnerstag Abend eine Mail an <a href="mailto:&#116;i&#122;%69&#97;%6e&#46;&#115;%74&#101;&#99;h%65&#114;&#64;&#104;&#111;&#116;&#109;%61i&#108;.c&#111;m">tizian.stecher@hotmail.com</a> mit folgenden Angaben zu schicken:<br /> Name und wenn möglich Handynummer<br /> Männer T-Shirt oder tailliertes Damen T-Shirt<br /> Grösse S,M,L, XL und jeweilige Anzahl Shirts<br /> Annahme in Wien oder via Sektion<br /> Adresse</p><p>Bei Rückfragen ist Tizian Stecher auf 079 851 1889 erreichbar</p><p>Sektionsleitung GSTF ZH</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/05/02/gemeinsames-zeichen-fur-die-solidaritatskundgebung-in-wien/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Erneut Tibetischer Sänger in Jyekundo (Yushul) festgenommen: Lo Lo</title><link>http://tibetfocus.com/2012/05/01/erneut-tibetischer-sanger-in-jyekundo-yushul-festgenommen-lo-lo/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/05/01/erneut-tibetischer-sanger-in-jyekundo-yushul-festgenommen-lo-lo/#comments</comments> <pubDate>Tue, 01 May 2012 20:33:41 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[News]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8854</guid> <description><![CDATA[tchrd.org, 24. April 2012 - Die Polizei im Dorf Dhomda, Bezirk Trindu (chin. Chengduo), TAP Jyekundo (chin. Yushu), Provinz Qinghai, hat einen bekannten tibetischen Sänger festgenommen, weil er Lieder politischen Inhaltes gesungen hatte. Am 19. April wurde der 29jährige Sänger Lo Lo von der Ortspolizei abgeführt. Einige Monate zuvor hatte er ein Musikalbum mit dem [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>tchrd.org, 24. April 2012 -</p><p>Die Polizei im Dorf Dhomda, Bezirk Trindu (chin. Chengduo), TAP Jyekundo (chin. Yushu), Provinz Qinghai, hat einen bekannten tibetischen Sänger festgenommen, weil er Lieder politischen Inhaltes gesungen hatte.</p><p>Am 19. April wurde der 29jährige Sänger Lo Lo von der Ortspolizei abgeführt. Einige Monate zuvor hatte er ein Musikalbum mit dem Titel „Hoch mit der tibetischen Fahne, Kinder des Schneelandes!“ herausgebracht. Das Album enthält 14 Lieder, in denen es um die tibetische Unabhängigkeit, die Einheit des tibetischen Volkes und die Rückkehr Seiner Heiligkeit des Dalai Lama nach Tibet geht.</p><p><iframe width="425" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/BBK0LJEM5jQ?autoplay=1&amp;hd=1" frameborder="0"></iframe></p><p>Titellied:<br /> „Damit das Erbe der tibetischen Unabhängigkeit nicht verloren geht, Ihr der chinesisch-kommunistischen Macht durch den wahren Mittleren Weg widerstehen könnt, erhebt, Ihr Kinder des Schneelandes, die tibetische Fahne!</p><p>Damit die schneeweise Liebe zu eurem Land wachsen kann, damit Ihr die vollständige Unabhängigkeit, die wahre Natur des tibetischen Kampfes wiedererlangt, Kinder des Schneelandes, erhebt die tibetische Fahne!</p><p>Damit unser Erretter zurückkehren kann, damit die Tibeter im Lande und in der Ferne wieder vereint sein können, müssen wir unser Leben einsetzen, Kinder des Schneelandes, erhebt die tibetische Fahne!</p><p>Damit der Verlust so vieler Leben tibetischer Helden nicht umsonst war, Kinder des Schneelandes, erhebt die tibetische Flagge!“</p><p>Über seinen derzeitigen Aufenthaltsort oder seine Lage ist nichts bekannt. Die Festnahme des Sängers Lo Lo fügt sich in die Welle der Verfolgung tibetischer Intellektueller, Schriftsteller, Künstler und Filmemacher. Seit 2008 sind Tibeter, die sich für die nationale Identität und Kultur einsetzen, zur Zielscheibe heftiger staatlicher Angriffe geworden.</p><p>Mitte Februar wurde ein anderer populärer tibetischer Sänger, Urgyen Tenzin, festgenommen, weil er in seinen Liedern den Dalai Lama und den Kalon Tripa Dr. Lobsang Sangay gepriesen hatte (1).</p><p>(1) 4. April 2012, „Populärer tibetischer Sänger wegen einer dem Dalai Lama gewidmeten Liederserie zu zwei Jahren verurteilt“,</p><p>http://www.igfm-muenchen.de/tibet/RFA/2012/UrgyenTenzin_4.4.html</p><p>Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Angelika Mensching<br /> Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/05/01/erneut-tibetischer-sanger-in-jyekundo-yushul-festgenommen-lo-lo/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>2</slash:comments> </item> <item><title>Dalai-Lama-Nachfolger: “Die Politik ist nicht mein Weg”</title><link>http://tibetfocus.com/2012/04/27/dalai-lama-nachfolger-die-politik-ist-nicht-mein-weg/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/04/27/dalai-lama-nachfolger-die-politik-ist-nicht-mein-weg/#comments</comments> <pubDate>Thu, 26 Apr 2012 22:24:41 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[News]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8833</guid> <description><![CDATA[Die Zeit, 25.4.12 — (Der Karmapa, tf-Red.) Urgyen Trinley Dorje wurde auserwählt, das religiöse Erbe des Dalai Lama anzutreten. Nun kommt er das erste Mal nach Europa. Imke Vidal hat ihn in Neu-Delhi getroffen. Raschen Schrittes, wie ein vielbeschäftigter Geschäftsmann, durchquert der Karmapa die Lobby eines Luxushotels in Neu-Delhi. Eskortiert von Sicherheitsbeamten und Mönchen, vorbei [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Die Zeit, 25.4.12 — (Der Karmapa, tf-Red.) Urgyen Trinley Dorje wurde auserwählt, das religiöse Erbe des Dalai Lama anzutreten. Nun kommt er das erste Mal nach Europa. Imke Vidal hat ihn in Neu-Delhi getroffen.</p><p>Raschen Schrittes, wie ein vielbeschäftigter Geschäftsmann, durchquert der Karmapa die Lobby eines Luxushotels in Neu-Delhi. Eskortiert von Sicherheitsbeamten und Mönchen, vorbei an seinen Anhängern, die sich ehrfurchtsvoll erheben. Der Karmapa – so lautet der Name seines hohen Priesteramtes – trägt ein rot-orangenes Gewand wie der Dalai Lama, dessen Nachfolger er bald werden soll. Er ist jung, 25 Jahre alt, seine Eile verbirgt Unsicherheit angesichts der ausländischen Gäste, die sich unter den Wartenden befinden.</p><p>Kaum hat er sich auf dem modernen Ledersessel in der Lobby niedergelassen, knien ein taiwanesischer Buddhist und sein indischer Freund vor ihm nieder. Sie legen sich flach auf den Bauch, berühren den Boden mit der Stirn, die Hände wie zum Gebet zusammengelegt vor sich ausgestreckt. Immerhin ist der Mann vor ihnen der dritthöchste Geistliche des tibetischen Buddhismus – ein Heiliger! Das verlangt auch dem hinduistischen Inder allen Respekt ab.</p><p>Der Dalai Lama hält viel von dem jungen Mönch. Niemandem widmet er mehr Zeit. Sein politisches Führungsamt hat er im vergangenen Jahr in die Hände des Harvard-Professors Lobsang Sangay gelegt, der nun die tibetische Exilregierung führt. Doch wenn sich der Dalai Lama, wie angekündigt, von all seinen Ämtern zurückgezogen hat, wird es die Aufgabe des Karmapa sein, der tibetischen Lehre Autorität zu verleihen.</p><p>Es gibt keine andere Wahl. Ein neuer Dalai Lama müsste erst wieder per altem Brauch, der im indischen Exil kaum durchführbar ist, als kleines Kind zu seiner Aufgabe bestimmt werden. Der zweithöchste Heilige, der Panchen Lama, wurde einst von der chinesischen Regierung durch einen parteigenehmen Platzhalter ersetzt. Hierarchisch an dritter Stelle steht der Karmapa. Er wird nun darauf vorbereitet, ein weltweit respektierter Geistlicher zu sein. Doch die Rollen sind neu verteilt: Die Politik soll der Dalai-Lama-Schüler anderen überlassen. “Bitte keine politischen Fragen an seine Heiligkeit!”, sagt sein ständiger Sicherheitsbeamter.</p><p>“China kann sich nicht von mir abwenden”</p><p>Sein bürgerlicher Name ist Urgyen Trinley Dorje. Er stammt aus Osttibet, wo er seine frühe Kindheit als Sohn einfacher Nomaden verbrachte. Mit sieben Jahren wurde er als Wiedergeburt des 16. Karmapa entdeckt, in die Obhut des höchsten Klosters in Lhasa übergeben und dort nach tibetisch-buddhistischer Tradition erzogen. Doch seine Erziehung ist auch eine chinesische. Das zeigt sich noch heute: Mit seinem taiwanesischen Schüler spricht er in Delhi auf Chinesisch. Ohne Dolmetscher. Fürs Englische bemüht er dagegen einen Übersetzer.</p><p>Die chinesische Regierung stimmte damals seiner Ernennung zum Karmapa zu – eine Sensation, wurde er doch nicht von der KP Chinas, sondern von tibetischen Mönchen auserwählt. Erst danach gibt auch der Dalai Lama im Exil bekannt, Urgyen Trinles Dorje als Karmapa anzuerkennen. Ein kluger Schachzug, denn nun stellt der Karmapa eine Verbindung her zwischen der Regierung in Peking und ihrem Feind im Exil, dem Dalai Lama.</p><p>“Meine Anerkennung in China war zwar ein Durchbruch”, sagt der Karmapa. Doch andererseits würde die chinesische Regierung deshalb noch lange nicht seine Funktion respektieren: “Was heisst schon Anerkennung?” fragt er und fürchtet, dass es kaum mehr als ein Lippenbekenntnis war. Doch immerhin, die Chinesen müssten zu ihrem Wort stehen: “China kann sich nicht von mir abwenden, sonst würde die Regierung ihr Gesicht verlieren.”</p><p>Allmählich schwindet seine Nervosität. Er spricht wohlüberlegt und lässt sich Zeit für seine Antworten. Das verschmitzte Lächeln des Dalai Lama ist ihm nicht zu eigen. Er lacht selten, aber wenn, dann natürlich und ungezwungen.</p><p>Im Dezember 1999 gelang dem Karmapa die lebensgefährliche Flucht über den Himalaya nach Indien. Über die Flucht denkt er heute nicht ohne Zwiespalt. Familie, Heimat, das vertraute Kloster hinter sich zu lassen und das eigene Leben zu riskieren, das alles sei ein Opfer gewesen, betont er. Aber es habe die Gefahr bestanden, dass er zur politischen Marionette der chinesischen Regierung werde. Indien dagegen war für ihn das gelobte Land: Hier lebt der Dalai Lama, hier dürfen die Tibeter ihre Religion frei ausüben, was ihnen in China verboten ist.</p><p>Doch in Indien wird er nach seiner Flucht misstrauisch empfangen. Trotz aller Gefahren kam dem indischen Geheimdienst die Flucht zu einfach vor. Nach stundenlangem Verhör vermutet man gar einen chinesischen Spion in dem damals 14-Jährigen. Er habe immer die Wahrheit gesagt und auch die Missstände in China kritisiert, sagt er. Aber er sei rhetorisch kein Hardliner. Und da er von chinesischer Seite nie offen kritisiert wurde, seien die Inder zum Teil bis heute der Meinung, er müsse ein Spion Pekings sein.</p><p>“Man muss das Verhalten Chinas im historischen Kontext sehen”</p><p>Der Karmapa ist ehrlich empört. “Es gibt keine grössere Beleidigung für einen Tibeter, als ihn einen Spion Chinas zu nennen!” Er ist enttäuscht, das ist deutlich zu spüren, auch weil der Alltag im Exil mühsam ist. Er darf sich nicht frei bewegen, muss jede Reise anmelden. Wer ihn treffen will, muss sich mit einer Passkopie registrieren.</p><p>“Wir Buddhisten glauben nicht an das rein Gute oder Böse. Man muss das Verhalten Chinas im historischen Kontext sehen. Die Kulturrevolution war eine schwere Zeit, auch für die Chinesen”, sagt er und verwickelt sich am Ende doch noch in die Politik. Er will China nicht entschuldigen. Aber er weiss: “Der Tibet-Konflikt muss zwischen China und Tibet gelöst werden. Das geht nur, wenn das Misstrauen und die gegenseitigen Vorwürfe aufhören.”</p><p>Ist er also doch Politiker? Kann ein von China anerkannter Karmapa nicht bald zur wichtigsten Figur im Tibet-Konflikt werden? “Die Politik ist nicht mein Weg”, entgegnet er. “Aber ausserhalb der Politik gibt es viele Möglichkeiten der Einflussnahme.” Vielleicht ist das sein Weg: ein Dialog jenseits der Politik, um die Tibeter ihrem Ziel, der Autonomie innerhalb Chinas, näher zu bringen. Vielleicht ist der Karmapa, der in China nicht nur das Böse sieht, der richtige Vermittler. Ihm könnte China zuhören. Und sei es nur, um das Gesicht zu wahren.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/04/27/dalai-lama-nachfolger-die-politik-ist-nicht-mein-weg/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Zwei junge Tibeter verbrennen sich in Dzamthang und sterben. Die Zahl der Tibeter, die sich seit Februar 2009 selbst verbrannten, ist nun auf 35 gestiegen.</title><link>http://tibetfocus.com/2012/04/22/zwei-junge-tibeter-verbrennen-sich-in-dzamthang-und-sterben-die-zahl-der-tibeter-die-sich-seit-februar-2009-selbst-verbrannten-ist-nun-auf-35-gestiegen/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/04/22/zwei-junge-tibeter-verbrennen-sich-in-dzamthang-und-sterben-die-zahl-der-tibeter-die-sich-seit-februar-2009-selbst-verbrannten-ist-nun-auf-35-gestiegen/#comments</comments> <pubDate>Sun, 22 Apr 2012 12:34:54 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[News]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8812</guid> <description><![CDATA[rfa.org, tibetpost.net, 19. April 2012  - Zwei junge Tibeter, die Cousins sind, setzten sich am Nachmittag des 19. April aus Protest gegen Chinas Gewaltherrschaft in der Nähe des Klosters Jonang Gonchen im Bezirk Dzamthang in der Präfektur Ngaba, Provinz Sichuan, in Brand, wie Tsangyang Gyatso, der Vorsitzende der Buddhistischen Vereinigung Jonang, in Dharamsala bekanntgab. „Ortsansässige [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>rfa.org, tibetpost.net, 19. April 2012  -<br /> Zwei junge Tibeter, die Cousins sind, setzten sich am Nachmittag des 19. April aus Protest gegen Chinas Gewaltherrschaft in der Nähe des Klosters Jonang Gonchen im Bezirk Dzamthang in der Präfektur Ngaba, Provinz Sichuan, in Brand, wie Tsangyang Gyatso, der Vorsitzende der Buddhistischen Vereinigung Jonang, in Dharamsala bekanntgab.</p><p>„Ortsansässige Tibeter und Mönche versuchten die Flammen zu löschen und die beiden, die als Choephak Kyab, 20, und Sonam, um die 20, genannt wurden, wegzubringen. Beide erlagen aber ihren Verletzungen“.</p><p>Obwohl sofort paramilitärische Truppen eingesetzt wurden, gelang es den Umstehenden, die Körper der beiden an sich zu nehmen. Sie wurden in das Jonang Kloster in Dzamthang gebracht, wo die Mönche die Totengebete rezitierten.</p><p>„In sieben Fahrzeugen fuhren chinesische Sicherheitskräfte vor“, sagte Gyatso. Tibeter in Nähe hatten versucht, den beiden sofortige medizinische Hilfe zukommen zu lassen, doch sie erlagen ihren Brandverletzungen. Zuletzt hatte sich vor 20 Tagen am 30. März ein Tibeter verbrannt. Die Zahl der Tibeter, die sich seit Februar 2009 selbst verbrannten, um ein Ende der chinesischen Herrschaft und die Rückkehr des Dalai Lama zu fordern, ist nun auf 35 gestiegen.</p><p>Am 19. Februar, also vor zwei Monaten, hatte sich ein anderer junger Tibeter, Nangdrol, in Dzamthang in Flammen gesetzt und war gestorben (1).</p><p>Und am 26. Januar schoss die Polizei in eine Menge protestierender Tibeter, wobei sie den 20jährigen Studenten Urgyen tötete. Die Tibeter waren zusammengeströmt, um gegen die Festnahme eines anderen jungen Tibeters, Tarpa, zu protestieren. Dieser hatte am selben Tag Flugblätter verteilt, auf denen er schrieb, dass der Sinn der feurigen Proteste der Schrei nach Freiheit für Tibet und nach der Rückkehr des Dalai Lama sei, und dass sie solange weitergingen, bis diese Forderungen erfüllt würden (2).</p><p>Dzamthang ist einer von mindestens drei Bezirken in Sichuan, wo es im Januar zu heftigen Protestaktionen kam, die von den Behörden blutig niedergeschlagen wurden. Mindestens sechs Tibeter kamen dabei ums Leben und 60 weitere wurden teilweise schwer verletzt.</p><p>Hunderte von Mönchen aus den Klöstern Osttibets sind seit März letzten Jahres in Haft genommen worden. Die chinesischen Behörden steckten Dutzende von tibetischen Schriftstellern, Sängern und Pädagogen ins Gefängnis, weil diese die bürgerlichen Rechte und die tibetische nationale Identität geltend gemacht hatten.</p><p>Vor zwei Wochen sagte Seine Heiligkeit der Dalai Lama im Taiwanesischen Nachrichtensender „Next TV: „Ich glaube nicht, dass die tibetisch-buddhistische Kultur für dieses Problem verantwortlich ist, denn sie ist sehr friedlich, sehr mitfühlend…. Dieses Problem ist durch die totalitäre, blinde Politik entstanden, deshalb sollten diejenigen, die diese Politik verfolgen, ernsthaft über die Dinge nachdenken“.</p><p>Und Lobsang Sangay, das politische Oberhaupt der tibetischen Exilregierung, sagte im selben Fernsehkanal: „In Tibet tun sie dies, weil es keinen Raum mehr für andere Protestformen wie Hungerstreiks, Kundgebungen, Demonstrationen gibt. Was immer Tibeter tun, sofort sind die chinesischen Sicherheitskräfte da und nehmen sie fest, stecken sie hinter Gitter und zuweilen töten sie sie auch“.</p><p>(1) 20. Februar 2012, „<a href="http://www.igfm-muenchen.de/tibet/Phayul/2012/NangdrolZamthang_20.2.html" target="_blank">Körper von Nangdrol, der sich gestern verbrannte, eingeäschert, Tausende erweisen ihm die letzte Ehre</a>“</p><p>(2) 27. Januar 2012, „<a href="http://www.igfm-muenchen.de/tibet/Phayul/2012/Urgyen-Tharpa_28.1.html" target="_blank">Tibetischer Student, der seinen Freund schützen wollte, getötet</a>“</p><p>Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Angelika Mensching<br /> Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/04/22/zwei-junge-tibeter-verbrennen-sich-in-dzamthang-und-sterben-die-zahl-der-tibeter-die-sich-seit-februar-2009-selbst-verbrannten-ist-nun-auf-35-gestiegen/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Der populäre 25jährige tibetische Sänger Ugyen Tenzin nach Veröffentlichung einer dem Dalai Lama gewidmeten Liederserie festgenommen und zu zwei Jahren verurteilt</title><link>http://tibetfocus.com/2012/04/06/der-populare-25jahrige-tibetische-sanger-ugyen-tenzin-nach-veroffentlichung-einer-dem-dalai-lama-gewidmeten-liederserie-festgenommen-und-zu-zwei-jahren-verurteilt/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/04/06/der-populare-25jahrige-tibetische-sanger-ugyen-tenzin-nach-veroffentlichung-einer-dem-dalai-lama-gewidmeten-liederserie-festgenommen-und-zu-zwei-jahren-verurteilt/#comments</comments> <pubDate>Fri, 06 Apr 2012 11:29:31 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[News]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8756</guid> <description><![CDATA[rfa.org, 26. März/4. April 2012 Um den 20. März 2012 verurteilte das Bezirksgericht von Nangchen (chin. Nangqian), TAP Yulshul (chin. Yushu), Provinz Qinghai, den tibetischen Sänger “Nangchen Orgen Tenzin” zu zwei Jahren Gefängnis, weil er in seinen Liedern von der Eintracht unter den Tibetern und von Freiheit gesungen hatte.  Ausserdem hatte er eine DVD mit [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>rfa.org, 26. März/4. April 2012<br /> Um den 20. März 2012 verurteilte das Bezirksgericht von Nangchen (chin. Nangqian), TAP Yulshul (chin. Yushu), Provinz Qinghai, den tibetischen Sänger “Nangchen Orgen Tenzin” zu zwei Jahren Gefängnis, weil er in seinen Liedern von der Eintracht unter den Tibetern und von Freiheit gesungen hatte.  Ausserdem hatte er eine DVD mit Liedern, die er dem Dalai Lama widmete, veröffentlicht.<br /> <iframe width="425" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/y3x-YQlfEIw?autoplay=1&amp;hd=1" frameborder="0"></iframe></p><p>Der 25jährige Ugyen Tenzin wurde im Februar nach der Herausgabe des Musikalbums „Das unaufhörliche Fliessen meines Herzblutes“ in Gewahrsam genommen. Infolge der Behinderung des Informationsflusses aus Tibet weiss man nichts Genaueres über den Zeitpunkt und die Umstände seiner Festnahme.</p><p>„Die Anklage gegen ihn betraf das Singen tibetischer patriotischer Lieder, die Behinderung des Abbaus von Bodenschätzen und die Organisation der Proteste in Nangchen im Februar“, teilte ein in New York lebender Tibeter unter Berufung auf Quellen in Tibet mit.</p><p>Bereits 2008 war Ugyen Tenzin ein Jahr lang inhaftiert gewesen, weil er gegen die Bergwerksoperationen der Chinesen im Bezirk Nangchen protestiert hatte. Er rief auch andere Tibeter dazu auf, die Umwelt zu bewahren und den Bergbau in der Gegend einzustellen.</p><p>Unbestätigten Berichten zufolge wurde Ugyen Tenzin in der Haft dermassen geschlagen, dass er schwere körperliche Schäden davontrug. „Er brachte sein Album vor einem Monat heraus, und wurde kurz darauf festgenommen“, verlautet aus einer ihm nahestehenden Quelle.</p><p>In dem Album widmete er einige Lieder dem Dalai Lama und dem in der religiösen Rangfolge an dritter Stelle stehenden Karmapa, sowie dem Kalon Tripa, dem Premierminister der tibetischen Exilregierung. „Auf der DVD befinden sich 13 Lieder, einige davon sind dem Dalai Lama und dem Karmapa gewidmet und singen ihr Lob, andere würdigen den Kalon Tripa Lobsang Sangay“.</p><p>Ugyen Tenzin ist in Sugma im Bezirk Nangchen (chin. Nangquian), TAP Yulshul, Provinz Qinghai, geboren. Auch ein anderer, in New York lebender, Tibeter hörte von der Inhaftierung des Sängers: „Einer meiner Freunde erhielt einen Brief aus Tibet, worin stand, der Sänger sei festgenommen worden“.</p><p>„Ehe die DVD herauskam, hatten andere dort ansässige Tibeter aus Angst vor den Folgen der Veröffentlichung dem Sänger geraten, sie nicht sofort in Umlauf zu bringen“. „Der Sänger erklärte auf der DVD, er bringe sie um der religiösen und politischen Sache Tibets willens heraus, er sprach über die Tibetfrage und die tibetische Identität“.</p><p>In einem Lied auf der DVD, die teilweise auf YouTube geladen wurde, spielt er auf die Unabhängigkeit Tibets und die allgemeine Repression an: “Die Einheit der drei Provinzen Tibets – das ist es, was uns Tibeter seit mehr als 50 Jahren in unseren Herzen zutiefst bewegt, was wir aber unterdrücken mussten, und was ich jetzt durch meine Lieder wieder hervorheben möchte, und ich werde es bis zu meinen letzten Atemzug tun“, sagte er.</p><p>Die anonyme Quelle aus Tibet fährt fort, Ugyen Tenzin werde in der Haft schwer misshandelt, so dass seine Gesundheit zusammenbrach. „Keiner seiner Verwandten oder Freunde darf ihn besuchen“. „Wir erfuhren auf Umwegen von der Polizei, dass er so gefoltert wurde, dass seine körperlichen Funktionen eingeschränkt sind. Erst kürzlich musste er sich einer Operation unterziehen und war noch nicht ganz wiederhergestellt, und dann wurde durch die Folter alles wieder viel schlimmer“.</p><p>Ferner wurden die zwei Tibeter Woegoe und Yonten Phuntsok vom Bezirksgericht Nangchen zu drei bzw. zwei Jahren Gefängnis verurteilt, weil sie am 8. März 2012 Parolen gerufen hatten.</p><p>China hat, seit es 2008 zu den weitverbreiteten Demonstrationen in der Region gekommen war, Dutzende von tibetischen Schriftstellern, Künstlern, Sängern und Pädagogen ins Gefängnis geworfen, weil sie sich für die tibetische nationale Identität einsetzten und für bürgerliche Rechte eingetreten waren.</p><p>Ein anderer populärer tibetischer Sänger, Tashi Dhondup, wurde letztes Jahr kurz vor Vollendung seiner 15monatigen Haftstrafe freigelassen. Er war wegen Liedern zur Unterstützung der tibetischen Unabhängigkeit und des Dalai Lama verurteilt worden.</p><p>Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Angelika Mensching<br /> Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/04/06/der-populare-25jahrige-tibetische-sanger-ugyen-tenzin-nach-veroffentlichung-einer-dem-dalai-lama-gewidmeten-liederserie-festgenommen-und-zu-zwei-jahren-verurteilt/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Aktivisten berichten von zwei Selbstverbrennungen tibetischer Mönche</title><link>http://tibetfocus.com/2012/04/04/click-here-to-find-out-more-aktivisten-berichten-von-zwei-selbstverbrennungen-tibetischer-monche/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/04/04/click-here-to-find-out-more-aktivisten-berichten-von-zwei-selbstverbrennungen-tibetischer-monche/#comments</comments> <pubDate>Wed, 04 Apr 2012 21:16:25 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[News]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8750</guid> <description><![CDATA[Der Westen, 31.3.12 - Zwei tibetische Mönche haben sich nach Aussage von Exil-Mönchen und einer tibetischen Interessengruppe am Freitag in Maerkang aus Protest gegen die chinesische Herrschaft selbst in Brand gesetzt. Einzelheiten zum Zustand der beiden seien nicht bekannt, teilte die in London ansässige Organisation Free Tibet mit. Im indischen Dharamsala lebende Exil-Mönche sagten, ein [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Der Westen, 31.3.12 -<br /> Zwei tibetische Mönche haben sich nach Aussage von Exil-Mönchen und einer tibetischen Interessengruppe am Freitag in Maerkang aus Protest gegen die chinesische Herrschaft selbst in Brand gesetzt. Einzelheiten zum Zustand der beiden seien nicht bekannt, teilte die in London ansässige Organisation Free Tibet mit.</p><p>Im indischen Dharamsala lebende Exil-Mönche sagten, ein Demonstrant sei ums Leben gekommen und die Polizei habe ihn und den anderen Mönch in ein Krankenhaus der Regierung gebracht, damit sie nicht in den Mittelpunkt grösserer Proteste gerieten. Sowohl Polizei als auch Regierungsstellen in Maerkang lehnten am Samstag eine Stellungnahme ab oder sagten, sie hätten nichts von Protesten gehört.</p><p>Deutschlandfunk, 31.3.12, von Ruth Kirchner -</p><p><strong>Chinas Umgang mit seinen Minderheiten: Neue Welle von Selbstverbrennungen tibetischer Oppositioneller</strong></p><p>Die Welle von Selbstverbrennungsversuchen tibetischer Mönche reisst nicht ab. Die Haltung der kommunistischen Regierung in Peking ist schroff. Der Hauptschuldige für diese Verzweiflungstaten ist für sie stets der Dalai Lama, das religiöse Oberhaupt der tibetischen Buddhisten im indischen Exil.</p><p>Aus der Sicht der chinesischen Regierung hat sich in Tibet eine Menge zum Guten verändert: Erst letzten Mittwoch feierte man den “Tag der Befreiung von der Leibeigenschaft”. Nach chinesischer Lesart hat die Volksrepublik mit dem Einmarsch ihrer Armee die feudalistische Herrschaft der tibetischen Mönche beendet, Frieden, Stabilität und einen wachsenden Wohlstand nach Tibet gebracht.</p><p>Ganz ähnlich verhält es sich im muslimischen Xinjiang, an der Grenze zu Zentralasien. Auch dort versucht China mit massiven staatlichen Investitionen und der bewussten Ansiedlung von Han-Chinesen eine Unruhe-Region zu befrieden. Doch dort wie in Tibet sagen viele Einheimische: Wirtschaftliche Entwicklung ist nicht alles. Sie fürchten um ihre Identität und dass ihre einmalige Kultur zu einem folkloristischen Anhängsel der han-chinesischen Leitkultur verkommt. Auch von Religionsfreiheit wie von Peking gerne behauptet könne nicht die Rede sein, kritisieren Aktions– und Menschenrechtsgruppen. In Tibet kontrolliert China die Klöster, in Xinjiang die Moscheen. Religionsunterricht für Kinder ist verboten. Wer in den Staatsdienst geht, darf seinen Glauben nicht mehr praktizieren.</p><p>Jegliche Kritik an der chinesischen Politik steht sofort unter dem Verdacht, die Abspaltung der Regionen zu propagieren. Eine Debatte darüber, was es bedeutet im modernen China Tibeter oder Uigure zu sein, kann daher nicht stattfinden. Auch jeder Protest wird unterdrückt — nur berichten soll das niemand. Tibet ist seit den schweren Unruhen vom Frühjahr 2008 für Journalisten so gut wie gesperrt. Neuerdings wurden auch die angrenzenden tibetischen Gebiete in Sichuan weitgehend abgeriegelt. Xinjiang ist ähnlich schwierig — wer dort als Journalist recherchieren will, stösst spätestens seit den Aufständen von 2009 auf eine Mauer des Schweigens. Die Angst der Menschen ist deutlich spürbar.</p><p>In Xinjiang macht die Regierung terroristische Kräfte im Ausland für die Spannungen und vereinzelten Anschläge verantwortlich. Besonders im Visier der Behörden: Rebiya Kadeer, die im amerikanischen Exil lebende Präsidentin des uigurischen Weltkongresses. In Tibet ist es der nach Indien geflüchtete Dalai Lama, der von Peking als Separatist und Vaterlandsverräter beschimpft wird. Die “Dalai-Clique” wie es im offiziellen Sprachgebrauch heisst, habe nur ein Ziel: die Abspaltung Tibets vom Vaterland.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/04/04/click-here-to-find-out-more-aktivisten-berichten-von-zwei-selbstverbrennungen-tibetischer-monche/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Exil-Tibeter stirbt nach Selbstverbrennung in Neu Delhi</title><link>http://tibetfocus.com/2012/03/29/exil-tibeter-stirbt-nach-selbstverbrennung-in-neu-delhi/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/03/29/exil-tibeter-stirbt-nach-selbstverbrennung-in-neu-delhi/#comments</comments> <pubDate>Thu, 29 Mar 2012 21:14:18 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[News]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8731</guid> <description><![CDATA[N24, 29.3.12 - Ein Exil-Tibeter, der sich am Montag in der indischen Hauptstadt Neu Delhi selbst angezündet hatte, ist seinen schweren Verletzungen erlegen. “Sein Körper hat aufgehört zu funktionieren, alles hat aufgehört zu funktionieren”, sagte der zuständige Krankenhausarzt. “Mit Verbrennungen an 98 Prozent der Körperoberfläche kann man nicht überleben.” Der 27-Jährige hatte sich am Montag [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>N24, 29.3.12 -<br /> Ein Exil-Tibeter, der sich am Montag in der indischen Hauptstadt Neu Delhi selbst angezündet hatte, ist seinen schweren Verletzungen erlegen. “Sein Körper hat aufgehört zu funktionieren, alles hat aufgehört zu funktionieren”, sagte der zuständige Krankenhausarzt. “Mit Verbrennungen an 98 Prozent der Körperoberfläche kann man nicht überleben.”</p><p>Der 27-Jährige hatte sich am Montag bei einer Demonstration gegen einen anstehenden Besuch von Chinas Staatschef Hu Jintao in der Innenstadt von Neu Delhi vor den Augen zahlreicher schockierter Menschen angezündet und war mit schwersten Verbrennungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Hu soll heute in Neu Delhi eintreffen. Für Donnerstag ist dort ein Gipfel der aufstrebenden Schwellenländer (BRICS-Staaten) geplant.</p><p>In den vergangenen zwölf Monaten haben sich aus Protest gegen Pekings Tibet-Politik in China rund 30 Tibeter selbst angezündet, die meisten von ihnen buddhistische Mönche und Nonnen. China hält Tibet seit 1951 besetzt und kontrolliert die autonome Region sowie die anliegenden Provinzen, in denen ebenfalls viele Tibeter leben, mit harter Hand. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter, der Dalai Lama, lebt in Indien im Exil. Die Exilregierung der Tibeter hat ihren Sitz im indischen Dharamsala.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/03/29/exil-tibeter-stirbt-nach-selbstverbrennung-in-neu-delhi/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> </channel> </rss>
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