<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?> <rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/" ><channel><title>tibetfocus.com &#187; News</title> <atom:link href="http://tibetfocus.com/category/news/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://tibetfocus.com</link> <description></description> <lastBuildDate>Fri, 03 Feb 2012 14:08:55 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=</generator> <item><title>Arosa will Städtepartnerschaft mit Shangrila durchsetzen. Schweizer Tibetorganisationen führen Protest weiter.</title><link>http://tibetfocus.com/2012/02/02/arosa-von-den-chinesen-ausgetrickst/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/02/02/arosa-von-den-chinesen-ausgetrickst/#comments</comments> <pubDate>Thu, 02 Feb 2012 12:36:18 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[News]]></category> <category><![CDATA[Schweiz]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8316</guid> <description><![CDATA[Zürich, 2. Februar 2012 _ Das Treffen zwischen Vertretern der Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft (GSTF) und Lorenzo Schmid, dem Gemeindepräsidenten von Arosa, hat nicht zu Klärungen geführt. Der Gemeindepräsident will nicht vom eingeschlagenen Kurs abweichen. Laut neuesten Angaben von Arosa Tourismus werde das entscheidende Dokument für eine Städtepartnerschaft am Sonntag in Arosa unterzeichnet. Die Schweizer Tibetorganisationen [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Zürich, 2. Februar 2012 _ Das Treffen zwischen Vertretern der Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft (GSTF) und Lorenzo Schmid, dem Gemeindepräsidenten von Arosa, hat nicht zu Klärungen geführt. Der Gemeindepräsident will nicht vom eingeschlagenen Kurs abweichen. Laut neuesten Angaben von Arosa Tourismus werde das entscheidende Dokument für eine Städtepartnerschaft am Sonntag in Arosa unterzeichnet. Die Schweizer Tibetorganisationen künden Protest vor Ort an. Heute morgen um 9.15 Uhr trafen sich Migmar Raith, Vorstandsmitglied der GSTF und Dr. Peter Leisinger (ehemaliger GSTF-Präsident) mit dem Gemeindepräsidenten von Arosa, Herrn Lorenzo Schmid. Der Gemeindepräsident zeigte sich im einstündigen Gespräch nicht gewillt, die Städtepartnerschaft rückgängig zu machen, wie dies die GSTF forderte.<br /> Im Gespräch verstrickte sich Schmid immer wieder in Widersprüche betreffend seiner Einschätzungen der Lage in Tibet. Schmid nannte die Entwicklungen der letzten 20 Jahre in Tibet positiv und verwies auf Fortschritte im Bereich der Menschenrechte. Handkerum sagte er aus, dass die aktuellen Protest– Niederschlagungen und Selbstverbrennungen in Tibet nicht in der unmittelbaren Nähe von Shangrila stattgefunden hätten. „Es scheint, dass Herr Schmid nur die eine Seite der Medaille sehen will. Die geplante Städtepartnerschaft ist in Anbetracht der momentanen politischen Situation in Tibet nicht nur für die Tibeter ein Schlag ins Gesicht, auch dem Ansehen von Arosa wird ein solches Engagement schaden. Arosa muss sich bewusst sein, dass es sich bei diesem Projekt nicht um eine eigentliche China-Schweiz Partnerschaft handelt, sondern um eine Region, die ursprünglich tibetisch war und auch jetzt noch hauptsächlich von Tibetern bewohnt wird. Arosa wäre die erste Gemeinde in der Schweiz, die eine solche Partnerschaft eingehen würde . Es ist klar, dass wir am Sonntag vor Ort sind und auf diese Missstände aufmerksam machen“, so Migmar Raith. In den letzten Tagen wurden Kundgebungen von Tibetern brutal niedergeschlagen. Gewisse Regionen sind von der Aussenwelt abgeriegelt. Aus Protest gegen das Gewaltregime haben sich seit letztem März 16 tibetische Mönche, Nonnen und Zivilpersonen aus Protest selbst verbrannt.<br /> Dass die chinesische Regierung stärker versucht, in der Schweiz Fuss zu fassen, hat einen klaren Hintergrund. Laut einem Dokument des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei ist es erklärtes Ziel, die Propagandaarbeit im Ausland zu verstärken. Unter anderem spielen bei der Soft-Power-Strategie dabei auch die Konfuzius-Institute, welche nun auch in der Schweiz eröffnet werden, eine wichtige Rolle.</p><p> </p><p><span style="color: #ff0000;"><strong>Medienmitteilung der GSTF und des VTJE</strong></span><br /> <span style="color: #ff0000;"><strong> Schweizer Tibetorganisationen protestieren gegen Städtepartnerschaft. Treffen mit Gemeindepräsident von Arosa bestätigt.</strong></span><br /> Zürich, 1. Februar 2012. Die Schweizer Skiregion Arosa und die von China besetzte tibetische Region „Shangrila“ haben eine gemeinsame Städtepartnerschaft unterzeichnet. Am 5. Februar wird diese Partnerschaft mit „chinesischem Gesang und Tanz einer tibetischen Volksgruppe“ zelebriert. Vertreter der Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft und der Bündner Künstler Dr. Peter Leisinger treffen sich morgen mit dem Gemeindepräsidenten von Arosa und fordern ihn auf, diese Partnerschaft rückgängig zu machen.<br /> Die Schweizer Feriendestination Arosa hat 2011 mit chinesischen Offiziellen ein Dokument unterzeichnet, welches die Partnerschaft zwischen Arosa und Shangrila besiegelt. Der Partnerschaftsvertrag sieht laut Medienmitteilung von Arosa Tourismus inhaltlich neben touristischen und politischen Aktivitäten eine enge Begleitung durch Arosa im Bereich der Skigebietslancierung vor. Die Städte liebäugeln auch mit der Idee, in Zukunft einmal Olympische Spiele in Shangrila stattfinden zu lassen. Shangrila war vor dem Einmarsch der chinesischen Volksbefreiungsarmee auf tibetischem Gebiet und ist nun der Provinz Yunnan eingeteilt.<br /> „Arosa scheint nicht wirklich genau abgeklärt zu haben, worauf es sich da einlässt. Die Partnerschaft mit Arosa ist für China reine Propaganda. Dies nicht zur Kenntnis zu nehmen ist einfach nur blauäugig“, so Dicky Tethong, Vorstandsmitglied der Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft (GSTF). „Momentan zünden sich aus Protest gegen die lebensunwürdige Situation in Tibet Menschen selbst an. Chinesische Sicherheitskräfte schiessen auf unbewaffnete Demonstranten und unweit dieser tragischen Schauplätze unterstützt Arosa ein solches Projekt. Wir fordern den Gemeindepräsidenten von Arosa auf, diese Partnerschaft rückgängig zu machen.“<br /> GSTF Vorstandsmitglied Migmar Raith und der ehemalige GSTF Präsident und in Malans (GR) wohnhafte Künstler Dr. Peter Leisinger werden sich morgen Donnerstag mit Herrn Lorenzo Schmid, Gemeindepräsident von Arosa, treffen.<br /> Des weiteren hat der Verein Tibeter Jugend in Europa (VTJE) eine Protestaktion angekündigt. “Unter den gegebenen Umständen kann eine Partnerschaft wohl kaum deplazierter sein! Sollte der geplante Fest-Anlass am 5. Februar stattfinden, werden wir vor Ort sein und Präsenz markieren“, so Norzin Lhamo Dotschung, Präsidentin des VTJE.</p><p>Kontakt:<br /> Migmar Raith, Vorstandsmitglied GSTF: 078 671 81 99<br /> Kelsang Gope, Mediensprecher GSTF, <a href="mailto:%6ded&#105;%65%6e%40%67st%66%2e&#111;%72g">medien@gstf.org</a></p><p> </p><p><span style="color: #ff0000;"><strong>Arosa: Von den Chinesen ausgetrickst: «Hat denn Arosa überhaupt abgeklärt, auf was es sich da einlässt?»</strong></span></p><p>Die Gemeinde Arosa lädt am kommenden Sonntag zu einem besonderen Fest: Im Rahmen der Städtepartnerschaft mit Shangri-La tritt eine tibetische Volksgruppe auf. In der Schweiz lebende Tibeter sind – gelinde gesagt – irritiert. Von Hansruedi Berger Arosa. – «Das kommt mir doch ziemlich blauäugig vor», sagt Dicky Tethong, Vorstandsmitglied der Gesell schaft Schweizerisch-Tibetische Freund schaft (GSTF). Die Exiltibeterin meint damit die im vergangenen Oktober vereinbarte Städtepartnerschaft von Arosa mit Shangri-La in China. Was zuerst nach einem PR-Gag des Verkehrsvereins Arosa ausgesehen hatte und von kaum jemanden richtig zur Kenntnis genommen wurde, entwickelt sich nun immer mehr zu einem Politikum. Denn Shangri-La ist nicht irgendeine Stadt in der Volksrepublik China, sondern ein 11 613 Quadratkilometer grosser Kreis und hatte laut Wikipedia 2004 rund 130 000 Einwohner. Das Brisante an der Sache ist jedoch: Shangri-La gehörte bis zur Einverleibung durch den chinesischen Staat zu Tibet, deren Bewohner der Staatsmacht schwerste Verletzungen der Menschenrechte vorwerfen.<br /> Was nun das Fass bei den Exiltibetern zum Überlaufen gebracht hat, ist, dass Arosa und das chinesische Generalkonsulat am nächsten Sonntag im Namen der Städtepartnerschaft zu einem kulturellen Austausch geladen haben. Dabei, so heisst es in der Einladung, die von Arosas Gemeindepräsident Lorenzo Schmid und vom chinesischen Generalkonsul in Zürich, Jianquan Liang, unterzeichnet ist, «ist es uns eine besondere Freude, eine chinesische Tanz– und Gesangsvorführung einer tibetischen Volksgruppe präsentieren zu dürfen». Für Tethong ist es unerklärlich, dass Arosa mit dem chinesischen Regime eine solche Partnerschaft eingeht. Nach wie vor würden von der Zentralregierung massive Menschenrechtsverletzungen an Tibetern begangen. Immer wieder würden dort Tibeter an friedlichen Kundgebungen von den Chinesen erschossen. Sie stellt sich deshalb auch die Frage: «Hat Arosa denn überhaupt abgeklärt, auf was es sich da einlässt?»<br /> «Hölle», nicht «Himmel»<br /> Auch GSTF-Mediensprecher Kelsang Gope ist fassungslos. Die chinesische Regierung würde in Shangri-La die Tibeter als Marionetten missbrauchen. Und wenn Arosa Tourismus in seiner Medienmitteilung vom Oktober darauf anspiele, Shangri-La bedeute «Himmel auf Erden», dann sei das doch reichlich naiv. Für die dort lebenden Tibeter wäre «Hölle auf Erden» wohl zutreffender, so Gope. Und auch dass Arosa Tourismus in derselben Mitteilung bereits von allfälligen Olympischen Spielen in Shangri-La mit Aroser Hilfe träumt, ist für den gebürtigen Tibeter völlig absurd. Denn die Spiele in Peking hätten gezeigt, dass die Zentralregierung solche Anlässe zur Propaganda nutze.<br /> Kritisches Hinterfragen unerlässlich Doch nicht nur bei Exiltibetern stösst die Aroser Aktion auf Unverständnis, auch die grüne Nationalrätin Maya Graf (Basel-Landschaft) zeigt sich ziemlich überrascht. Es sei doch klar, dass sich Schweizer Gemeinden vor dem Eingehen solcher Partnerschaften klar bewusst sein müssten, dass bei der chinesischen Seite die Machtpolitik im Vordergund stehen könnte, sagt Graf, die ausserdem Vizepräsidentin der Parlamentarischen Gruppe Tibet ist. «Arosa hätte in diesem Fall hellhörig werden müssen», meint sie. Sie sei nicht sicher, ob sich die Gemeinde überhaupt bewusst gewesen sei, dass es eigentlich um einen Teil Tibets gehe, der von der chinesischen Regierung besetzt werde und erst 2001 zu Shangri– La umbenannt worden sei.<br /> Schmid: Lage kein Thema<br /> Schmid ist erstaunt über den Wirbel, den die Partnerschaft mit Shangri-La ausgelöst hat. Für Arosa habe es bei der Aktion keinerlei politische Diskussionspunkte gegeben. Die Partnerschaft sei durch den Kontakt zwischen ihm als Gemeindepräsident von Arosa und dem chinesischen Generalkonsul in Zürich in die Wege geleitet worden. Und natürlich sei auch Arosa Tourismus daran sehr interessiert. Die geografische Lage sei nie ein Thema gewesen. Denn Shangri-La liege in der chinesischen Provinz Yunnan und nicht in Tibet.<br /> Nach Besetzung 1959 einverleibt. Doch diese Erklärung lässt Tethong nicht gelten. Für sie gehört Shangri-La ganz klar zu Tibet. Dies sei bis zur chinesischen Besetzung im Jahre 1959 auch der Fall gewesen. China habe aber danach Teile von Tibet – darunter auch Shangri-La – einfach ihren Provinzen einverleibt. Nun zu behaupten, Shangri-La gehöre nicht zu Tibet, sei wohl eher ein schlechter Scherz.</p><p><a href="http://tibetfocus.com/2012/02/02/arosa-von-den-chinesen-ausgetrickst/arosa2012-01-31/" rel="attachment wp-att-8320">Hier Artikel der Südostschweiz vom 31.01.2012 als pdf lesen</a></p><p>Quelle: suedostschweiz.ch</p><p>Kommentare:</p><p><a href="http://www.suedostschweiz.ch/politik/tibeter-werfen-arosa-blauaugigkeit-vor" target="_blank">Kommentare senden auf suedostschweiz.ch</a></p><p>René Joos</p><p>31.01.2012 12:25 Uhr</p><p>Empfehlenswert (0 x)<br /> Kommentar melden</p><p>Arosa-Shangrigang-hei</p><p>Sehr billig dieses Arosa. Ohne Ethik, Moral, Anstand und Hirn gegenüber einem unterdrückten Volk dessen Botschaften in unserer rein materialistischen Welt ein unverzichtbares Gegengewicht sein sollten.<br /> In ein paar Jahren wird die Partnerschaft wohl noch mit der Mafia erweitert<br /> Geld unser Gott. Ekelhaft.<br /> Friedrich Lorenz</p><p>31.01.2012 11:33 Uhr</p><p>Empfehlenswert (0 x)<br /> Kommentar melden</p><p>Kokolores</p><p>Das ist eine Freundschaft zu einer Stadt, nicht zu einem Regime. Die Stadt kann ja wohl nichts dafür, dass sie in der Provinz X liegt statt Y.<br /> Karin Hutter</p><p>31.01.2012 11:04 Uhr</p><p>Empfehlenswert (2 x)<br /> Kommentar melden</p><p>Städtefreundschaft</p><p>Eine Städtefreundschaft, bei der die geografische Lage kein Thema ist? Geht es nicht genau darum, mit einem Ort in einer bestimmten Gegend eine Verbindung einzugehen?</p><p>Auch Nicht-Tibetern sind doch die Unterdrückung und Menschenrechtsverletzungen in Tibet bekannt, da braucht es nicht mal grosse Recherche.<br /> Arosa ignoriert dies nicht nur, sondern unterstützt mit dieser Aktion sogar aktiv Chinas Propaganda, ein Skandal. Ich hoffe sehr, dass diese “Freundschaft” rückgängig gemacht werden kann.</p><p> </p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/02/02/arosa-von-den-chinesen-ausgetrickst/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>2</slash:comments> </item> <item><title>Exiltibeter klagen nach Protesten an: Chinesen töten sieben Tibeter in fünf Tagen</title><link>http://tibetfocus.com/2012/01/28/bis-zu-funf-tibeter-in-serthar-getotet-chinesische-sicherheitskrafte-feuern-den-zweiten-tag-auf-tibetische-demonstranten/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/01/28/bis-zu-funf-tibeter-in-serthar-getotet-chinesische-sicherheitskrafte-feuern-den-zweiten-tag-auf-tibetische-demonstranten/#comments</comments> <pubDate>Sat, 28 Jan 2012 07:16:41 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[News]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8280</guid> <description><![CDATA[Focus, 27.1.12 - Seit Montag sollen von chinesischen Sicherheitskräften sieben Tibeter getötet und 60 verletzt worden sein. Während die Tibeter die Rückkehr des Dalai Lama fordern, verschärft China die Sicherheitsmaßnahmen. Zum dritten Mal in dieser Woche haben chinesische Sicherheitskräfte in Südwestchina nach exiltibetischen Angaben mindestens einen Tibeter erschossen. Neue Proteste seien am Donnerstag in Dzitoe [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Focus, 27.1.12 -<br /> Seit Montag sollen von chinesischen Sicherheitskräften sieben Tibeter getötet und 60 verletzt worden sein. Während die Tibeter die Rückkehr des Dalai Lama fordern, verschärft China die Sicherheitsmaßnahmen.</p><p>Zum dritten Mal in dieser Woche haben chinesische Sicherheitskräfte in Südwestchina nach exiltibetischen Angaben mindestens einen Tibeter erschossen. Neue Proteste seien am Donnerstag in Dzitoe Barma in der Präfektur Aba (Provinz Sichuan) ausgebrochen, als die Polizei einen Tibeter festnehmen wollte, berichtete der US-Sender Radio Free Asia (RFA) am Freitag unter Berufung auf exiltibetische Quellen. Der Mann habe Flugblätter mit Rufen nach Freiheit für die Tibeter und einer Rückkehr des Dalai Lamas, ihres im Exil lebenden religiösen Oberhauptes, aufgehängt.</p><p>China verschärft Sicherheitsmaßnahmen</p><p>Auch die für eine Unabhängigkeit Tibets eintretende Webseite Phayul berichtete von einem Toten und mehreren Schwerverletzten. Seit Montag sind damit nach exiltibetischen Angaben sieben Tibeter getötet und rund 60 verletzt worden. Chinesische Behörden haben bislang nur zwei Tote bestätigt. Proteste gegen die chinesische Herrschaft wurden aus den beiden Präfekturen Aba (tibetisch: Ngaba) sowie Ganzi (Kardze) berichtet. Chinas Regierung hat die Sicherheitsmaßnahmen verschärft und Verstärkung in die Region entsandt.</p><p>Zu den neuen Schüssen der Sicherheitskräfte kam es nach exiltibetischen Angaben, als sich eine große Menschenmenge am Haus des Tharpa genannten Tibeters versammelt habe, um die Polizei daran zu hindern, ihn mitzunehmen. „Die Polizei schoss in die Menge, tötete einen Tibeter auf der Stelle und verletzte viele andere“, zitierte Radio Free Asia exiltibetische Quellen in Indien, die sich auf Quellen vor Ort beriefen. Mehr als 10 000 Tibeter aus Nachbarorten seien nach Dzitoe Barma gekommen. Die Situation sei sehr angespannt.</p><p> </p><p><span style="color: #ff0000;"><strong>Focus, 26.1.12 -  Tibet: China setzt weiter auf Unterdrückung</strong></span></p><p>Nach den Unruhen in Tibet reagiert Peking mit Kommunikations– und Strassensperren. Die USA und die tibetische Exilregierung übten harte Kritik am chinesischen Vorgehen. Unterdessen ist in Tibet offenbar chinesisches Militär eingetroffen.</p><p>Nach den Unruhen in der chinesischen Provinz Sichuan sind weite Gebiete dort von der Aussenwelt abgeriegelt worden. In der an Tibet grenzenden Präfektur Ganzi, wo die Sicherheitkräfte Anfang der Woche bei der Niederschlagung von Protesten mehrere Menschen getötet hatten, waren am Donnerstag die Telefon– und Internetverbindungen gestört oder ganz unterbrochen. Auch der Strassenverkehr war eingeschränkt.</p><p>Die Präfektur Ganzi ist zu einem grossen Teil von ethnischen Tibetern besiedelt. Bei den Protesten am Montag und Dienstag in den Orten Luhuo und Seda wurden nach Polizeiangaben zwei Menschen getötet, tibetische Exilgruppen sprachen dagegen von bis zu einem Dutzend Opfern. In den Präfekturen Ganzi und Aba sind die Sicherheitskräfte verstärkt präsent, seitdem es aus Protest gegen die Kultur– und Siedlungspolitik Pekings mehrere Selbstverbrennungen gegeben hatte.</p><p>Polizei feuerte auf friedliche Menge</p><p>Auf der verschneiten Strasse aus der Provinzhauptstadt Chengdu nach Luhuo und Seda waren dutzende Fahrzeuge der Polizei zu sehen. Die in den USA ansässige Exilgruppe International Campaign for Tibet widersprach der Darstellung der chinesischen Behörden, wonach die Demonstranten in Seda bewaffnet und aggressiv gewesen seien. Nach Angaben der Exilgruppe versammelten sich hunderte Tibeter friedlich im Stadtzentrum, bevor die Polizei Tränengas einsetzte und das Feuer auf die Menge eröffnete.</p><p>Nach den tödlichen Schüssen auf protestierende Tibeter in Südwestchina hat der exiltibetische Ministerpräsident Lobsang Sangay die Entsendung internationaler Beobachter gefordert. Die USA zeigten sich „sehr besorgt“ und forderten die chinesischen Sicherheitskräfte zur Zurückhaltung auf.</p><p>Der exiltibetische Regierungschef Lobsang Sangay beklagte, es sei „wahllos“ geschossen worden. „Wegen solch schrecklicher Taten und der systematischen Unterdrückung der Tibeter sind die Verbitterung und der Ärger unter den Tibetern gegenüber der chinesischen Regierung seit den massiven Aufständen 2008 nur noch gestiegen.“ Die Vereinten Nationen sollten unabhängige Beobachter entsenden, forderte Sangay, der seit seiner Wahl im August das politische Tagesgeschäft vom Dalai Lama, dem religiösen Oberhaupt der Tibeter, übernommen hat.</p><p>Kritik von den USA</p><p>Die USA übten Kritik am chinesischen Vorgehen. Die Tibet– Koordinatorin der US-Regierung, Maria Otero, forderte die chinesische Regierung auf, die Menschenrechte der Tibeter zu achten und den Dialog mit der exiltibetischen Regierung aufzunehmen. Otero kritisierte wahllose Inhaftierungen, die Kontrolle des religiösen Lebens und die „patriotische Erziehungskampagne“ der Chinesen, die Mönche zwinge, sich vom Dalai Lama loszusagen.</p><p>Der Exilpremier bemängelte, dass den Tibetern grundlegende Menschenrechte verweigert und ihre kulturelle Identität ausgelöscht werde. Tibeter seien auch im Wirtschaftsleben an den Rand gedrückt. Das grösste Hochland der Erde sei von der Aussenwelt abgeriegelt. Es herrsche ein offiziell nicht erklärter Ausnahmezustand. An die Adresse Pekings sagte Sangay: „Durch Gewalt und Töten können die aufrichtigen Beschwerden der Tibeter nicht angegangen und die Stabilität in Tibet nicht wiederhergestellt werden.“</p><p>Weltweit rief der Premier für den 8. Februar zu Mahnwachen und friedlichen Solidaritäts-Demonstrationen auf. An das eigene Volk appellierte Sangay ferner, auf Feiern zum tibetischen Neujahrsfest (Losar) am 22. Februar zu verzichten. Unterdessen rollt nach Augenzeugenberichten militärische Verstärkung in die betroffenen Tibeter-Gebiete. Unter Hinweis auf chinesische und exiltibetische Quellen berichtete der US-Sender Radio Free Asia (RFA) auch, es gebe Kontrollen an Strassensperren. Auch in Tibets Hauptstadt Lhasa seien Personenkontrollen auf den Strassen und in Hotels verschärft worden.</p><p> </p><p> </p><p><span style="color: #ff0000;"><strong>Bis zu fünf Tibeter in Serthar getötet — chinesische Sicherheitskräfte feuern den zweiten Tag auf tibetische Demonstranten</strong></span></p><p>rfa.org,phayul.com, tchrd.org, 24. Januar 2012 -<br /> Am Dienstag, nun schon dem zweiten Tag des Blutvergiessens, erschossen chinesische Sicherheitskräfte weitere fünf Tibeter in der Stadt Serthar (chin. Seda), TAP Kardze, Provinz Sichuan, und verwundeten vierzig andere, als die Demonstrationen in der unruhigen Präfektur Kardze eskalierten, wie aus Quellen vor Ort verlautet.</p><p>Nach Auskunft des Tibetischen Zentrums für Menschenrechte und Demokratie (TCHRD), das von drei Toten spricht, wurden Dawa Dakpa, 33, aus dem Dorf Serwa, und noch ein namentlich nicht genannter Tibeter aus dem Dorf Hoen-Dza-Wo von den Sicherheitskräften totgeschossen. Zehn Tibeter seien schwer verwundet und um die 40 festgenommen worden.</p><p>Um etwa 10 Uhr vormittags versammelten sich um die 300 Tibeter und riefen Parolen für die Rückkehr des Dalai Lama und Freiheit für Tibet. Später rückten Sicherheitskräfte in grosser Zahl an und schlugen und stiessen die Protestierenden. Diese leisteten jedoch Widerstand und fuhren mit den Rufen fort. Daraufhin feuerten die Sicherheitskräfte wie wild in die Menge der unbewaffneten Tibeter.</p><p>Inzwischen wurde die öffentliche Mobilität drastisch eingeschränkt. „Die Tibeter sind nun in ihren Häusern eingeschlossen, weil die Polizei auf jeden feuert, der sich auf die Strasse hinauswagt“, teilte eine Quelle mit. Und eine andere sagte, „alle Strassenkreuzungen in der Stadt sind von der Polizei besetzt“.</p><p>Die tibetische Schriftstellerin Woeser bestätigte, dass bei den Protestaktionen am 24. Januar fünf Tibeter ums Leben kamen. Einen davon nannte sie als einen Mann Mitte Dreissig, namens Bobo. Ganz Serthar steht faktisch unter Kriegsrecht, eine enorme Anzahl von chinesischem Sicherheitspersonal ist eingesetzt, das die ganze Stadt streng bewacht.</p><p>„Hotels, Läden und alle öffentlichen Einrichtungen in der Stadt wurden gezwungen zu schliessen und die Lage ist ausserordentlich angespannt“. Es ist zu befürchten, dass die Zahl der Todesopfer noch steigen wird, weil man die verletzten Tibeter aus Angst vor ihrer Festnahme nicht ins Krankenhaus brachte.</p><p>Am Montag waren in Serthar Plakate aufgetaucht, auf denen von weiteren Selbstverbrennungen die Rede war, wobei verhindert werden müsse, dass die verbrannten Körper von der chinesischen Polizei entfernt werden. Flugblätter mit der tibetischen Nationalflagge und Losungen wie „Lange lebe der Dalai Lama“, „Schande über China“ und „Tibet sei der Sieg“ begleiteten die Protestaktion.</p><p>Bereits letzte Woche waren Hunderte von Tibetern als Zeichen ihres Widerstands gegen die chinesische Herrschaft in Serthar auf die Strasse gegangen und hatten Portraits des Dalai Lama mit sich getragen und die Unabhängigkeit für Tibet gefordert.</p><p>Diese Todesschüsse fielen einen Tag, nachdem [RFA zufolge] sechs Tibeter getötet und eine unbekannte Anzahl verletzt worden war, als die Sicherheitskräfte im Bezirk Drango (chin. Luhuo), TAP Kardze, Provinz Sichuan, auf Protestierende feuerten.</p><p>Um die 36 Verwundete suchten Zuflucht im Kloster von Drango, das nun von chinesischen Sicherheitskräften umstellt ist. „Zwölf davon sind in einem kritischen Zustand, einige von ihnen haben Gewehrkugeln im Kopf stecken“.</p><p>Von Protesten wurde auch in der benachbarten Präfektur Ngaba berichtet, wo mehrere Hundert Mönche und Laien an einer Strassenkreuzung einen Sitzstreik veranstalteten. „Die Laien entblössten ihre Oberkörper, rezitierten Mantras und assen Tsampa (geröstetes Gerstenmehl) als Ausdruck ihres Aufbegehrens“. „Dann marschierten sie zu der Hauptortschaft in Meruma und als die chinesische Polizei sie anzuhalten versuchte, liefen sie trotzdem weiter“. „Aus der Rezitation der Mantras wurden schliesslich Parolen für ein langes Leben des Dalai Lama und die Forderung nach Freiheit für Tibet“.</p><p>Andere Tibeter, die ein besonderes vierzehntägiges Gebetsritual im Kloster Kirti zu besuchen gedachten, wurden ebenfalls von den Sicherheitskräften gestoppt und geschlagen.</p><p>Der tibetische Premierminister im Exil Dr. Lobsang Sangay bat heute die internationale Gemeinschaft dringend darum zu intervenieren, um weiteres Blutvergiessen in Tibet zu verhindern. „Wie viele weitere tragische Todesfälle muss es denn noch geben, damit die Welt einen deutlichen moralischen Standpunkt bezieht? Das Schweigen der Weltgemeinschaft ist sozusagen ein Signal an China, dass sein repressiver und gewaltsamer Umgang mit den Spannungen in den tibetischen Gebieten akzeptabel seien. Als eine Nation, die danach strebt, eine wirtschaftliche und politische Weltmacht zu werden, darf die Volksrepublik China doch nicht dermassen unmoralisch und gewaltsam handeln“, sagte Dr. Sangay.</p><p>Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Angelika Mensching</p><p> </p><p><span style="color: #ff0000;"><strong>Presseschau</strong></span></p><p><strong>Der Spiegel, 25.1.12: Chinesische Polizisten erschießen mehrere Tibeter</strong></p><p>Die Ausschreitungen im Südwesten Chinas eskalieren. Bei einer Demonstration eröffneten Polizisten erneut das Feuer auf protestierende Tibeter, mindestens zwei Menschen starben. Der exiltibetische Premier fordert den Westen nun zum Eingreifen auf — und verlangt ein klares Signal an Peking.</p><p>Peking — Die Gewalt gegen Tibeter in China weitet sich aus. Bei Protesten in der südchinesischen Provinz Sichuan wurden mindestens zwei Tibeter von chinesischen Polizisten erschossen. Die exiltibetische Regierung befürchtet insgesamt elf Tote seit Beginn der Unruhen am Montag. Chinas Behörden bestätigten dagegen nur zwei Tote.</p><p>Die Tibeter machen mit den Protesten auf die Unterdrückung in Klöstern und tibetischen Regionen Chinas aufmerksam. Binnen eines Jahres haben sich bereits 16 Menschen selbst in Brand gesetzt, um gegen die Zuständie zu protestieren, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet. Die chinesischen Behörden bestätigten die tödlichen Schüsse, sprachen aber nur von einem Toten. Aufrührer hätten eine Polizeistation mit Benzinflaschen, Messern und Steinen angegriffen und 14 Polizisten verletzt.</p><p>Der exiltibetische Premier Lobsang Sangay sagte, es sei höchste Zeit einzuschreiten. Die Weltgemeinschaft dürfe nicht untätig bleiben. Der aufstrebenden wirtschaftlichen und politischen Macht China dürfe nicht erlaubt werden, “sich derart unmoralisch und gewalttätig zu benehmen”, sagte Lobsang Sangay. “Ein Schweigen der internationalen Gemeinschaft sendet China die Botschaft, dass seine repressiven und gewaltsamen Maßnahmen im Umgang mit den Spannungen in den tibetischen Gebieten akzeptabel seien.”</p><p>Die Proteste gegen die chinesische Herrschaft waren am Montag in Luhuo (tibetisch: Draggo oder Drango) ausgebrochen, nachdem Tibeter neue Selbstverbrennungen auf Flugblättern angekündigt hatten. Nach unterschiedlichen Angaben wurden dabei zwischen drei und sechs Tibeter getötet. Rund 30 weitere seien verletzt worden. Am Dienstag breiteten sich die Unruhen in der von Tibetern bewohnten Präfektur Ganzi in der Provinz Sichuan auf den Kreis Seda (tibetisch: Serthar) aus.</p><p>Nach den neuen Ausschreitungen wurde praktisch der Ausnahmezustand über Seda verhängt, wie Anwohner Radio Free Asia berichteten. Die Lage sei sehr angespannt. “Tibeter müssen zu Hause bleiben, während die chinesische Polizei auf jeden schießt, der sich auf die Straße wagt”, sagte ein Bewohner telefonisch dem US-Sender.</p><p>Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International forderte die Entsendung internationaler Beobachter. “Die Situation in den tibetischen Regionen hat sich seit 2008 nicht verbessert, als die Spannungen in Gewalt umschlugen”, sagte Asien-Direktor Sam Zarifi. Die Klagen der Tibeter über die Einschränkung religiöser und politischer Freiheiten seien nur noch lauter geworden. Anstatt diese Probleme anzugehen, reagierten die chinesischen Behörden mit wachsender Unterdrückung. Amnesty sei besorgt über weitere Gewalt und Blutvergießen, sagte Zarifi.</p><p>Handelsblatt, 24.1.12: Schüsse auf  Tibeter in China -</p><p>Die Proteste von Tibetern in Südwestchina weiten sich aus. Die chinesischen Sicherheitskräfte schossen auf Demonstranten und setzten Tränengas ein. Die genaue Zahl der Opfer ist unklar.</p><p>Bei den Protesten von Tibetern in Südwestchina sind möglicherweise mehr Menschen ums Leben gekommen als bisher bekannt. Verschiedene exiltibetische Quellen berichteten am Dienstag von zwei bis vermutlich sogar sechs Toten und rund 30 Verletzten. Chinesische Sicherheitskräfte hätten am Montag in Luhuo in der Präfektur Ganzi (Provinz Sichuan) das Feuer auf demonstrierenden Tibeter eröffnet.</p><p>Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua bestätigte die „Zusammenstöße“ mit einigen Dutzend Menschen, darunter auch Mönche. Ein Demonstrant sei getötet und fünf Polizisten verletzt worden. Die Proteste hätten sich entwickelt, nachdem in einem Flugblatt eine Selbstverbrennung angekündigt worden war. Die Menschenmenge habe eine Polizeistation mit Steinen und Knüppeln angegriffen.</p><p>Zu Unruhen kam es am Montag auch in der benachbarten Präfektur Aba (tibetisch: Ngaba), wo Sicherheitskräfte Tränengas gegen tibetische Demonstranten einsetzten, wie die Organisation Free Tibet aus London berichtete. Aktionsgruppen riefen die chinesischen Behörden zur Zurückhaltung auf, um die Spannungen nicht zu verschärfen.</p><p>In dem tibetisch Draggo oder Drango genannten Luhuo sollen sich einige tausend Tibeter an den Protesten beteiligt haben. „Mindestens zwei Tibeter wurden getötet“, zitierte der US-Radiosender Radio Free Asia (RFA) einen im indischen Exil lebenden Mönch, der mit Quellen in Luhuo gesprochen habe. Demonstranten hätten ein Ende der chinesischen Herrschaft über die Tibeter und die Rückkehr des Dalai Lamas, ihres im indischen Exil lebenden religiösen Oberhauptes, gefordert.</p><p>Unklare Zahl der Toten</p><p>Die Demonstranten hätten auch chinesische Läden und Einrichtungen angegriffen und zerstört. „Als wir an der Polizeistation ankamen, eröffnete die Polizei das Feuer aus automatischen Waffen“, zitierte der US-Sender einen Mönch, der dabei gewesen sei. „Sie setzten auch Feuerwehrleute und Tränengas ein, um die Menge aufzulösen.“ Die in London ansässige Aktionsgruppe International Campaign For Tibet (ICT) berichtete hingegen von drei getöteten Tibetern, während das exiltibetische Parlament im indischen Dharamsala auf örtliche Quellen verwies, die sogar von sechs Tote gesprochen hätten. Die unterschiedlichen Angaben ließen sich nicht bestätigen.</p><p>Die Spannungen dauern nach exiltibetischen Angaben an. Rund 6000 Tibeter aus den benachbarten Kreisen hätten sich aus Protest am bekannten Draggo-Kloser versammelt, wo 32 Verletzte hingebracht worden seien, berichtete der US-Sender. Nach verschiedenen Berichten trauen sich Tibeter nicht, ihre Verletzungen in Krankenhäusern behandeln zu lassen, weil sie ihre Festnahme befürchten müssten.</p><p>Die blutigen Zwischenfälle passierten am ersten Tag des neuen Jahres, das die Chinesen nach ihrem traditionellen Mondkalender am Montag begrüßten. Aus Protest gegen die chinesische Herrschaft hätten sich viele Tibeter geweigert, das chinesische Neujahrsfest zu begehen. Die Tibeter begrüßen das neue Jahr nach ihrem eigenen Kalender erst am 22. Februar.</p><p><strong>Taz, 24.1.12: Tibetische Proteste in Sichuan — Tränengas und Schüsse</strong></p><p>In der Provinz Sichuan sterben nicht überprüfbaren Berichten zufolge bis zu drei Tibeter bei antichinesischen Demos. Hintergrund der Proteste sind Selbstverbrennungen.</p><p>von Jutta Lietsch</p><p>PEKING taz | Das Jahr des Drachen beginnt mit tibetischen Protesten: Laut tibetischen Exilorganisationen setzte die Polizei am Montag in der Provinz Sichuan im Südwesten Chinas Tränengas gegen Tibeter ein, die gegen die Politik der chinesischen Regierung demonstrierten. Zuvor waren laut Augenzeugen drei Menschen von Sicherheitskräften im Ort Luhuo (Tibetisch: Drango oder Draggo) erschossen worden.</p><p>Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua bestätigte lediglich den Tod eines Demonstranten. Fünf Beamte seien bei Zusammenstößen mit Demonstranten verletzt worden. Eine Menge habe eine Polizeistation mit Knüppeln und Steinen angegriffen. Andere Berichte sprachen von über 30 Verletzten.</p><p>Hintergrund der Unruhen sind Selbstverbrennungen von tibetischen Mönchen, Nonnen oder ehemaligen Geistlichen. Seit 2009 sollen sich in Sichuan und der Nachbarprovinz Gansu insgesamt 17 Männer und Frauen angezündet haben. Die meisten starben, soweit bekannt, bei den Suizidaktionen.</p><p>Die Anwohner dieser an Tibet grenzenden Regionen protestieren vor allem gegen scharfe Kontrollen der Polizei in tibetischen Klöstern und Siedlungen. Aus dem Kloster Kirti in der Region Aba, einem Zentrum des tibetischen Buddhismus, seien in den vergangenen Monaten Mönche verschleppt worden.</p><p>Angespannte Lage</p><p>Zivilpolizisten und Beamte seien in das Kloster gezogen, um die Mönche besser überwachen zu können. Auch in anderen Klöstern sei die Situation sehr angespannt. In sogenannten patriotischen Schulungen seien Tibeter gezwungen worden, den im Exil lebenden Dalai Lama zu denunzieren.</p><p>Die Lage spitzte sich offenbar zu, als Tausende dem Aufruf folgten, die traditionellen Feiern zum chinesischen Neujahr wegen der Selbstmorde zu boykottieren. Das neue Jahr begann Montag. Laut Radio Free Asia und Xinhua haben Tibeter bei den Unruhen auch Geschäfte von Han-Chinesen angegriffen.</p><p>Regierungssprecher Hong Lei warf gestern in Peking den Exilgruppen vor, Chinas Regierung mit ihren Berichten über die Vorgänge in Aba (Tibetisch: Ngaba) diskreditieren zu wollen. “Derzeit ist wieder Ordnung im Kreis Luhuo eingekehrt. Die Behörden sind dabei, den Vorfall zu untersuchen”, erklärte er.</p><p>Chinas Regierung werde “resolut dafür sorgen, die normale soziale Ordnung wiederherzustellen”. Berichte aus der für Ausländer gesperrten Region können nicht unabhängig überprüft werden.</p><p><strong>Epoch Times Deutschland, 24.1.12: Tödlicher Protest — Polizei schießt auf tibetische Demonstranten in China</strong></p><p>Meilin Klemann</p><p>Ein Protest von Tibetern in China endete tödlich am Montag, dem ersten Tag des chinesischen Neuen Jahres, nachdem Polizei das Feuer eröffnet hatte. Ein Mann wurde getötet und mindestens 30 Menschen verletzt, berichteten Menschenrechtsgruppen.</p><p>Der Protest fand in der Luhuo Gemeinde in der südwestlichen Provinz Sichuan in China statt. Der getötete Mann heisst Norpa Yonten, ein 49-Jähriger.</p><p>Am Montagmorgen hielten Tibeter einen Protest ab vor dem Büro der Kommunistischen Partei in Luhuo. Sie verteilten Flugblätter für die Freiheit von Tibet, als die Polizei gewaltsam eingriff, berichtet „Free Tibet“, eine in London ansässige Menschenrechts-Organisation.</p><p>Die tödliche Protest-Unterdrückung folgt einer Welle von Selbstverbrennungen in Tibet und den tibetischen Regionen in China. Seit März 2011 starben mindestens 16 Tibeter, darunter viele Mönche, durch Selbstverbrennungen.</p><p>„Tibeter greifen nach diesem Akt der Verzweiflung aus purer Frustration über die Politik und Programme der Behörden in China, die gezielt auf die Beseitigung der tibetischen Identität gerichtet sind“, sagte die „Central Tibetan Administration“, die tibetische Regierung-im-Exil.</p><p>Die tödliche Protest-Unterdrückung folgt dem Tod eines hoch angesehenen tibetischen Mönchs am Sonntag, berichtet Radio Free Asia (RFA). Nach Angaben der in Peking lebenden tibetischen Schriftstellerin Woeser, starb der 51-jährige Mönch Geshe Tsultrim Gyatso an Folgen der Folter, die er in einem Gefängnis in der westlichen Provinz Qinghai in China erlitt.</p><p>„Vor ein paar Tagen übergab das örtliche Krankenhaus ihn seiner Familie. Er war körperlich behindert und schwach infolge der  Misshandlungen, die er im Gefängnis erdulden musste. Er starb zu Hause am 22. Januar“, sagte Woeser der RFA.</p><p>„Wir sind nicht verantwortlich für den Tod eines Gefangenen, das außerhalb des Gefängnises stattfindet. Wir haben viele Fälle von Verhaftung und Freilassung bearbeitet und haben keine Kenntnis von diesem bestimmten Fall“, sagte ein Polizei-Mitarbeiter in Qinghai Provinz zu RFA.</p><p>Die Polizei in China hatte den Mönch im Juli 2011 verhaftet, während er in einer Schule in Tibet referierte.</p><p> </p><p> </p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/01/28/bis-zu-funf-tibeter-in-serthar-getotet-chinesische-sicherheitskrafte-feuern-den-zweiten-tag-auf-tibetische-demonstranten/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>«Schande über China» Bei einer Solidaritätskundgebung demonstrierten rund 400 Menschen vor dem chinesischen Konsulat gegen Tötungen in Tibet.</title><link>http://tibetfocus.com/2012/01/14/selbstverbrennungen-in-tibet-gehen-weiter-zwei-tibeter-zundeten-sich-in-ngaba-an/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/01/14/selbstverbrennungen-in-tibet-gehen-weiter-zwei-tibeter-zundeten-sich-in-ngaba-an/#comments</comments> <pubDate>Sat, 14 Jan 2012 02:10:35 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[News]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8263</guid> <description><![CDATA[Tages-Anzeiger, 28.1.12 - Bei einer Solidaritätskundgebung demonstrierten rund 400 Menschen gegen Tötungen in Tibet. Der Protest endete vor dem chinesischen Konsulat und beinhaltete eine Forderung an den Bundesrat. Rund 400 Personen haben am Samstag in Zürich gegen die Tötungen von friedlichen Demonstranten in Tibet durch chinesische Regierungskräfte protestiert. «Shame on China – Schande über China» [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Tages-Anzeiger, 28.1.12 -<br /> Bei einer Solidaritätskundgebung demonstrierten rund 400 Menschen gegen Tötungen in Tibet. Der Protest endete vor dem chinesischen Konsulat und beinhaltete eine Forderung an den Bundesrat.</p><p>Rund 400 Personen haben am Samstag in Zürich gegen die Tötungen von friedlichen Demonstranten in Tibet durch chinesische Regierungskräfte protestiert. «Shame on China – Schande über China» stand auf einem der Transparente. Der Marsch war bewilligt und verlief ohne Probleme, wie die Veranstalter am Abend mitteilten.</p><p>In der vergangenen Woche wurden mindestens sechs Tibeter getötet. Im von China besetzten Tibet herrscht seit dem 23. Januar der Ausnahmezustand.</p><p>Demonstration endete vor chinesischem Konsulat</p><p>Die Kundgebungsteilnehmer forderten eine globale Intervention gegen die Menschenrechtsverletzungen. Der Demonstrationszug führte vom Werdmühleplatz entlang der Bahnhofstrasse zum chinesischen Konsulat.</p><p>Der Verein Tibeter Jugend in Europa forderte die sofortige Beendigung der gewaltsamen Vorgehensweise sowie die Freilassung unrechtmässig verhafteter Demonstranten. An den Bundesrat richtete die Organisation den Aufruf, sich für den ungehinderten Zugang der Medien ins Krisengebiet einzusetzen.</p><p>Mehrere Selbstverbrennungen im Tibet Derweil wurden in den vergangenen Tagen bei einer Reihe von Zusammenstössen zwischen Demonstranten und der Polizei im Westen China mehrere Tibeter getötet und dutzende weitere verletzt worden. In einem Fall eröffnete die Polizei das Feuer auf Demonstranten, die versuchten einen Aktivisten zu verteidigen, der die Unabhängigkeit Tibets gefordert hatte.</p><p>Beobachter warnten, dass das harte Vorgehen der chinesischen Sicherheitskräfte zu einer neuen Eskalation im Konflikt um Tibet führen könnte. In den vergangenen Monaten hatten sich immer wieder tibetische Mönche aus Protest selbst angezündet.</p><p><strong>Ein weiterer Tibeter verbrennt sich selbst in Ngaba, mindestens eine Person von Polizei erschossen</strong></p><p>DIIR, www.tibet.net, 14. Januar 2011 -<br /> Wie soeben bekannt wurde, verbrannte sich heute ein weiterer Tibeter im Bezirk Ngaba, Provinz Sichuan. Die Ortspolizei bemächtigte sich sofort seines Körpers, woraufhin etwa 700 Ortsansässige die Polizeistation bedrängten und die Herausgabe des Körpers forderten. Auf die Weigerung der Polizei hin kam es zu einem Zusammenprall, bei dem eine ältere Tibeterin von der chinesischen Polizei erschossen wurde.</p><p>Die Zentraltibetische Verwaltung (CTA) verurteilt den Einsatz von Gewalt gegen Zivilpersonen und appelliert an die internationale Gemeinschaft, einzuschreiten, damit die chinesische Regierung von ihrem gewaltsamen Vorgehen ablasse. Außerdem bittet sie die internationale Gemeinschaft, die Vereinten Nationen und liberal gesinnte chinesische Intellektuelle, Beobachter zu entsenden, um die Lage vor Ort zu beurteilen.</p><p>Die Volksrepublik China ist voll für diese Selbstverbrennungen verantwortlich zu machen. Es steht in ihrer Macht, durch die Annahme einer liberalen Politik gegenüber Tibet und dem tibetischen Volk diesen bedauerlichen Vorfällen ein Ende zu setzen.</p><p>Zusatz von Free Tibet, www.freetibet.org: Ein weiterer Tibeter verbrannte sich heute in Ngaba, und es wird von massiven Zusammenstößen zwischen chinesischen Sicherheitskräften und den dortigen Tibetern berichtet, auch die Mönche im Kloster Kirti seien daran beteiligt. Mindestens eine Frau wurde erschossen, und unbestätigten Berichten zufolge wurden sogar viele Personen von Kugeln getroffen. Ein Augenzeuge beschrieb die Lage als fürchterlich, ein sehr „starkes Gas“ sei gegen die Menge eingesetzt worden, so daß „viele zu Boden fielen“.</p><p>Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Angelika Mensching</p><p> </p><p>rfa.org, phayul.com, 8. Januar 2012 -<br /> Sonam Wangyal, alias Sopa, ein reinkarnierter Lama und angesehener 42jähriger Mönch, zündete sich am Sonntag, dem 8 Januar, vor der Polizeistation der Stadt Darlag (TAP Golog, Provinz Qinghai) selbst an, nachdem er mehrfach Freiheit für Tibet gefordert und dem Dalai Lama ein langes Leben gewünscht hatte, wie Quellen aus Tibet berichten.</p><p>Ehe er zu seiner Tat schritt, stieg er auf einen nahe gelegenen Hügel, verbrannte Räucherwerk, betete und verteilte danach zahlreiche Flugblätter, auf denen stand, dass er diese todbringende Tat „nicht um seines eigenen Ruhmes willen, sondern für Tibet und zum Wohl der Tibeter“ begehe. Er täte es auch im Gedenken an all jene Tibeter, die seit 2009 für die Wiedererlangung der Freiheit in Tibet und die Rückkehr des Dalai Lama gestorben seien.</p><p>„Die Tibeter sollten ihre Hoffnung nicht aufgeben und entschlossen bleiben, der Tag des Glücks wird gewiss kommen. Damit der Dalai Lama lange lebe, dürfen die Tibeter nicht von ihrem Pfad abweichen“, schrieb Sonam Wangyal in seiner letzten Willensäußerung.</p><p>In das gelbe Gewand eines ordinierten Mönchs gekleidet, steckte er sich um etwa 6 Uhr morgens in Brand, nachdem er „eine Menge Benzin getrunken und seinen ganzen Körper damit überschüttet hatte“. „Sein Körper explodierte förmlich und die Überreste wurden von der Polizei entfernt“, fuhr die Quelle fort.</p><p>Nachdem die Sicherheitskräfte seinen verbrannten Körper weggebracht hatten, marschierten mehrere Hundert Tibeter zur Polizeistation und verlangten die Herausgabe der Überreste. Der Zentraltibetischen Verwaltung in Dharamsala zufolge veranstalteten um die zweitausend Tibeter eine Kerzenmahnwache: „Damit die Lage nicht weiter eskalierte, gab die Polizei den Körper schliesslich heraus“.</p><p>Die chinesischen Behörden verschärften sofort die Sicherheitsmassnahmen, und die bewaffnete Polizei rückte in Dutzenden von Fahrzeugen an. Überall patrouillieren seither Militärpolizisten in der Stadt. RFA zufolge planen die Tibeter noch diese Woche eine Gedenkfeier für Sopa bei dem Kloster, in dem er wirkte. „Aber jetzt ist es schwierig, die Gegend von Darlag telefonisch zu erreichen“.</p><p>Sopas Tod folgt auf die Tat zweier anderer Tibeter, die sich am Freitag in der Präfektur Ngaba anzündeten, um gegen die chinesische Herrschaft zu demonstrieren. Seit März vergangenen Jahres haben sich 15 Tibeter selbst verbrannt, Menschenrechtsgruppen sehen in diesen Vorfällen einen Beweis für die verzweifelte Lage der Tibeter unter dem Gewaltregime Chinas.</p><p>Meldung vom 9. Januar: Die beiden Tibeter, die sich am 6. Januar verbrannten, Tenyi (ein 20jähriger Mönch des Klosters Kirti) und Tsultrim (ein 20jähriger Laie), sind nun beide tot. Tenyi starb noch am selben Tag und Tsultrim in der Nacht auf den 7. Januar. Die dort ansässigen Tibeter hielten ihre Läden und Restaurants als Zeichen der Trauer geschlossen. Infolge der überwältigenden Polizeipräsenz können sie den zwei „Märtyrern“ nicht die gebührende letzte Ehre erweisen.</p><p>Weiter teilten die Mönche Lobsang Yeshi und Kanyag Tsering vom Kloster Kirti in Dharamsala mit, daß Norbu Damdul, der sich am 15. Oktober in Brand gesetzt hatte, am 5. Januar im Krankenhaus von Barkham verstorben sei. Statt seine Leiche den Angehörigen auszuhändigen, übergab die Polizei ihnen nur die Asche. Das Recht, die letzten Riten zu vollziehen, wurde ihnen verwehrt.</p><p>Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Angelika Mensching</p><p> </p><p><span style="color: #ff0000;"><strong>Selbstverbrennungen in Tibet gehen weiter: Zwei Tibeter zündeten sich in Ngaba an</strong></span></p><p>phayul.com, rfa.org, 6. Januar 2012 -<br /> In Fortsetzung der feurigen Episoden/Trends von Selbstverbrennung auch im neuen Jahr zündeten sich heute Nachmittag zwei Tibeter an. Einer von ihnen ist vermutlich gestorben. Im Augenblick gibt es keine Informationen über ihren Namen, ihr Alter oder andere Details.</p><p>Wie aus mehreren Quellen hervorgeht, geschah das Schreckliche um 14.40 Ortszeit in der aufgewühlten Gegend von Ngaba, die seit März 2011 alleine 10 Fälle von Selbstverbrennung erleben musste.</p><p>Augenzeugen zufolge waren es zwei Personen, ein Mönch und ein Laie, die sich auf einer der Hauptstrassen der Stadt Ngaba unweit des Klosters Kirti in Brand steckten. „Man hörte denjenigen, bei dem es sich vermutlich um einen Laien handelt, nach der Rückkehr des Dalai Lama rufen, ehe die chinesischen Sicherheitskräfte die Flammen löschten und ihn verschwinden liessen“. Nichts ist bekannt über seinen Zustand oder wohin er gebracht wurde.</p><p>Ein Tibeter aus der Gegend Ngaba, der zu den Belehrungen des Dalai Lama zu der Kalachakra-Zeremonie nach Bodh Gaya in Nordindien gereist war, sagte [nach einem Telefonat in seine Heimat], von Flammen umzingelt hätten sie ihre Hände in der Geste des Gebets zusammengelegt und gen Kirti geblickt: „Mit gefalteten Händen standen sie gegen das Kirti Kloster gewandt und riefen Parolen, von denen ‚Lang lebe Seine Heiligkeit der Dalai Lama’ und Wir fordern die Rückkehr Seiner Heiligkeit des Dalai Lama nach Tibet, hörbar waren“.</p><p>Ein Augenzeuge bestätigte, dass das chinesische Sicherheitspersonal sofort zur Stelle war und die beiden gewaltsam wegbrachte. „Die Flammen waren gewaltig, und der Laie ist wahrscheinlich gestorben, auch für den Mönch seien die Chancen, überlebt zu haben, gering“.</p><p>Es sind diese die 13. und 14. Fälle von Selbstverbrennung in Tibet seit dem März 2011. Sie ereigneten sich, während Tausende von buddhistischen Pilgern aus der ganzen Welt diese Woche in Bodhgaya weilen, um dem Dalai Lama zu lauschen, der die religiösen Belehrungen zum „Kalachakra“ gibt.</p><p>Mindestens 9.000 Tibeter, die Inhaber chinesischer Pässe sind, und schätzungsweise 1.200 chinesische Buddhisten aus China haben sich bei dem Pilgerbüro in Bodh Gaya registriert. Einer der anwesenden Tibeter telefonierte mit seiner Familie in Ngaba, weil er sie die Stimme des Dalai Lama hören lassen wollte. Da erfuhr von dem heutigen Vorfall. „Sie ersuchten mich, dem Dalai Lama eine Opfergabe zu übergeben und um seine Gebete für jene zwei, die sich verbrannten, zu bitten“.</p><p>In letzter Zeit waren Flugblätter in der Gegend von Ngaba aufgetaucht mit der Botschaft, dass noch viel mehr Tibeter bereit seien, sich für die gemeinsame Sache Tibets selbst zu verbrennen.</p><p>Stephanie Bridgen, die Leiterin von Free Tibet, kommentierte: „Diese jüngsten Selbstverbrennungen sind ein weiterer Beweis dafür, dass das, was gegenwärtig in Tibet geschieht, eine tiefgreifende und kontinuierliche Zurückweisung der chinesischen Besatzung ist“.</p><p>„Es ist ein Armutszeugnis für die internationale Gemeinschaft, dass 14 Menschen in verschiedenen Teilen Tibets sich freiwillig in Brand setzten, die Welt aber nicht reagiert hat. Wir müssen damit rechnen, dass sich solche Protestakte noch fortsetzen werden, solange die Weltpolitiker die Augen vor der verzweifelten Situation in Tibet geschlossen halten“.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/01/14/selbstverbrennungen-in-tibet-gehen-weiter-zwei-tibeter-zundeten-sich-in-ngaba-an/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Neues Video zeigt einen brutalen Überfall der chinesischen Polizei auf ein Dorf in der Nähe von Lhasa</title><link>http://tibetfocus.com/2011/12/14/neues-video-zeigt-einen-brutalen-uberfall-der-chinesischen-polizei-auf-ein-dorf-in-der-nahe-von-lhasa/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2011/12/14/neues-video-zeigt-einen-brutalen-uberfall-der-chinesischen-polizei-auf-ein-dorf-in-der-nahe-von-lhasa/#comments</comments> <pubDate>Wed, 14 Dec 2011 19:15:32 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[News]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8203</guid> <description><![CDATA[phayul.com, DIIR, www.tibet.net, 12. Dezember 2011 - Seltene, aus Tibet geschmuggelte Videoaufnahmen zeigen den alarmierenden Grad an Repression und roher Brutalität, mit der die Polizei mit den Tibetern umgeht. In dem 22minütigen Video sieht man um die einhundert chinesische Sicherheitskräfte, die mit Schnellfeuerwaffen bewaffnet in Begleitung von gepanzerten Fahrzeugen ein kleines verschneites bergiges Dorf überfallen. [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>phayul.com, DIIR, www.tibet.net, 12. Dezember 2011 -<br /> Seltene, aus Tibet geschmuggelte Videoaufnahmen zeigen den alarmierenden Grad an Repression und roher Brutalität, mit der die Polizei mit den Tibetern umgeht.</p><p>In dem 22minütigen Video sieht man um die einhundert chinesische Sicherheitskräfte, die mit Schnellfeuerwaffen bewaffnet in Begleitung von gepanzerten Fahrzeugen ein kleines verschneites bergiges Dorf überfallen. Die Militärpolizisten bewegen sich in Angriffsformation, dringen in die Häuser ein und ziehen die Bewohner aus den Betten, manche sogar unangezogen. Auf den Gesichtern liegen panische Angst und Entsetzen. Die Konversation wird auf Tibetisch und Mandarin geführt.</p><a href='http://tibetfocus.com/2011/12/14/neues-video-zeigt-einen-brutalen-uberfall-der-chinesischen-polizei-auf-ein-dorf-in-der-nahe-von-lhasa/tibetchineseraid2008_9/' title='TibetChineseRaid2008_9'><img width="150" height="150" src="http://tibetfocus.com/wp-content/uploads/2011/12/TibetChineseRaid2008_9-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="TibetChineseRaid2008_9" title="TibetChineseRaid2008_9" /></a> <a href='http://tibetfocus.com/2011/12/14/neues-video-zeigt-einen-brutalen-uberfall-der-chinesischen-polizei-auf-ein-dorf-in-der-nahe-von-lhasa/tibetchineseraid2008_8/' title='TibetChineseRaid2008_8'><img width="150" height="150" src="http://tibetfocus.com/wp-content/uploads/2011/12/TibetChineseRaid2008_8-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="TibetChineseRaid2008_8" title="TibetChineseRaid2008_8" /></a> <a href='http://tibetfocus.com/2011/12/14/neues-video-zeigt-einen-brutalen-uberfall-der-chinesischen-polizei-auf-ein-dorf-in-der-nahe-von-lhasa/tibetchineseraid2008_7/' title='TibetChineseRaid2008_7'><img width="150" height="150" src="http://tibetfocus.com/wp-content/uploads/2011/12/TibetChineseRaid2008_7-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="TibetChineseRaid2008_7" title="TibetChineseRaid2008_7" /></a> <a href='http://tibetfocus.com/2011/12/14/neues-video-zeigt-einen-brutalen-uberfall-der-chinesischen-polizei-auf-ein-dorf-in-der-nahe-von-lhasa/tibetchineseraid2008_6/' title='TibetChineseRaid2008_6'><img width="150" height="150" src="http://tibetfocus.com/wp-content/uploads/2011/12/TibetChineseRaid2008_6-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="TibetChineseRaid2008_6" title="TibetChineseRaid2008_6" /></a> <a href='http://tibetfocus.com/2011/12/14/neues-video-zeigt-einen-brutalen-uberfall-der-chinesischen-polizei-auf-ein-dorf-in-der-nahe-von-lhasa/tibetchineseraid2008_5/' 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href='http://tibetfocus.com/2011/12/14/neues-video-zeigt-einen-brutalen-uberfall-der-chinesischen-polizei-auf-ein-dorf-in-der-nahe-von-lhasa/tibetchineseraid2008_1/' title='TibetChineseRaid2008_1'><img width="150" height="150" src="http://tibetfocus.com/wp-content/uploads/2011/12/TibetChineseRaid2008_1-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="TibetChineseRaid2008_1" title="TibetChineseRaid2008_1" /></a><p>Dieses Video bietet der Aussenwelt wohl den ersten Einblick in das Regime von Furcht und Schrecken, mit dem die chinesischen Behörden gewöhnliche Tibeter unter Kontrolle zu halten versuchen.</p><p>Die Aufnahmen wurden gemacht, als die chinesische Polizei, Sondereinsatzkommandos und paramilitärische Truppen auf die Proteste vom März 2008 hin Hausdurchsuchungen vornahmen. Die festgenommenen Personen nahmen vermutlich an den Protestaktion am 11. März 2008 teilt, die von Mönchen des Klosters Sera und Nonnen des Klosters Chubsang angeführt wurden.</p><p>Obwohl man kein Zeichen von Gegenwehr oder einem Fluchtversuch bei den Männern und der einen älteren Frau, die festgenommen werden, bemerkt, stossen und treten die Sicherheitsleute die Tibeter und zwingen sie im Schnee hinzuknien. Bei dieser unnötigen brutalen Machtdemonstration sieht man, wie sie ihre Gewehre auf die Gesichter der Tibeter richten, während sie sie zwingen in die Kamera zu blicken und ihren Namen und ihr Alter zu sagen.</p><p>Das Video, bei dem es sich wohl um polizeiinterne Filmaufnahmen handelt, erwähnt nicht den genauen Ort, noch das Datum des Überfalls, doch Exiltibeter sind der Ansicht, es könne aus dem Jahr 2008 stammen, als das Hochland von Tibet von landesweiten Aufständen erschüttert wurde. Die Ortschaft ist vermutlich das Dorf Dogde in der Nähe des Klosters Sera.</p><p>Jampel Monlam, ein erfahrener Forscher am Tibetischen Zentrum für Menschenrechte und Demokratie, bemerkte, dass drei Tibeter mit ähnlichen Namen wie die in dem Video vorkommenden, 2008 wegen ihrer Teilnahme an den friedlichen Demonstrationen zu Haftstrafen verurteilt wurden. Jampa Monlam, der selbst ein politischer Gefangener war, kritisierte die chinesische Regierung wegen ihres unmenschlichen Umgangs mit den Tibetern, wie er in diesem Video deutlich wird.</p><p>„Das Gesetz schreibt vor, dass das Sicherheitspersonal bei Festnahmen zumindest einen Haftbefehl vorlegt und die Regeln für die Verhaftung einhält, aber in dem Video sehen wir deutlich, wie brutal und gesetzlos sie mit den Tibetern umgehen“. „Dies ist das wahre Gesicht Chinas, gleichgültig was für ein rosiges Bild sie vor anderen zu erschaffen versuchen“.</p><p>Thupten Samphel, der Sekretär des Department für Information und Internationale Beziehungen der Tibetischen Zentralverwaltung, äusserte Phayul gegenüber, das Video beweise, welchen fürchterlichen Menschenrechtsverletzungen Tibeter in ihrem täglichen Leben ausgesetzt sind.</p><p>„Die Person, die ihr Leben riskierte, um dieses Filmmaterial aus Tibet zu schmuggeln, hat dem tibetischen Volk einen grossen Dienst erwiesen. Es ist eine wichtige Unterlage für den Kampf des tibetischen Volkes“.</p><p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/-iwsNCnTApw?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p><p> </p><p><a href="http://www.tibetonline.tv" target="_blank">Videomaterial mit englischen Untertiteln</a></p><p>Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Angelika Mensching<br /> Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2011/12/14/neues-video-zeigt-einen-brutalen-uberfall-der-chinesischen-polizei-auf-ein-dorf-in-der-nahe-von-lhasa/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Seltene Bilder chinesischer Brutalität in Tibet fanden ihren Weg ins Ausland</title><link>http://tibetfocus.com/2011/12/12/seltene-bilder-chinesischer-brutalitat-in-tibet-fanden-ihren-weg-ins-ausland/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2011/12/12/seltene-bilder-chinesischer-brutalitat-in-tibet-fanden-ihren-weg-ins-ausland/#comments</comments> <pubDate>Mon, 12 Dec 2011 09:09:03 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[News]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8172</guid> <description><![CDATA[phayul.com, 4. Dezember 2011 - Eine chinesische Website aus der USA, boxun.com, veröffentlichte acht Bilder, die die Wahrheit der Repression in Tibet offenbaren. Mit auf dem Rücken gebundenen Armen werden Tibeter, bewacht von Sicherheitspersonal, in Militärfahrzeugen durch die Strassen gefahren und öffentlich zur Schau gestellt. Mönche, die Schilder um den Hals gehängt bekamen, auf denen [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>phayul.com, 4. Dezember 2011 -</p><p>Eine chinesische Website aus der USA, boxun.com, veröffentlichte acht Bilder, die die Wahrheit der Repression in Tibet offenbaren. Mit auf dem Rücken gebundenen Armen werden Tibeter, bewacht von Sicherheitspersonal, in Militärfahrzeugen durch die Strassen gefahren und öffentlich zur Schau gestellt. Mönche, die Schilder um den Hals gehängt bekamen, auf denen ihre Namen und ihre „Verbrechen“, wie etwa „Separatist“ stehen, knien auf dem Boden.</p><p><strong><span style="color: #ff0000;">Tibet: Pure Verzweiflung — Selbstverbrennungen aus Protest</span></strong><br /> <strong><span style="color: #ff0000;">Weltspiegel, 11.12.2011 [Christine Adelhardt, ARD Peking/ Andreas Hilmer NDR]</span></strong><br /> <a href="http://tibetfocus.com/2011/12/12/seltene-bilder-chinesischer-brutalitat-in-tibet-fanden-ihren-weg-ins-ausland/ardtv-20111211-2103-0401-podm-h264/" rel="attachment wp-att-8190">ARDTV-20111211–2103-0401.podm.h264</a></p><p> </p><p><a href="http://tibetfocus.com/2011/12/12/seltene-bilder-chinesischer-brutalitat-in-tibet-fanden-ihren-weg-ins-ausland/monchtibet20111202_2/" rel="attachment wp-att-8177"><img class="alignleft size-full wp-image-8177" title="MonchTibet20111202_2" src="http://tibetfocus.com/wp-content/uploads/2011/12/MonchTibet20111202_2.jpg" alt="" width="617" height="463" /></a><br /> <a href="http://tibetfocus.com/2011/12/12/seltene-bilder-chinesischer-brutalitat-in-tibet-fanden-ihren-weg-ins-ausland/monchtibet20111202_4/" rel="attachment wp-att-8179"><img class="alignleft size-full wp-image-8179" title="MonchTibet20111202_4" src="http://tibetfocus.com/wp-content/uploads/2011/12/MonchTibet20111202_4.jpg" alt="" width="615" height="462" /></a></p><p>Weitere Bilder zeigen, wie große Kontingente der People’s Armed Police und einer Sondereinheit der PAP, ausgerüstet mit Schnellfeuerwaffen, auf den Straßen marschieren…</p><p><a href="http://tibetfocus.com/2011/12/12/seltene-bilder-chinesischer-brutalitat-in-tibet-fanden-ihren-weg-ins-ausland/monchtibet20111202_3/" rel="attachment wp-att-8178"><img class="alignleft size-full wp-image-8178" title="MonchTibet20111202_3" src="http://tibetfocus.com/wp-content/uploads/2011/12/MonchTibet20111202_3.jpg" alt="" width="612" height="409" /></a></p><p><a href="http://tibetfocus.com/2011/12/12/seltene-bilder-chinesischer-brutalitat-in-tibet-fanden-ihren-weg-ins-ausland/monchtibet20111202_1/" rel="attachment wp-att-8176"><img class="alignleft size-full wp-image-8176" title="MonchTibet20111202_1" src="http://tibetfocus.com/wp-content/uploads/2011/12/MonchTibet20111202_1.jpg" alt="" width="611" height="457" /></a></p><p> </p><p>Das Kloster Kirti und die Gegend von Ngaba sind schweren Einschränkungen unterworfen, seit sich im März dieses Jahres der junge Mönch Phuntsog aus Protest gegen die chinesische Besetzung Tibets selbst anzündete und die Rückkehr des Dalai Lama aus dem Exil forderte. Seitdem haben elf weitere Tibeter – Mönche, Nonnen und Laien – Feuer an sich gelegt, als letzter Tenzin Phuntsok, der sich am 1. Dezember in Chamdo anzündete.</p><p>In dem einzigen Bericht eines ausländischen Journalisten, den es seit März direkt aus Ngaba gibt, sagte der AFP-Reporter Robert Saiget im Oktober, daß „Sicherheitskräfte, viele mit Schulzschilden und Schlagstöcken bewaffnet, die Straßen der Stadt säumen“.</p><p>„Große Einheiten von Soldaten in Kampfanzügen waren zu sehen, die Maschinengewehre, mit Stiften an der Spitze versehene Metallstangen und Feuerlöscher trugen, während Polizeibusse, Lastwagen und gepanzerte Mannschaftswagen die Straßen blockierten“. Der AFP Report deckt sich völlig mit diesen nun an die Öffentlichkeit gelangten Bildern.</p><p>„Diese Fotos zeigen plastisch die Unterdrückung der Tibeter, sie offenbaren die Wahrheit“, kommentierte <a href="http://woeser.middle-way.net/2011/12/blog-post.html" target="_blank">Woeser auf ihrer Blog-Seite</a>.</p><p><a href="http://boxun.com/news/gb/china/2011/12/201112021216.shtml" target="_blank">Die Bilder sind hier zu sehen </a></p><p><a href="http://www.igfm-muenchen.de/tibet/ftc/2011/BrutaleBilder_3.12.html" target="_blank">Der ungekürzte Bericht steht hier</a></p><pre>Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) Arbeitsgruppe München</pre><p> </p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2011/12/12/seltene-bilder-chinesischer-brutalitat-in-tibet-fanden-ihren-weg-ins-ausland/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Ehemaliger Mönch des Klosters Karma in der Präfektur Chamdo legt Feuer an sich (12. Selbstverbrennung, erste in der TAR)</title><link>http://tibetfocus.com/2011/12/04/ehemaliger-monch-des-klosters-karma-in-der-prafektur-chamdo-legt-feuer-an-sich-12-selbstverbrennung-erste-in-der-tar/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2011/12/04/ehemaliger-monch-des-klosters-karma-in-der-prafektur-chamdo-legt-feuer-an-sich-12-selbstverbrennung-erste-in-der-tar/#comments</comments> <pubDate>Sun, 04 Dec 2011 10:38:33 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[News]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8130</guid> <description><![CDATA[rfa.org, tchrd.org, tibet.net, 1. Dezember 2011 - Ein ehemaliger Mönch des Klosters Karma, gegen das die chinesischen Sicherheitskräfte kürzlich in brutaler Weise vorgingen (1), zündete sich am Donnerstag aus Protest gegen die chinesische Herrschaft in Tibet an, verlautet aus Quellen im Exil. Das Kloster Karma, das am östlichen Ufer des Dzachu Flusses in der Präfektur [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>rfa.org, tchrd.org, tibet.net, 1. Dezember 2011 -<br /> Ein ehemaliger Mönch des Klosters Karma, gegen das die chinesischen Sicherheitskräfte kürzlich in brutaler Weise vorgingen (1), zündete sich am Donnerstag aus Protest gegen die chinesische Herrschaft in Tibet an, verlautet aus Quellen im Exil.</p><p>Das Kloster Karma, das am östlichen Ufer des Dzachu Flusses in der Präfektur Chamdo der TAR liegt, wurde im 12. Jahrhundert von dem ersten Karmapa gegründet. Seit es am 26. Oktober zu einem Sprengstoffattentat auf ein nahegelegenes öffentliches Gebäude kam, hält die bewaffnete Polizei das Kloster besetzt.</p><div id="attachment_8136" class="wp-caption alignleft" style="width: 494px"><a href="http://tibetfocus.com/2011/12/04/ehemaliger-monch-des-klosters-karma-in-der-prafektur-chamdo-legt-feuer-an-sich-12-selbstverbrennung-erste-in-der-tar/chinmatcheswa011211tf114/" rel="attachment wp-att-8136"><img class="size-large wp-image-8136" title="ChinMatchesWA011211tf114" src="http://tibetfocus.com/wp-content/uploads/2011/12/ChinMatchesWA011211tf114-640x932.jpg" alt="Mönche verbrennen sich ich Tibet als Folge chinesischer Unterdrückung der Religionsausübung" width="484" height="704" /></a><p class="wp-caption-text">“Chinese Matches” (Wolf Altorfer zeichnet für tibetfocus. Rechte bei tibetfocus)</p></div><p>Personen kamen bei der Explosion nicht zu Schaden, doch an den Wänden des Gebäudes erschienen rot geschriebene Slogans mit der Forderung nach Unabhängigkeit für Tibet; ausserdem wurden Flugblätter in der Umgebung verstreut.</p><p>Der 46jährige Tenzin Phuntsog „steckte sich am Nachmittag des 1. Dezembers um der Sache Tibets willen auf einem Feld in der Gemeinde Khamar in Chamdo in Brand“, teilte ein im Exil lebender Tibeter unter Berufung auf Quellen in Chamdo mit.</p><p>„Kurz darauf löschte die chinesische Polizei das Feuer und lieferte ihn mit schweren Verbrennungen in ein Krankenhaus ein“. Augenzeugen zufolge ist Tenzin Phuntsog infolge der schweren Verbrennungen völlig entstellt, und die Hoffnung, dass er überleben wird, schwindet.<br /> „Tenzin Phuntsogs Frau heisst Dolma, sie haben zwei Söhne und eine Tochter“.</p><p>Eine zweite Quelle aus Tibet bestätigte den Vorfall und fügte hinzu, Tenzin Phuntsog habe vor ein paar Tagen „mit Freunden und Verwandten über den Status Tibets und das Schicksal des tibetischen Volkes“ heftig diskutiert. „Er war sehr niedergeschlagen wegen der kürzlich über das Kloster Karma verhängten Restriktionen und die Festnahme so vieler Mönche. Es war sogar die Rede davon, dass die chinesischen Behörden das Kloster ganz schliessen würden“.</p><p>„Ehe er Feuer an sich legte, rief Tenzin Phuntsog Slogans, mit denen er mehr Freiheit für die Tibeter forderte und verstreute Flugblätter“, fuhr die Quelle fort.</p><p>Dies ist der zwölfte Fall einer Selbstverbrennung in diesem Jahr und der erste in der Autonomen Region Tibet; alle anderen ereigneten sich in der Provinz Sichuan. Im Augenblick gibt es kaum Informationen über den Vorfall, da die Region jetzt unter sehr strenger Kontrolle durch die bewaffnete Polizei steht.</p><p>In Chamdo ist die Repression sehr intensiv, insbesondere seit den Demonstrationen von 2008. Die Gegend erlebte eine dramatische Verschärfung der Sicherheitsmassnahmen und die Einführung von Notstandsmassnahmen, nachdem die Regierung in Chamdo 2009 neue strategische Anweisungen herausgab.</p><p>„Wenn die chinesische Regierung ihre repressive Politik und die Unterdrückung der Tibeter nicht beendet, dann wird die Lage noch kritischer werden“, erklärte das Tibetische Parlament-im-Exil heute in einer Pressemitteilung.</p><p>“Wir fordern, dass eine Untersuchungskommission zugelassen wird, die nach Tibet reisen kann, um die Lage vor Ort zu beurteilen, und dass sofort Massnahmen ergriffen werden, um dem Leid der Tibeter in Tibet ein Ende zu setzen“.</p><p>“Wir verurteilen die repressive Politik der chinesischen Regierung und ihre verfehlten Sicherheitsmassnahmen in Tibet“, sagte Monlam Tharchin, ein Mitglied des Tibetischen Exilparlaments anlässlich einer Kerzenmahnwache für Tenzin Phuntsog. „Augenzeugen in Tibet berichten, dass in dem Feuer, das seinen ganzen Körper verschlang, einer seiner Arme beinahe abgefallen wäre“, was bestätigt, dass es wenig Hoffnung auf sein Überleben gibt.</p><p>(1) 9. November 2011, „Drangsalierung, Festnahme, Verschwinden der Mönche des Klosters Karmagon“</p><p>Bisher gibt es kein Foto von Tenzin Phuntsok, in ihrem Blog-Eintrag von heute nennt Woeser einige weitere Details<br /> zum Verstehen des Textes ist die Google-Übersetzungsfunktion hilfreich.</p><p>Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Angelika Mensching</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2011/12/04/ehemaliger-monch-des-klosters-karma-in-der-prafektur-chamdo-legt-feuer-an-sich-12-selbstverbrennung-erste-in-der-tar/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Tibetischer Regierungschef: “Wir sind keine One Man Show”</title><link>http://tibetfocus.com/2011/11/27/dr-lobsang-sangay-k-a-l-o-n-t-r-i-p-a-ministerprasident-der-tibetischen-exilregierung-an-der-offentliche-veranstaltung-des-vereins-tibeter-jugend-europa/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2011/11/27/dr-lobsang-sangay-k-a-l-o-n-t-r-i-p-a-ministerprasident-der-tibetischen-exilregierung-an-der-offentliche-veranstaltung-des-vereins-tibeter-jugend-europa/#comments</comments> <pubDate>Sun, 27 Nov 2011 09:51:12 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[News]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8073</guid> <description><![CDATA[Welt am Sonntag, 26.11.2011, J. Eigendorf, S. Mülherr und C. Wergin - Der Tibeter Lobsang Sangay war noch nie in seinem Heimatland. Aber der 43-Jährige führt nicht nur die tibetische Exilregierung, er tritt auch die weltliche Nachfolge des Dalai Lamas an. Im indischen Darjeeling geboren, ging Lobsang Sangay mit 27 Jahren nach Harvard. Er studierte [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Welt am Sonntag, 26.11.2011, J. Eigendorf, S. Mülherr und C. Wergin -<br /> Der Tibeter Lobsang Sangay war noch nie in seinem Heimatland. Aber der 43-Jährige führt nicht nur die tibetische Exilregierung, er tritt auch die weltliche Nachfolge des Dalai Lamas an.<br /> Im indischen Darjeeling geboren, ging Lobsang Sangay mit 27 Jahren nach Harvard. Er studierte Jura, promovierte, und erhielt einen Lehrauftrag. Seit August ist er neuer Chef der tibetischen Exilregierung im indischen Dharamsala, wo auch Seine Heiligkeit der Dalai Lama lebt.</p><p>Welt am Sonntag: Was macht ein Regierungschef ohne Land und Volk?</p><p>Lobsang Sangay: Das ist wirklich kein leichter Job. Ich bin Chef einer Verwaltung, die über keine Vollzugsbehörden verfügt. Im Vergleich zu anderen Regierungschefs kann ich weder auf staatliche Einkünfte noch auf Steuern zurückgreifen. Der Job ist eine große Herausforderung. Nicht zuletzt, weil ich vermutlich der am schlechtesten bezahlte Premier der Welt bin. Aber natürlich erfüllt mich der Dienst für mein Land mit großer Genugtuung.</p><p>Welt am Sonntag: Wie sieht Ihr Kabinett aus?</p><p>Lobsang Sangay: Ich habe sechs Minister nominiert. Und das Parlament hat sie alle bestätigt. Fünf von ihnen sind unter 50, zwei der Minister sind Frauen. Eine ist für die Außenpolitik verantwortlich. Vorher hat sie in Kanada als PR-Beraterin gearbeitet, und statt Milliardenprojekte zu leiten, verdient sie jetzt einige Hundert Dollar.</p><p>Welt am Sonntag: Sie holen sich Ihre Regierungsmitglieder vor allem aus den USA. Wie reagiert die tibetische Gemeinde in den Flüchtlingscamps darauf?</p><p>Lobsang Sangay: Dass da zunächst ein wenig Zurückhaltung herrscht, ist doch ganz normal. Der Gesundheitsminister zum Beispiel ist 37 Jahre alt – einige Mitarbeiter im Ministerium sind ungefähr so lange im Dienst. Wenn auf einmal junge Leute ohne Erfahrung das Kommando übernehmen, braucht das eben seine Zeit. Aber ich glaube daran, dass sich Tradition und Moderne verbinden lassen. Wir müssen nur den Dialog suchen.</p><p>Welt am Sonntag: Anders als der Dalai Lama und Ihr Vorgänger haben Sie nie in Tibet gelebt. Wie halten Sie den Kontakt zu den Menschen dort?</p><p>Lobsang Sangay: Jedes Jahr fliehen Hunderte, manchmal Tausende Tibeter, natürlich halten uns deren Berichte auf dem Laufenden. Außerdem telefonieren wir mit unseren Verwandten, und auch wenn man nicht offen sprechen kann, erfahren wir doch das Wichtigste. Wir benutzen Codewörter.</p><p>Welt am Sonntag: Ist die tibetische Kultur in Tibet trotz chinesischer Dominanz und Repressionen noch lebendig?</p><p>Lobsang Sangay: Unbedingt! Sie ist sehr lebendig, allein die Proteste und Selbstverbrennungen der Mönche zeigen das. Als Tibet 1951 zum ersten Mal überfallen wurde, versprachen die Chinesen ein sozialistisches Paradies. Einige Tibeter haben das sogar geglaubt. Aber jene, die jetzt auf die Barrikaden gehen, sind alle unter chinesischer Besatzung groß geworden und sie haben Seine Heiligkeit noch nie persönlich kennengelernt. Obwohl sie wissen, dass sie damit mit 99-prozentiger Wahrscheinlichkeit Haft und Folter riskieren, gehen sie auf die Straße.</p><p>Welt am Sonntag: Befürworten Sie die Proteste?</p><p>Lobsang Sangay: Keineswegs. Dafür sind die Folgen zu vorhersehbar. Wie könnte ich andere zum Protest ermutigen, wenn nicht ich, sondern sie unter den Konsequenzen leiden oder gar sterben müssen?</p><p>Welt am Sonntag: Was heißt das für Ihren Umgang mit China?</p><p>Lobsang Sangay: Einerseits müssen wir weiter um unsere Freiheit kämpfen – egal, wie lange das dauern wird. Andererseits müssen wir auch auf die Chinesen zugehen. Tatsächlich habe ich die vergangenen 16 Jahre schon genau das getan: Ich habe mich in Harvard mit Hunderten Studenten und Wissenschaftlern aus China getroffen, außerdem sieben große Konferenzen organisiert. Ich hätte das nicht tun müssen, zumal die Begegnung mit Chinesen in der Regel keine angenehme Erfahrung ist. Viele von ihnen sind ignorant und nationalistisch.</p><p>Welt am Sonntag: Wie kommen Sie darauf?</p><p>Lobsang Sangay: Sie glauben nicht, mit welchen Fragen mich manche Chinesen schon konfrontiert haben. “Wir haben euch friedlich befreit – weshalb seid ihr nicht dankbar?” Wenn ich dann wissen will, woher sie ihre Informationen haben, verweisen sie auf die chinesischen Medien. Auf Rückfrage bestätigen sie mir dann, dass sie diesen Medien bei innenpolitischen Fragen nur die Hälfte dessen glauben, was geschrieben steht oder im Fernsehen kommt. Welchen Teil der Tibet-Berichterstattung sie für falsch halten, mit dieser Frage lasse ich meine Gesprächspartner dann meistens verwirrt zurück…</p><p>Welt am Sonntag: Viele junge Tibeter verlieren die Geduld mit dem gewaltfreien Kampf. Vergleicht man ihn mit jenem der Palästinenser, gewinnt man den Eindruck, dass Terror weiter führt auf dem Weg zum eigenen Staat als Gewaltverzicht.</p><p>Lobsang Sangay: Die Palästinenser sind da, wo sie heute sind, weil sie auf die Unterstützung ölreicher arabischer Staaten zählen können. In der Generalversammlung der Vereinten Nationen stehen die Araber und ihre Ölkunden hinter den Palästinensern. Wir hingegen haben kein Öl, sondern nur Mönche. Und trotzdem ist unsere Bewegung noch am Leben und findet weltweit Beachtung. Tatsächlich glaube ich, dass ein Teil unseres Erfolgs genau darin besteht, dass wir auf Gewalt und Terror verzichten. Waffen sprechen zu lassen ist der einfachste Ausweg. Aber in unserem Fall ist das ein aussichtsloses Unterfangen: Hier stehen sechs Millionen Tibeter 1,2 Milliarden Chinesen gegenüber…</p><p>Welt am Sonntag: Wenn Sie gegen jede Form von Gewalt sind, sollten Sie dann nicht entschlossener gegen die Selbstverbrennung von Mönchen auftreten?</p><p>Lobsang Sangay: Der Dalai Lama und ich haben uns schon mehrfach gegen die Selbstverbrennungen ausgesprochen. Aber ich bin selbst kein Mönch und will mir kein Urteil erlauben. Wichtig ist: Mit ihrem Tun schaden sie niemandem außer sich selbst. Es handelt sich um traurige Verzweiflungstaten, für die einzig und allein die Chinesen verantwortlich sind. Die Besetzung treibt die Mönche dazu! Das Einzige, was diese Verzweiflungstäter wirklich aufhalten könnte, sind klare Worte seitens der internationalen Gemeinschaft. Die Menschen in Tibet müssen das Gefühl haben, dass sie gehört werden, dass man ihre Lage versteht – und bereit ist, für sie einzutreten. Das bedeutet auch, dass die internationalen Staatschefs bei Treffen mit der chinesischen Regierung die Tibet-Frage explizit ansprechen müssen.</p><p>Welt am Sonntag: Sie kommen gerade aus den USA, jetzt besuchen Sie Europa. Worin unterscheiden sich diese Stationen?</p><p>Lobsang Sangay: In den USA werden wir auch von Regierungsmitgliedern empfangen. Das verärgert die Chinesen sehr. Bevor wir in die USA aufgebrochen sind, wurde einer unserer Computer gehackt, sensible Informationen wie beispielsweise unser Reiseprogramm wurden publik gemacht. Obwohl ein Teil meiner Delegation sehr besorgt um unsere Sicherheit war, wollte ich mich nicht von den Chinesen einschüchtern lassen – und wir haben die Reise wie geplant durchgeführt.</p><p>Welt am Sonntag: Woher wissen Sie, dass die Chinesen dahinterstecken?</p><p>Lobsang Sangay: Wir haben später die Wanze gefunden. Namhafte US-Politiker wie John McCain oder Nancy Pelosi haben uns den Rücken gestärkt, und wir haben sogar noch mehr Leute getroffen als geplant. Das war ein starkes Signal an uns Tibeter – und an die Chinesen. Natürlich ist die Ausgangslage in Europa eine andere. Auch die Europäer haben uns so weit unterstützt, wie sie eben konnten.</p><p>Welt am Sonntag: Heißt das, der Handlungsspielraum der Europäer in der Finanzkrise sei beschränkt, weil die Abhängigkeit von den Chinesen gestiegen ist?</p><p>Lobsang Sangay: Es liegt im Ermessen der europäischen Regierungen, wie viel Einfluss sie geltend machen wollen bei den Chinesen. Ich bin glücklich darüber, von zahlreichen Mitgliedern des Deutschen Bundestags empfangen worden zu sein.</p><p>Welt am Sonntag: Welche Ziele verfolgen Sie in den nächsten fünf Jahren Ihrer Amtszeit?</p><p>Lobsang Sangay: Mein zentrales Anliegen ist die Übergabe der Macht von einer Generation an die nächste. In meinem Fall bedeutet das die Übertragung der Verantwortung von Seiner Heiligkeit an mich. Die Chinesen sagen, der tibetische Kampf hänge einzig und allein am Dalai Lama. Sie gehen davon aus, dass die Bewegung nach dem Tod des Dalai Lamas im Sand verlaufen wird. Aber das stimmt nicht: Wir sind keine One-Man-Show. Meine Aufgabe ist es, das zu verhindern. In einem weiteren Schritt wird es dann eines Tages in meiner Verantwortung liegen, die nächste Generation mit dem Kampf zu betrauen. Ich muss also aus dem Kampf eines Mannes den Kampf vieler machen.</p><p>Welt am Sonntag: Der Dalai Lama bleibt allerdings der Übervater dieses Kampfes, oder?</p><p>Lobsang Sangay: Wir zweifeln keineswegs daran, dass Seine Heiligkeit die Hauptstimme und das Gesicht der tibetischen Freiheitsbewegung ist. Uns ist nur wichtig, dass die Chinesen am Ende nicht recht behalten, wenn sie sagen: Stirbt der Dalai Lama, stirbt auch die Bewegung. Seine Heiligkeit wird immer eine herausgehobene Stellung für das tibetische Volk behalten. Aber er hat viel für die Zeit nach ihm getan. Unsere Exilführung demokratischer zu gestalten, war von jeher sein Ziel. Er hat damit schon in den 50er-Jahren begonnen, als er ein Parlament einführte. Später trieb er ein Gesetz voran, das seine eigene Absetzung als weltlicher Herrscher möglich macht. Über die vergangenen 50 Jahre haben die Tibeter in Demokratie investiert. Ich selbst bin ein Produkt dieser Strategie. Die Botschaft an Peking ist klar: Es ist nicht der Kampf eines Einzelnen, er wird weitergehen, wenn Seine Heiligkeit von uns geht.</p><p>Welt am Sonntag: Den Tod des Dalai Lamas überhaupt zu thematisieren, ist etwas Ungewöhnliches für einen Tibeter. Handeln Sie in seinem Auftrag?</p><p>Lobsang Sangay: Er hat genau das gesagt, bei meiner Amtseinführung. Die Übergabe der Verantwortung ist sein lange gehegter Plan. Er spricht ja sogar davon, dass seine geistige Wiedergeburt einer Ernennung seines Nachfolgers weichen könnte…</p><p>Welt am Sonntag: Aber das würde einen Bruch mit den Traditionen bedeuten. Seit dem 16. Jahrhundert wird erst, wenn der Dalai Lama verstorben ist, der neue gesucht – es ist ja seine Wiedergeburt.</p><p>Lobsang Sangay: Das stimmt, bezieht man sich auf die Tradition der letzten 14 Dalai Lamas. Aber das gilt nicht für die buddhistische Tradition an sich. Einige der größten Lamas des 20. Jahrhunderts wurden ernannt – ein durchaus gängiger Brauch im Buddhismus.</p><p>Welt am Sonntag: Das klingt nach einer groß angelegten Strategie. Die Tibeter können sich im Kampf für ihre Unabhängigkeit kein Machtvakuum von 20 Jahren leisten, in denen der wiedergeborene Dalai Lama heranwächst…</p><p>Lobsang Sangay: Der Glaube und die Treue der Tibeter Seiner Heiligkeit gegenüber sind absolut. Wenn er selbst einen Nachfolger bestimmt, werden wir seine Entscheidung respektieren. Abgesehen davon: Wer könnte besser als er selbst seinen Nachfolger auf die Rolle vorbereiten?</p><p> </p><p><span style="color: #ff0000;"><strong>Dr. Lobsang Sangay  KALON   TRIPA  (Premierminister der tibetischen Exilregierung)  trifft Parlamentarische Gruppe für Tibet</strong></span></p><p>Medienmitteilung -</p><p>Tibetischer Premierminister trifft Parlamentarische Gruppe Tibet.</p><p>Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China und momentane Lage in Tibet  nach 11 Selbstverbrennungen auf  Traktandenliste.</p><p>Bern, 21. November 2011</p><p>Auf Einladung der Parlamentarischen Gruppe Tibet und der Gesellschaft Schweizerisch-­Tibetische Freundschaft ( GSTF ) traf sich der in diesem Jahr neu gewählte Kalon Tripa (tibetisch für Premierminister) Dr. Lobsang Sangay erstmals mit der Nationalrätin Maya Graf /BL),die die Parlamentarische Gruppe Tibet vertrat. Für den neu gewählten Kalon Tripa Dr. Lobsang Sangay hatte das Treffen mit der Schweizer Parlamentarierin eine ganz spezielle Bedeutung, da die Schweiz eines der ersten westlichen Länder war, welches tibetische Flüchtlinge aufgenommen hatte. „Ich möchte der Schweizer Regierung für das Aufnehmen vieler tibetischer Flüchtlinge danken. Die Schweiz setzte sich aktiv für Menschenrechte ein. Ich hoffe, dass sie diese Tradition weiterhin aufrecht hält – auch im Hinblick auf das Freihandelsabkommen mit China. Die Situation in Tibet ist tragisch, grundlegende Menschenrechte wie die Religionsfreiheit werden nicht gewährt. Die chinesische Tibet-­‐Politik geht so weit, dass in diesem Jahr bereits 11 junge Geistliche aus Protest gegen dieses Regime sich selbst verbrannten“, so Dr. Lobsang Sangay. Das Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China, die Selbstverbrennungen und Tibet als „dritter Pol“ in der weltweiten Klimadiskussion waren die Hauptthemen zwischen der Schweizer Parlamentarierin und dem neu gewählten Premierminister der tibetischen Exilregierung. Der tibetische Premierminister äusserte sich besorgt über die verheerende Umweltpolitik Chinas. „Tibets Wasser wird auch weisses Gold genannt. 47% der Weltbevölkerung nutzt das Wasser der in Tibet entspringenden Flüsse. China raubt diese und weitere natürliche Ressourcen und setzt damit auf kurzfristige, nationale Interessen.“ Für Maya Graf, Vize‐ Präsidentin der Parlamentarischen  Gruppe Tibet ist klar: „Was in Tibet klima‐und menschenrechtspolitisch passiert, ist nicht allein  ein Problem Tibets, sondern ein Problem mit globalen  Folgen. China muss grundlegende Menschenrechte einhalten  und den Tibeterinnen und Tibetern das Recht geben, Ihre Kultur und Religion auszuüben. Im Hinblick auf das Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China dürfen die Menschenrechte nicht auf der Strecke bleiben. Die Schweiz muss Verantwortung übernehmen. “, so Maya Graf. „Verbindliche Menschenrechtsklauseln sowie ökologische Kriterien müssen in das Abkommen eingebaut werden.“ Seit Anfang 2011 verhandelt die Schweiz mit China über ein Freihandelsabkommen.</p><p>Die Gesellschaft Schweizerisch‐Tibetische Freundschaft setzt sich mit verschiedenen Partnerorganisationen dafür ein, dass die Menschenrechte dabei nicht in den Hintergrund rücken.</p><p> </p><p>Kontakt: Kelsang Gope, Medienbeauftragter GSTF, <a href="mailto:medien@gstf.org"><a href="mailto:med%69%65%6e&#64;&#103;%73%74%66%2e%6f&#114;&#103;">medien@gstf.org</a></a> , 079 882 82 93</p><p> </p><p><strong><span style="color: #ff0000;">Medienspiegel zum Besuch von Dr. Lobsam Sangay</span></strong></p><p><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1610062/" target="_blank">Tibetischer Kabinettschef im Deutschlandfunk (Interview)</a></p><p><a href="http://www.blick.ch/news/ausland/hoher-tibetischer-besuch-in-der-schweiz-124691" target="_blank">Blick</a></p><p><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/tibet_premierminister_selbstverbrennungen_schweiz_1.13379501.html" target="_blank">NZZ-online</a></p><p><a href="http://www.tsr.ch/video/info/journal-continu/3598643-interview-du-premier-ministre-tibetain-en-exil-l-sangay.html" target="_blank">www.tsr.ch</a></p><p><a href="http://worldradio.ch/wrs/news/switzerland/im-trying-to-give-voice-to-the-cries-of-these-tibe.shtml?27682" target="_blank">worldradio.ch</a></p><p><a href="http://www.daylife.com/photo/05Q0cNc9mj7e4?__site=daylife" target="_blank">www.daylife.com</a></p><p> </p><p> </p><p> </p><p>Sonntag, 20. November 2011<br /> 14.30 bis 17.00 Uhr<br /> Volkshaus — Gelber Saal<br /> Stauffacherstrasse 60<br /> 8004 Zürich</p><p>Herr Dr. Lobsang Sangay<br /> KALON   TRIPA  (Ministerpräsident der tibetischen Exilregierung)<br /> besucht den VTJE und Interessierte im Volkshaus Zürich.</p><p>Der frisch gewählte Kalon Tripa wird auf dem “heissen Stuhl” Platz nehmen, wo er den kritischen Fragen des Moderators, Kunsang Woakpa, ausgesetzt sein wird. Nach dem Motto “hart, aber fair” muss Dr. Lobsang Sangay zu brisanten Themen der tibetischen Exilregierung (Schwerpunkt: tibetische Jugend, Innen– und Aussenpolitik) Stellung beziehen.</p><p>Verpasst diese einmalige Gelegenheit nicht und schaut rein, wenn sich Dr. Lobsang Sangay delikaten Fragen stellen muss.</p><p>Wir freuen uns auf Euer zahlreiches Erscheinen!</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2011/11/27/dr-lobsang-sangay-k-a-l-o-n-t-r-i-p-a-ministerprasident-der-tibetischen-exilregierung-an-der-offentliche-veranstaltung-des-vereins-tibeter-jugend-europa/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Hunderte Tibeter und Tibetunterstützer wie Cédric Wermuth (SP) als Leichen auf dem Helvetiaplatz Zürich: Die Bilder und das Video!</title><link>http://tibetfocus.com/2011/11/05/weltweiter-aktionstag-fur-tibet-am-2-november-protestkundgebung-auch-in-zurich/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2011/11/05/weltweiter-aktionstag-fur-tibet-am-2-november-protestkundgebung-auch-in-zurich/#comments</comments> <pubDate>Sat, 05 Nov 2011 06:00:44 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[News]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8031</guid> <description><![CDATA[Zürich, 2.11.2011 — Anlässlich des weltweiten Aktionstages für Tibet fand auch in Zürich eine Protest-Aktion statt. Tibeter und Tibetunterstützer haben gemeinsam mit prominenter Unterstützung von SP-Vizepräsident Cédric Wermuth mittels einer Kreidenaktion, bei welcher hunderte von Tatortmarkierungen auf den Boden gezeichnet wurden, auf die zunehmenden Repressionen in Tibet aufmerksam gemacht. Auf allen Kontinenten wurde am 2. [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Zürich, 2.11.2011 — Anlässlich des weltweiten Aktionstages für Tibet fand auch in Zürich eine Protest-Aktion statt. Tibeter und Tibetunterstützer haben gemeinsam mit prominenter Unterstützung von SP-Vizepräsident Cédric Wermuth mittels einer Kreidenaktion, bei welcher hunderte von Tatortmarkierungen auf den Boden gezeichnet wurden, auf die zunehmenden Repressionen in Tibet aufmerksam gemacht.</p><p>Auf allen Kontinenten wurde am 2. November 2011 auf die immer dramatischer werdende Situation in Tibet mittels Protestaktionen hingewiesen. In Zürich haben der Verein Tibeter Jugend in Europa, die Tibetische Frauenorganisation Schweiz und die Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft mit Unterstützung der Tibeter Gemeinschaft Schweiz/Liechtenstein mittels einer Chalk-Aktion (<a href="http://www.chalktibet.org/tell-me-how/wie-funktioniert-es%e2%80%a6/" target="_blank">www.chalktibet.org</a>) auf dem Zürcherischen Helvetiaplatz aufsehenerregend auf das Sterben der Tibeter in Tibet hingewiesen.</p><p>Auf dem Helvetiaplatz hinterliess auch der frisch gewählte Nationalrat  Cédric Wermuth (SP) seine Spuren. „Mit der Teilahme an dieser Aktion möchte ich meine Solidarität mit dem tibetischen Volk ausdrücken und als Schweizer Politiker für die Einhaltung der Menschenrechte weltweit einstehen. Es kann nicht sein, dass wir zwar wirtschaftlich vom System China profitieren wollen, aber betreffend der Menschenrechte einfach die Augen verschliessen. Eine gesunde Wirtschaft kann nur mit Einhaltung grundlegender Menschenrechte entstehen“, so der SP-Vizepräsident.</p><p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=70VCBGMdAfc&amp;fb_source=message" target="_blank">Hier zum Clip auf YouTube mit der Ansprache von Cédric Wermuth</a></p><p><a href="http://www.flickr.com/photos/gstf/sets/72157628049972022/" target="_blank">…und weitere Bilder der Veranstaltung in Zürich</a></p><p><a href="http://tibetfocus.com/2011/11/05/weltweiter-aktionstag-fur-tibet-am-2-november-protestkundgebung-auch-in-zurich/cedric-3/" rel="attachment wp-att-8049"><img class="alignleft size-large wp-image-8049" title="Cedric Wermuth" src="http://tibetfocus.com/wp-content/uploads/2011/11/cedric2-640x480.jpg" alt="" width="640" height="480" /></a><br /> Nationalrat Cédric Wermuth als “Leiche” für ChalkTibet</p><p>Hintergrund der weltweiten Proteste ist die eskalierende Situation in Tibet. Seit März diesen Jahres haben sich aus Protest gegen die unsägliche Unterdrückungspolitik Chinas 10 Personen angezündet, 6 alleine im Monat Oktober.</p><p>Gleich mehrere Menschenrechtsexperten der UNO kritisieren China wegen seines Vorgehens gegen tibetische Mönche und Klöster. Dass bewaffnete Soldaten in Klöstern die religiösen Aktivitäten überwachten, verletze das Recht auf Religionsfreiheit, so der zuständige UNO-Sonderberichterstatter, Heiner Bielefeldt. Laut dem Jahresbericht des US-State-Department über die Religionsfreiheit in aller Welt, welcher kürzlich herausgegeben wurde, führten Restriktionen, Diskriminierung und religiöse Einschränkungen dazu, dass Mönche in Tibet zu so drastischen Protestmitteln griffen.</p><p>Der Präsident der Gesellschaft Schweizerisch– Tibetische Freundschaft (GSTF), Dr. Tashe Thaktsang: „China muss daran erinnert werden, sich an seine eigene Verfassung zu halten, die ja Religionsfreiheit ausdrücklich zusichert. Dringend abgeschafft werden muss die Administrativhaft. Mit diesem Instrument werden Tibeter ohne Gerichtsverhandlung aus dem Stand ins Gefängnis geschickt. Bis zu drei Jahre. Man darf nicht die Augen verschließen – auch wenn China das nicht gefällt.“</p><p>Nach Ansprachen der verschiedenen Organisationen ging der Demonstrationszug mit Fackeln und Ballonen über die Zürcher Innenstadt vor das chinesische Konsulat, wo die Kundgebung schlussendlich mit Skandieren von Slogans, Gebeten und dem Aufsteigenlassen der Ballone beendet wurde.</p><p><a href="http://tibetfocus.com/2011/11/05/weltweiter-aktionstag-fur-tibet-am-2-november-protestkundgebung-auch-in-zurich/free-tibet/" rel="attachment wp-att-8054"><img class="alignleft size-full wp-image-8054" title="free-tibet" src="http://tibetfocus.com/wp-content/uploads/2011/11/free-tibet.jpg" alt="" width="640" height="480" /></a></p><p>Die Organisatoren der Kundgebung sind Teil des Internationalen Tibet Netzwerkes, welches auf <a href="http://www.standupfortibet.org" target="_blank">www.standupfortibet.org</a> eine Petition lanciert hat. Unterzeichnende für eine Veränderung der Situation in Tibet sind unter anderem Erzbischoff Tutu, Schauspieler Richard Gere und auch die Band Radiohead.</p><p>Presse:</p><p><a href="http://www.20min.ch/news/zuerich/story/Tibet-Aktion-auf-dem-Helvetiaplatz-16855335" target="_blank">Tibet — Aktion auf dem Helvetiaplatz,  20Minuten Online </a></p><p><strong>20min (CH), 2.11.11:  Tibet-Aktion auf dem Helvetiaplatz</strong></p><p>Anlässlich des globalen Tibet-Aktionstages haben am Mittwoch rund 400 Personen auf dem Helvetiaplatz in Zürich protestiert.</p><p>Sie malten Umrisse von «Leichen» auf den Boden, um damit ein Zeichen gegen Diskriminierung zu setzen. Der Protest richte sich gegen die «unsägliche Unterdrückungspolitik» Chinas, heisst es auf Seiten der Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft. Religiöse Einschränkungen führten in China dazu, dass Mönche in Tibet zu drastischen Mitteln griffen und sich selbst anzündeten. An der Kundgebung beteiligte sich auch der frisch gewählte Nationalrat und Jungpolitiker Cédric Wermuth (SP/AG). Der bewilligte Protestmarsch verlief friedlich.</p><p> </p><p><strong>Weltweiter Aktionstag für Tibet am 2. November — Protestkundgebung auch in Zürich!</strong></p><p>Am 2. November finden auf der ganzen Welt Aktionen und Kundgebungen für Tibet statt. Seien auch Sie in Zürich dabei und werden Sie Teil der Solidaritätsbewegung:</p><p>Protestkundgebung Zürich:<br /> Datum: 2. November 2011<br /> Beginn: 18.30 Uhr<br /> Ort: Helvetiaplatz, Zürich</p><p>Programm:<br /> Ansprachen der verschiedenen Organisationen<br /> Gemeinsame “Chalk for Tibet”- Grossaktion (mehr Infos zu dieser Aktion siehe unten)<br /> Protestmarsch zum chinesischen Konsulat durch die Innenstadt<br /> Protest vor chinesischem Konsulat</p><p>Weltweite Aktionen:<br /> Auf der ganzen Welt finden am 2. November Solidaritätskundgebungen für Tibet statt. Höhepunkt ist sicherlich der G20 Gipfel in Nizza, an welchem der chinesische Premier Hu JIntao von Tibetunterstützern empfangen wird! Zudem hat die GSTF und die über 150 Mitgliedorganisationen des internationalen Tibetnetzwerkes ITN über die Homepage www.standupfortibet.org Unterzeichner für die Petition “Stand up for Tibet” gesammelt. Falls Sie dies noch nicht gemacht haben, können Sie dies hier machen.</p><p>An der Kundgebung in Zürich werden wir wie oben angkündigt eine <a title="www.chalktibet.org" href="http://www.chalktibet.org/tell-me-how/wie-funktioniert-es%e2%80%a6/" target="_blank">gemeinsame Chalk-Aktion starten</a>. Alle Teilnehmer werden  so Ihr Zeichen auf dem Helvetiaplatz hinterlassen. Wir wären froh, wenn Sie eine Kreide mitnehmen könnten. Wieso sehen Sie <a href="http://www.chalktibet.org/tell-me-how/wie-funktioniert-es%e2%80%a6/" target="_blank">hier</a>.<br /> Die Solidaritätskundgebung wird vom Verein Tibeter Jugend in Europa, der Tibetischen Frauenorganisation Schweiz und der Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft organisiert. Die Tibeter Gemeinschaft Schweiz-Liechtenstein unterstützt den Anlass.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2011/11/05/weltweiter-aktionstag-fur-tibet-am-2-november-protestkundgebung-auch-in-zurich/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>4</slash:comments> </item> <item><title>Protest gegen China: Serie von Selbstverbrennungen hält an</title><link>http://tibetfocus.com/2011/11/03/zwei-festnahmen-in-ngaba-truppenverstarkung-in-lhasa-tibetische-einwohner-werden-schikaniert/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2011/11/03/zwei-festnahmen-in-ngaba-truppenverstarkung-in-lhasa-tibetische-einwohner-werden-schikaniert/#comments</comments> <pubDate>Thu, 03 Nov 2011 14:51:18 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[News]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=7994</guid> <description><![CDATA[Focus, 4.11.11: Protest gegen die Herrschaft Chinas in Tibet haben sich eine Nonne und ein Exil-Tibeter selbst angezündet. Der Dalai Lama macht Pekings repressive Politik dafür verantwortlich. Die 35-Jährige sei ihren schweren Verbrennungen erlegen, berichtete die amtliche, chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag. Es war bereits die elfte Selbstverbrennung in diesem Jahr und die zweite Nonne, [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Focus, 4.11.11:</p><p>Protest gegen die Herrschaft Chinas in Tibet haben sich eine Nonne und ein Exil-Tibeter selbst angezündet. Der Dalai Lama macht Pekings repressive Politik dafür verantwortlich.</p><p>Die 35-Jährige sei ihren schweren Verbrennungen erlegen, berichtete die amtliche, chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag. Es war bereits die elfte Selbstverbrennung in diesem Jahr und die zweite Nonne, die sich mit einer solchen Aktion das Leben genommen hat.</p><p>Palden Choetso aus dem Kloster Geden Choeling in Dawu in der tibetischen Präfektur Garze (Provinz Sichuan) habe sich auf der Chume-Brücke mit Benzin überschüttet und angezündet, berichtete die Organisation Free Tibet aus London. Sie habe „Lang lebe der Dalai Lama“ und „Lasst den Dalai Lama nach Tibet zurückkehren“ gerufen.</p><p>In seinem Exil in Indien hat sich am Freitag ein Exil-Tibeter ebenfalls selbst in Brand gesetzt. Wie die Polizei mitteilte, wurde der 25-Jährige von Sicherheitskräften vor der chinesischen Botschaft in Neu-Delhi überwältigt und in ein Krankenhaus gebracht. Den Angaben zufolge erlitt der Mann leichte Verletzungen. Beim Löschen des Feuers habe er „Freiheit für Tibet“ und „Stoppt das Töten in Tibet“ gerufen.</p><p>Dalai Lama verurteilt Selbstmorde</p><p>Chinesische Behörden warfen dem religiösen Oberhaupt der Tibeter vor, die Mönche und Nonnen zu den Selbstverbrennungen angestiftet zu haben, wie Xinhua berichtete. Der Dalai Lama hingegen hatte die Selbstmorde vergangene Woche verurteilt und die „rücksichtslose“ chinesische Politik für die Verzweiflung vieler Tibeter verantwortlich gemacht. Sechs Tibeter sind bei den Selbstverbrennungen bisher ums Leben gekommen.</p><p>Die erneute Aktion demonstriere eindeutig, dass die Tibeter „weiter nach Freiheit rufen werden, egal, was es kostet“, sagte Free Tibet-Direktorin Stephanie Brigden. China müsse den Rufen nachkommen. Auch müsse die Weltgemeinschaft dem chinesischen Regime deutlich machen, dass es für die „repressive Politik“ in Tibet verantwortlich gemacht werde.</p><p>Behörden reagieren mit Repressalien</p><p>Die Selbstverbrennungen, die in Tibet keine traditionelle Methode des Protests sind, finden vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen und Unruhen in der tibetischen Region statt. Die chinesischen Behörden reagieren mit der Stationierung weiterer Truppen, Straßensperren, willkürlichen Festnahmen, Hausdurchsuchungen und der zeitweisen Unterbrechung von Internet und Telefon, wie exiltibetische Aktionsgruppen berichteten.</p><p><span style="color: #ff0000;"> <strong>10. Selbstverbrennung in Tibet: Mönch in Kardze setzt sich in Flammen</strong></span></p><p>Am 25. Oktober zündete sich Dawa Tsering, ein tibetischer Mönch in der TAP Kardze, Provinz Sichuan, vor einer Menge versammelter Tibeter an. Dies ist der zehnte Selbstverbrennungs-Protest gegen die chinesische Herrschaft dieses Jahr.</p><p>Der 31jährige Dawa Tsering, ein Mönch des Klosters Kardze, zündete sich während der jährlichen Ritualtänze im Kloster an. Von Flammen umzingelt, rief er Parolen für die Rückkehr des Dalai Lama und die Freiheit Tibets. Er rief die Tibeter auf, vereint gegen die Herrschaft Pekings zu stehen…</p><p>Seine Mitmönche löschten die Flammen und brachten ihn ins Volkshospital, wo er notdürftig versorgt wurde. Da die Polizei gefolgt war und drohte ihn festzunehmen und nach China zu schaffen, verzichtete er auf weitere medizinische Behandlung. Festnahme würde für ihn maßlose Schläge trotz seines prekären Zustandes bedeuten…</p><p>Es kam zu einem heftigen Wortwechsel zwischen der Polizei und den Mönchen. Letzteren gelang es, den in Bandagen gewickelten Dawa Tsering ins Kloster zurückzubringen. Er sagte seinen Mitmönchen, er habe sich um der tibetischen Nation und des tibetischen Volkes willen angezündet. Im Augenblick scheint er noch am Leben zu sein.</p><p>Die Lage ist jedoch sehr angespannt. Die Mönche fürchten, daß chinesische Sicherheitskräfte eingreifen und Dawa Tsering gewaltsam festnehmen könnten.</p><p>In der Gegend von Kardze kommt es immer wieder zu Protestaktionen, sowohl einzelner Tibeter als auch kleinerer Grüppchen, und das trotz der drohenden Festnahme und der gewaltsamen Reaktion der chinesischen Polizei auf solche Aktivitäten.</p><p>Am 15. August hatte sich Tsewang Norbu, ein 28jähriger Mönch des Klosters Nyitso in der TAP Kardze, vor einem Regierungsgebäude in Tawu in Brand gesetzt. Zuvor hatte er Flugblätter verteilt, auf denen er Menschenrechte und die Rückkehr des Dalai Lama forderte.</p><p>Zehn Tibeter, zumeist Mönche aus der Präfektur Ngaba, haben sich dieses Jahr selbst angezündet, und mindestens fünf von ihnen sind gestorben. Sie sagten, sie wollten ihr Leben opfern als Protest gegen die Herrschaft Pekings und die von den chinesischen Sicherheitskräften an dem tibetischen Volk verübten Menschenrechtsverletzungen.</p><p> </p><p><span style="color: #ff0000;"><strong>Zwei Festnahmen in Ngaba — Truppenverstärkung in Lhasa, tibetische Einwohner werden schikaniert</strong></span></p><p>rfa.org, 20. Oktober 2011 — Video s.unten -<br /> Die chinesischen Behörden haben zwei weitere tibetische Mönche des Klosters Kirti in Ngaba festgenommen, während die dortige Bevölkerung ihre Solidarität mit ihren Landsleuten, die sich aus Protest gegen Chinas Herrschaft selbst verbrannt hatten, bekundeten.</p><p><a title="Tibetan-Area-Under-Siege" href="http://www.rfa.org/english/video?param=value&amp;storyId=Tibetan-Area-Under-Siege" target="_blank">Video von rfa.org zu den Selbstverbrennungen</a></p><p><a href="http://tibetfocus.com/2011/11/03/zwei-festnahmen-in-ngaba-truppenverstarkung-in-lhasa-tibetische-einwohner-werden-schikaniert/selbstverbrennung1/" rel="attachment wp-att-8023"><img class="alignleft size-full wp-image-8023" title="Selbstverbrennung1" src="http://tibetfocus.com/wp-content/uploads/2011/10/Selbstverbrennung1.jpg" alt="" width="689" height="348" /></a></p><p>Am Mittwoch, 19. Oktober, versammelten sich zahlreiche Tibeter in der Kreisstadt, sie trugen traditionelle Kleidung und sprachen Gebete für die Toten. Von den insgesamt neun Personen, die sich dieses Jahr selbst angezündet haben, sind fünf gestorben. Das Schicksal der übrigen ist unbekannt.</p><p>„In der Nacht des 17. Oktober drangen Polizisten in das Zimmer des 28jährigen Mönchs Phuntsok im Kloster Kirti ein, schlugen ihn und führten ihn dann ab“, berichteten Kanyag Tsering und Lobsang Yeshi vom Exilkloster Kirti in Indien. „Sie durchwühlten sein Zimmer, wohin er gebracht wurde, ist nicht bekannt“.</p><p>Und wenige Tage zuvor war der Mönch Jigme Choephel festgenommen worden, weshalb, ist ebensowenig bekannt. Auch ein paar Laien traf dasselbe Schicksal, doch ihre Namen sind bislang nicht bekannt.</p><p>Am Montag, 17. Oktober, hatte sich die 20jährige Nonne Tenzin Wangmo in Flammen gesetzt. Sie rief einige Minuten lang nach Freiheit für Tibet und forderte die Rückkehr des Dalai Lama, ehe sie den Verbrennungen erlag.</p><p>„Der Körper der Nonne Tenzin Wangmo wurde noch am selben Abend eingeäschert, wie die Regierung es gefordert hatte. Bis jetzt hat die chinesische Regierung den Vorfall noch nicht offiziell bestätigt“.</p><p>Am Mittwoch, 19. Oktober, sei eine große Menge von Tibetern auf den Strassen der Stadt zusammengekommen, sie hätten Gebete gesprochen und gefastet als Zeichen der Solidarität. „Zweimal versuchten sie öffentlich zu protestieren, doch es gelang ihnen nicht, weil Polizei und paramilitärische Kräfte ihnen mit ihren Waffen drohten und sie vertrieben“.</p><p>Vor einigen Tagen hielten die Behörden in jeder Gemeinde im Bezirk Ngaba ein Meeting ab, bei dem sie die Bevölkerung informierten, daß es den Mönchen verboten sei, für diejenigen zu beten, die als Resultat von regierungsfeindlichen Protesten starben. Die Behörden erklärten, dass „Leute in führenden Positionen und die Angehörigen zur vollen Verantwortung gezogen würden, falls Mönche Gebete für die Verstorbenen rezitierten“.</p><p>Norbu Damdul, der sich am 15. Oktober in Brand gesteckt hatte, wurde Quellen zufolge aus der Stadt entfernt. Jemand sah, wie die Behörden ihn in einem Fahrzeug aus dem Krankenhaus wegfuhren, sein Zustand und sein Verbleib sind unbekannt.</p><p>Auch nach Lhasa sind chinesische Sicherheitskräfte in großer Zahl gekommen, um etwaigen Protesten der Einwohner vorzubeugen. „Tausende von Soldaten erschienen am Abend des 19. Oktobers in der Stadt“, berichtete ein Anrufer aus der Lhasa, der anonym bleiben möchte. „Und am nächsten Tag war Lhasa voller Sicherheitskräfte“.</p><p>Ob es sich bei diesen um Truppen der Volksbefreiungsarmee oder um Angehörige der paramilitärischen Bewaffneten Volkspolizei oder gar um beide handelt, ist nicht klar.</p><p>„Einige meinen, die Selbstverbrennungsproteste in Ngaba seien der Grund für diese Sicherheitsverstärkung, während andere sagen, die neue Solidaritätsbewegung unter den Exiltibetern sei der Grund“. „Die Soldaten sind nun an allen Kreuzungen, auf den größeren Strassen, um den Jokhang Tempel und am Potala Palast stationiert“. „Auch ausserhalb von Lhasa sind sie, sie sind überall in der Stadt“.</p><p>„Einheiten von zehn Soldaten wurden an jeder Straßenkreuzung aufgestellt, mit ihren Fingern am Abzug, bereit zu schießen. Die Restriktionen in Lhasa sind einschneidend und furchterregend“.</p><p>„Die Sicherheitskräfte suchen nun alle Tibeter ab, die aus Kham und Amdo kommen, ebenso Mönche und Nonnen und jeden, der osttibetische Kleidung oder Haartracht trägt.“</p><p>„Die Soldaten überprüfen auch die Mobiltelefone der Tibeter, sie schauen nach Bildern des Dalai Lama oder anderen religiösen Führern wie dem Karmapa. Sie suchen auch nach tibetischen Liedern und nach allem, was ihnen irgendwie politisch suspekt erscheint.</p><p>„Aus dem geringsten Anlass halten sie Tibeter fest, suchen sie ab und bringen sie in ein Haftzentrum in Tagtse ausserhalb Lhasas. Diejenigen, auf die weiterer Verdacht fällt, werden in das Haupt-Haftzentrum in Lhasa geschafft“.</p><p>Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Angelika Oppenheimer</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2011/11/03/zwei-festnahmen-in-ngaba-truppenverstarkung-in-lhasa-tibetische-einwohner-werden-schikaniert/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Petition unterzeichnen auf AVAAZ.org: Save Tibetan Lives!</title><link>http://tibetfocus.com/2011/10/27/unterzeichnen-auf-avaaz-org-save-tibetan-lives/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2011/10/27/unterzeichnen-auf-avaaz-org-save-tibetan-lives/#comments</comments> <pubDate>Thu, 27 Oct 2011 05:02:34 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[News]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8012</guid> <description><![CDATA[Vor ein paar Tagen trat Tenzin vor ihr Kloster, tränkte ihre Kleidung mit Benzin und zündete sich selber an während sie “Free Tibet” skandierte. Sieben andere Mönche und zwei Laien haben sich schon selber angezündet um so gegen die zunehmende chinesische Unterdrückung des friedlichen tibetischen Volkes zu protestieren. Nun hat AVAAZ.org eine neue Petition an [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Vor ein paar Tagen trat Tenzin vor ihr Kloster, tränkte ihre Kleidung mit Benzin und zündete sich selber an während sie “Free Tibet” skandierte.<br /> Sieben andere Mönche und zwei Laien haben sich schon selber angezündet um so gegen die zunehmende chinesische Unterdrückung des friedlichen tibetischen Volkes zu protestieren.</p><p>Nun hat AVAAZ.org eine neue Petition an die wichtigsten Staatsoberhäupter der Welt gestartet.</p><p>Days ago, Tenzin walked outside her nunnery, covered herself in petrol and set herself on fire while screaming for a “free Tibet”. Hours later she died — she was just 20 years old. In the past 4 weeks,<br /> six other monks have self-immolated to protest a growing Chinese crackdown on the peaceful Tibetan people.</p><p>Vor ein paar Tagen trat Tenzin vor ihr Kloster, tränkte ihre Kleidung mit Benzin und zündete sich selber<br /> an während sie “Free Tibet” skandierte.<br /> Sieben andere Mönche und zwei Laien haben sich schon selber angezündet um so gegen die zunehmende chinesische<br /> Unterdrückung des friedlichen tibetischen Volkes zu protestieren.</p><p>Die Petition “Save Tibetan Lives” richtet sich an die Präsidenten Barack Obama und Nicolas Sarkozy, an die Premiers David Cameron, Jilia Gillard und Manmohan Singha, sowie die EU-Außenkommissarin Catherine Ashton mit der Botschaft:</p><p>“Eine steigende Zahl von Tibetern nehmen sich ihr Leben durch Selbstverbrennung in einem verzweifelten Schrei an die Welt, Chinas eskalierender Gewaltanwendung gegen die Tibeter Einhalt zu gebieten. Als zutiefst betroffene Bürger appellieren wir an Sie, dringenst eine unabhängige, hochrangie Delegation in die Gegend zu entsenden und deutliche Worte gegen die Repression zu sprechen. Nur ein geschwindes und koordiniertes diplomatisches Handeln kann diese Krise aufhalten”.</p><p>Bitte <a title="AVAAZ.org - Petition" href="http://www.avaaz.org/en/save_tibetan_lives/?copy" target="_blank">unterschreiben Sie die Petition</a> und reichen Sie den Link weiter:</p><p>http://www.avaaz.org/en/save_tibetan_lives/?copy</p><pre></pre><p> </p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2011/10/27/unterzeichnen-auf-avaaz-org-save-tibetan-lives/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> </channel> </rss>
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