<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?> <rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/" ><channel><title>tibetfocus.com &#187; Schweiz</title> <atom:link href="http://tibetfocus.com/category/schweiz/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://tibetfocus.com</link> <description></description> <lastBuildDate>Sun, 20 May 2012 16:57:18 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=</generator> <item><title>Harte Gangart gegenüber NGOs: China zwingt tibetische NGOs zur Registrierung, sonst droht ihnen die Schliessung</title><link>http://tibetfocus.com/2012/05/19/harte-gangart-gegenuber-ngos-china-zwingt-tibetische-ngos-zur-registrierung-sonst-droht-ihnen-die-schliessung/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/05/19/harte-gangart-gegenuber-ngos-china-zwingt-tibetische-ngos-zur-registrierung-sonst-droht-ihnen-die-schliessung/#comments</comments> <pubDate>Sat, 19 May 2012 12:36:48 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[Schweiz]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8949</guid> <description><![CDATA[phayul.com, 3. Mai 2012 - Als Reaktion auf die Welle der Selbstverbrennungen und der Massenproteste in Tibet führt China immer mehr und neue Massnahmen ein, die das tibetische gesellschaftliche und kulturelle Gefüge im Innersten treffen. So gaben die Behörden in der TAP Kardze vergangenen Monat bekannt, dass alle Nicht-Regierungs-Organisationen in der Gegend sich unter bestimmten [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>phayul.com, 3. Mai 2012 -</p><p>Als Reaktion auf die Welle der Selbstverbrennungen und der Massenproteste in Tibet führt China immer mehr und neue Massnahmen ein, die das tibetische gesellschaftliche und kulturelle Gefüge im Innersten treffen.</p><p>So gaben die Behörden in der TAP Kardze vergangenen Monat bekannt, dass alle Nicht-Regierungs-Organisationen in der Gegend sich unter bestimmten Kriterien registrieren lassen müssten, andernfalls würden sie als illegal betrachtet.</p><p>Wie das Tibetische Zentrum für Menschenrechte und Demokratie in Dharamsala mitteilte, müssen sich der Bestimmung vom 26. April zufolge alle sozialen NGOs bis zum 31. Mai bei dem Amt für Bürger-Angelegenheiten eintragen lassen.</p><p>„Die NGOs in der Präfektur Kardze bekommen die Registrierung nur, wenn sie die von der Regierung vorgeschriebenen Kriterien erfüllen“, heisst es beim TCHRD.</p><p>In der in den Ganzi Daily News veröffentlichten Bekanntmachung heisst es weiter, die zuständigen staatlichen Stellen würden „die Natur und die Tätigkeiten“ der NGOs untersuchen, und wenn diese die Voraussetzungen für eine Registrierung nicht erfüllten, würden sie geschlossen.</p><p>Die chinesischen Behörden erklärten weiterhin, die neue Registrierungspolitik diene zur Wahrung „der legitimen Rechte und Interessen“ gesellschaftlicher Organisationen und zur „Aufrechterhaltung der sozialen Stabilität“.</p><p>Die Region Kardze verzeichnete in letzter Zeit eine beachtliche Zunahme bei tibetischen Basis-Organisationen, die auf dem Gebiet der Bildung, Religion, dem Umweltschutz und der Wohlfahrt tätig sind. Die tibetischen Gemeinden profitierten ungeheuer von diesen NGOs, denn es ging hauptsächlich um die Schaffung von Altenheimen, Schulen und Bemühungen zum Schutz der Umwelt.</p><p>„Die chinesische Regierung stuft diese Aktivitäten tibetischer NGOs jedoch als politisch sensibel ein“, sagte das TCHRD. „Für die chinesische Regierung ist jede Aktivität, bei der eine grössere Zahl von Tibetern involviert ist, selbst wenn sie völlig apolitisch und nur auf das Wohl der lokalen Gemeinschaft ausgerichtet ist, von politischer Natur“.</p><p>In der Vergangenheit gab es viele Fälle, wo tibetische NGOs von den Behörden für illegal erklärt und geschlossen und ihre Mitglieder festgenommen wurden.</p><p>Am 2. April verfügten die chinesischen Behröden in Kardze die Schliessung einer seit zwei Jahrzehnten bestehenden tibetischen Schule, die Unterricht in tibetischer Sprache und Kultur anbot und besonderen Wert darauf legte, dass die Schüler reines Tibetisch sprechen. Und der Rektor der Schule Nyendak sowie der Lehrer Yama Tsering wurden vom Public Security Bureau festgenommen (1).</p><p>Und am 14. April zwangen die Behörden die tibetische Vereinigung „Da-yul Thundun Tsogpa“, die sich der Schlichtung von Disputen und der Förderung von Einheit und Harmonie unter den Tibetern widmete, ihre Aktivitäten einzustellen. Daraufhin kam es zu einer grossen Protestaktion, viele Tibeter mussten ins Krankenhaus gebracht werden, über 33 sind noch im Gewahrsam.</p><p>Mitte Februar wurde auch eine Umweltschutzorganisation von Tawu gewaltsam aufgelöst, und vier ihrer Mitglieder festgenommen. Diese Gruppe hatte sich gegen den übermässigen Bergbau, die Abholzung, das Fischen in heiligen Gewässern und den Schmuggel mit Wildtier-Produkten gewandt (2).</p><p>(1) 19. April 2012, <a href="http://http://www.igfm-muenchen.de/tibet/TCHRD/2012/Kardze-Schule_19.4.html" target="_blank">„Tibetische Privatschule in Kardze geschlossen, zwei Lehrer festgenommen</a>“</p><p>(2) 23. April 2012. <a href="http://www.igfm-muenchen.de/tibet/TCHRD/2012/DathamaAssociationclosed_23.4.html" target="_blank">„Festnahmen, Schläge nach Schliessung einer Gesellschaft in Kardze“</a></p><p>Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Angelika Mensching<br /> Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)<br /> Arbeitsgruppe München</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/05/19/harte-gangart-gegenuber-ngos-china-zwingt-tibetische-ngos-zur-registrierung-sonst-droht-ihnen-die-schliessung/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Gedenken an Volksaufstand: Tibet heute — ein Drama ohne Ende. Interview mit Dr. Bernhard Müller, Bern</title><link>http://tibetfocus.com/2012/03/12/gedenken-an-volksaufstand-tibet-heute-ein-drama-ohne-ende-interview-mit-dr-bernhard-muller-bern/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/03/12/gedenken-an-volksaufstand-tibet-heute-ein-drama-ohne-ende-interview-mit-dr-bernhard-muller-bern/#comments</comments> <pubDate>Mon, 12 Mar 2012 15:48:08 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[Schweiz]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8687</guid> <description><![CDATA[Epoch Times Deutschland, 11.3.12, von Ursula Bolliger - Nur ein echter Dialog Chinas mit der tibetischen Exilregierung kann zu einer friedlichen Lösung der Tibet-Frage führen. „Die internationale Staatengemeinschaft muss die verzweifelten Hilferufe aus Tibet hören, sich konsequent für ihre Menschenrechte einsetzen und mit allem Nachdruck gegen die zunehmende Unterdrückung der Tibeter protestieren“, mahnte Ulrich Delius, [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Epoch Times Deutschland, 11.3.12, von Ursula Bolliger -<br /> Nur ein echter Dialog Chinas mit der tibetischen Exilregierung kann zu einer friedlichen Lösung der Tibet-Frage führen.</p><p>„Die internationale Staatengemeinschaft muss die verzweifelten Hilferufe aus Tibet hören, sich konsequent für ihre Menschenrechte einsetzen und mit allem Nachdruck gegen die zunehmende Unterdrückung der Tibeter protestieren“, mahnte Ulrich Delius, Asienreferent der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), anlässlich des 53. Jahrestages des Volksaufstands in Tibet (10.3.1959).</p><p>„Chinas Tibet-Politik hat einen Tiefpunkt erreicht. Die Flucht von zahllosen Mönchen und Nonnen und die vielen Selbstverbrennungen zeigen, dass Pekings Tibet-Politik vor einem Scherbenhaufen steht. Nur ein echter Dialog Chinas mit der tibetischen Exilregierung kann zu einer friedlichen Lösung der Tibet-Frage führen.“</p><p>Diese Sorge treibt auch den Tibet-Experten Dr. Bernhard Müller um, ehemals Berner Wirtschaftsminister und Mitglied des Schweizer Nationalrates.</p><p>Epoch Times: Herr Dr. Müller, Sie sind eng mit dem Dalai Lama befreundet; dürfen wir Näheres darüber erfahren?</p><p>Bernhard Müller: Tibet war für mich schon als Leseratte im Kindesalter eine Faszination; aber als Mao Tse-tung nach der Ausrufung der Volksrepublik China im Jahr 1949 gleich auch noch das souveräne Tibet in sein Riesenreich einzuverleiben begann, türmten sich vor mir nach und nach Bücher und Gutachten über Völkerrecht und Menschenrechts-Konventionen – ich verstand die Welt nicht mehr …</p><p>Als dann der Dalai Lama Im Jahr 1959 nach Indien floh, und hernach an die 20.000 tibetische Menschen über den Himalaja nach Nepal flüchteten, begann für uns Schweizer in Nepal im Namen des Internationalen Roten Kreuzes sowie der schweizerischen und nepalesischen Regierung eine ungemein schwierige zusätzliche Arbeit. Es galt, die Flüchtlinge in vier Regionen des ohnehin stark bevölkerten Gebirgslandes anzusiedeln. Und so nahm zwischen dem Dalai Lama und mir eine feste, für mich unschätzbare Freundschaft ihren Anfang.</p><p>Epoch Times: Es ist bereits 60 Jahre her seit der völkerrechtswidrigen Besetzung Tibets durch Mao Tse-tungs Truppen. Wo stehen wir heute in der Tibet-Frage?</p><p>Müller: Es ist wahrlich erschütternd, feststellen zu müssen, dass heute kein einziger Staat mehr auf dieser Welt, auch nicht die UNO oder EU, die Tibet-Frage bilateral oder multinational zur Sprache bringt. Man reduziert diese an sich völkerrechtlich klar relevante Angelegenheit etwa auf die Beanstandung von Menschenrechtsverletzungen in Tibet (und China).</p><p>Zu gross sind die Bemühungen zahlreicher Staaten, mit der aufstrebenden Wirtschaftsmacht China möglichst enge Handelsbeziehungen zu pflegen. So etwa die einst tibetfreundliche Schweiz, welche „ohne Wenn und Aber“ ein bilaterales Freihandelsabkommen mit China anstrebt, ausgerechnet mit einem Staat, welcher von den Uhren bis zu den Textilien Markenartikel im grossen Stil fälscht … Und hier eines der jüngsten und wohl treffendsten Zitate des Dalai Lamas: „… mein Volk stirbt auf seinem eigenen Territorium …“</p><p>Epoch Times: Wie können sich unsere Leser das Alltagsleben der Tibeter zum heutigen Zeitpunkt vorstellen?</p><p>Müller: Ja, da müssten wir nicht bloss von den Tibetern in Städten, Dörfern sowie als Nomaden lebend sprechen. Vorweg müssten wir von den 1,9 Millionen Tibetern sprechen, welche in der sogenannten „Autonomen Region Tibet“ mit Lhasa als Hauptstadt leben und tibetischen Bürgern, 2,9 Millionen an der Zahl, welche in den einstigen östlichen Provinzen Amdo und Kham leben, aber 1965 klammheimlich, völkerrechtswidrig und allemal brutal in die chinesischen Provinzen Qinqhai (neu) sowie Gansu, Sechuan und Yünnan integriert wurden!</p><p>So oder so sehe ich in allen diesen Provinzen, Distrikten oder Gemeinden, zwangsangesiedelte und sonst zugewanderte chinesische Bürger, die die absolute Übermacht haben! So weist etwa die Stadt Lhasa 260.000 Chinesen und gerade noch 40.000 Tibeter auf! Das sagt wohl genug! Die Tibeter werden zunehmend an den Rand des Existenzminimums gedrängt, die tibetische Eigenständigkeit, Identität und Kultur befinden sich in höchster Gefahr, die Sinisierung Tibets verläuft im Eiltempo! Hilfe tut dringend not, bevor es dazu zu spät ist!</p><p>Epoch Times: Im August 2011 wurde Lobsang Sangay als Tibets neuer Premierminister im Exil vereidigt; was erwartet die tibetische Bevölkerung von dieser Wahl?</p><p>Müller: Anlässlich meines Besuches im April 2012 beim Dalai Lama wird diese Frage ohne Zweifel eine wichtige Rolle spielen. Dazu Folgendes: In Tibet stelle ich zunehmend Verzweiflung, Angst und Resignation fest. Kürzlich sagte ich in einem Tibet-Referat folgendes: „Lange Zeit war China logischerweise der grösste und einzige Feind Tibets; heute aber ist es die Ignoranz und Tatenlosigkeit der übrigen Welt.“</p><p>Epoch Times: Tausende von Klöstern sind in Tibet während der Kulturrevolution von 1966 bis 1976 von den chinesischen Stosstrupps, den Roten Garden, zerstört worden. Ist die tibetische Kultur an diesen Orten erhalten geblieben?</p><p>Müller: In der Tat wurden 6.000 Klöster von unschätzbarem Wert ausgeraubt und anschliessend in die Luft gesprengt. China hat mitgeholfen, einige dieser Monumente wieder herzustellen. Da aber die neu eingezogenen Lamaschaften nachweisbar gezwungen wurden, den Dalai Lama „als Verräter an Land und Leuten“ zu bezeugen, gelten die meisten dieser Lamaschaften als sogenannte „rote Lamas“. Bei unseren Besuchen ist da kaum noch etwas von Freundlichkeit und Gastfreundschaft zu spüren. Oft wird man den Eindruck nicht los, dass China solche Klöster als lukrative Touristenattraktion konzipiert hat und sie deshalb auch unter strengen Auflagen duldet.</p><p>Epoch Times: Ihre begleiteten Entwicklungsprojekte in Tibet und Nepal sowie die damit verbundenen Erfolge, etwa in der Landwirtschaft, stossen auch in China auf Interesse. Weshalb?</p><p>Müller: In all den Jahren haben wir in der Tat entsprechende Erfolge auch in extremen Höhen– und Klimazonen erzielt. In China haben unter anderem folgende Entwicklungsbereiche Beachtung und Unterstützung erfahren: Unter Beachtung von zwölf Kriterien kann nunmehr mit zwei Ernten pro Jahr gerechnet werden. Dabei ist insbesondere eine sehr ertragreiche Buchweizensorte in ständigem Aufwind. Erfolgreich sind ebenso Massnahmen gegen das Vorrücken von Sanddünen, aber auch geglückte Aufforstungen in brutal abgeholzten und höchst erosionsgefährdeten Lössgebieten.</p><p>Epoch Times: Sie treten ebenfalls als Berater der Regierungen in Nepal und Tibet auf. Würden Sie etwas näher auf diese Aufgaben eingehen?</p><p>Müller: Als Ehrenbürger Nepals war und ist es für mich eigentlich selbstverständlich, dass ich gelegentlich einzelne Ministerien oder Fachkommissionen berate; so ging es in jüngster Zeit um die neue Verfassung sowie die Wahlen auf Landes-, Distrikt– und Gemeindeebene. In Tibet unternehme ich stets nur Einsätze im Einvernehmen mit der Regierung oder einzelnen Ministerien. Als eines von zahlreichen Beispielen erwähne ich die Bildung einer Stiftung am Tibetan Hospital in Lhasa, wo mittellose und in Not geratene Bürger oder nach Lhasa strömende Pilger im Spital kostenlos ambulant oder stationär behandelt werden sollen.</p><p>Epoch Times: Herr Dr. Müller, ich bedanke mich ganz herzlich für dieses Gespräch.</p><p>Info</p><p>Dr. Bernhard Müller</p><p>Der 1931 im Berner Oberland geborene Verhaltensbiologe und Ökonom Dr. Bernhard Müller arbeitete in den Sechzigerjahren als Chef der schweizerischen Talentwicklungs– und Landwirtschaftsprojekte im Himalajakönigreich Nepal.</p><p>Bernhard Müller ist u. a. Preisträger der Internationalen Gesellschaft Öko-Himal für nachhaltige Ertragssteigerungen in arid-kontinentalen und zugleich extremen Höhen– und Klimazonen.</p><p>Später vertrat er sein Land in verschiedenen internationalen Organisationen und war als Dozent an der Technischen Hochschule in Lausanne tätig. 1974 wurde er durch Volkswahl zum Wirtschaftsminister des Kantons Bern und als Nationalrat in das Schweizer Parlament berufen.</p><p>Bernhard Müllers Tibetbücher:</p><p>„Tibet – Schrei der Wildgänse“, „Das Phänomen Tibet – gestern, heute, morgen“, „Lo Mantang (Mustang) – das Königreich am Rande der Einsamkeit“ und „Chinesisches Tagebuch – ein politischer Reisebericht über vier spannungsgeladene Jahrzehnte“, alle im Frieling-Verlag Berlin.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/03/12/gedenken-an-volksaufstand-tibet-heute-ein-drama-ohne-ende-interview-mit-dr-bernhard-muller-bern/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Neuwahlen bei der TGSL: Der Ehrenpräsident der GSTF wurde zum neuen Präsidenten gewählt. GRATULATION!</title><link>http://tibetfocus.com/2012/03/05/neuwahlen-bei-der-tgsl-der-ehrenprasident-der-gstf-wurde-zum-neuen-prasidenten-gewahlt-gratulation/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/03/05/neuwahlen-bei-der-tgsl-der-ehrenprasident-der-gstf-wurde-zum-neuen-prasidenten-gewahlt-gratulation/#comments</comments> <pubDate>Mon, 05 Mar 2012 14:08:28 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[Schweiz]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8564</guid> <description><![CDATA[Die Tibetergemeinschaft in der Schweiz  und Liechtenstein hat am Sonntag, 4. März 2012 in Rikon aus ihren Reihen einen neuen Präsidenten und einen Vizepräsidenten gewählt. Die GSTF kann sich freuen: Ihr langjähriger Ehrenpräsident und früherer Präsident Lobsang Gangshontsang wurde zum Präsidenten und Herr Sampa Dhondup zum Vizepräsidenten gewählt.       Wir gratulieren den beiden [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Die Tibetergemeinschaft in der Schweiz  und Liechtenstein hat am Sonntag, 4. März 2012 in Rikon aus ihren Reihen einen neuen Präsidenten und einen Vizepräsidenten gewählt. Die GSTF kann sich freuen: Ihr langjähriger Ehrenpräsident und früherer Präsident Lobsang Gangshontsang wurde zum Präsidenten und Herr Sampa Dhondup zum Vizepräsidenten gewählt.</p><p><a href="http://tibetfocus.com/2012/03/05/neuwahlen-bei-der-tgsl-der-ehrenprasident-der-gstf-wurde-zum-neuen-prasidenten-gewahlt-gratulation/tgslprasident12/" rel="attachment wp-att-8565"><img class="alignleft  wp-image-8565" title="TGSLPräsident12" src="http://tibetfocus.com/wp-content/uploads/2012/03/TGSLPräsident12-640x358.jpg" alt="" width="594" height="333" /></a></p><p> </p><p> </p><p> </p><p>Wir gratulieren den beiden Frischgewählten zu ihrem neuen Amt und hoffen für die Sache Tibets auf eine sehr gute Zusammenarbeit der GSTF mit der TGSL!</p><p><a href="http://www.tibetswiss.ch/photogallery-bo/items/-.255.html" target="_blank">Fotos der Wahlveranstaltung in Rikon</a></p><p> </p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/03/05/neuwahlen-bei-der-tgsl-der-ehrenprasident-der-gstf-wurde-zum-neuen-prasidenten-gewahlt-gratulation/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Freihandelsabkommen mit China: Wo bleiben die Arbeits– und Menschenrechte?</title><link>http://tibetfocus.com/2012/02/20/freihandelsabkommen-mit-china-wo-bleiben-die-arbeits-und-menschenrechte/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/02/20/freihandelsabkommen-mit-china-wo-bleiben-die-arbeits-und-menschenrechte/#comments</comments> <pubDate>Mon, 20 Feb 2012 16:32:52 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[Schweiz]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8440</guid> <description><![CDATA[MEDIENMITTEILUNG  Am Montag beginnt die vierte Verhandlungsrunde für ein Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China, das Ende Jahr unter Dach sein soll. Entwicklungs– und Menschenrechtsorganisationen sind besorgt, dass das vom Parlament geforderte Nachhaltigkeitskapitel unter den Verhandlungstisch fällt. Ohne eine solche „ethische Schutzklausel“ läuft die Schweiz aber Gefahr, sich an Arbeits– und Menschenrechtsverletzungen im Reich der [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><strong>MEDIENMITTEILUNG  </strong></p><p>Am Montag beginnt die vierte Verhandlungsrunde für ein Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China, das Ende Jahr unter Dach sein soll. Entwicklungs– und Menschenrechtsorganisationen sind besorgt, dass das vom Parlament geforderte Nachhaltigkeitskapitel unter den Verhandlungstisch fällt. Ohne eine solche „ethische Schutzklausel“ läuft die Schweiz aber Gefahr, sich an Arbeits– und Menschenrechtsverletzungen im Reich der Mitte mitschuldig zu machen.</p><p>Bei Fragen nach dem Einbezug von Menschen– und Arbeitsrechten ins Freihandelsabkommen mit China verweist der zuständige Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann jeweils auf das bestehende “Memorandum of Understanding” (MoU). Dabei handelt es sich jedoch lediglich um eine Absichtserklärung zur verstärkten Zusammenarbeit in Arbeits– und Beschäftigungsfragen. Demgegenüber enthält das von der Aussenpolitischen Kommission (APK) des Nationalrats geforderte Nachhaltigkeitskapitel “die Verpflichtung zur Einhaltung der Grundkonventionen der Internationalen Arbeitsorganisation”. Diese garantieren verbindliche Mindeststandards betreffend Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen, die Abschaffung aller Arten von Zwangs– und Kinderarbeit sowie ein Diskriminierungsverbot am Arbeitsplatz.</p><p>Die „China-Plattform“, ein Zusammenschluss von Alliance Sud, Erklärung von Bern, Gesellschaft für bedrohte Völker, Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft und Solidar Suisse, hat vom Bundesrat wiederholt gefordert, die Einhaltung der Menschenrechte im Freihandelsabkommen angemessen zu berücksichtigen. Dieses Anliegen wird auch vom kürzlich erstellten Rechtsgutachten des Schweizerischen Kompetenzzentrums für Menschenrechte (SKMR) gestützt. Um sicherzustellen, dass das von der Schweiz ausgehandelte Freihandelsabkommen menschenrechtskonform ausgestaltet wird, braucht es vorgängig durchgeführte Folgeabschätzungen. Damit kann untersucht werden, welche Auswirkungen das Abkommen auf die bereits heute prekäre Menschenrechtslage der Minderheiten in China hat.</p><p>Die China-Plattform verlangt vom Bundesrat und der Schweizer Verhandlungsdelegation, dass ein substantielles Nachhaltigkeitskapitel in die Verhandlungen integriert und über den Verlauf der Verhandlungen regelmässig und proaktiv informiert wird.</p><p>Weitere Informationen:<br /> Isolda Agazzi, Verantwortliche für Handelspolitik bei Alliance Sud<br /> Tel. 079 434 45 60<br /> Christoph Baumann, Beauftragter für politische Grundlagen bei Solidar Suisse<br /> Tel. 079 342 10 09<br /> Thomas Braunschweig, Verantwortlicher für Handelspolitik bei der Erklärung von Bern<br /> Tel. 079 478 91 94<br /> Migmar Raith, Vorstandsmitglied der Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft<br /> Tel. 078 671 81 99<br /> Christoph Wiedmer, Geschäftsleiter der Gesellschaft für bedrohte Völker<br /> Tel. 079 679 01 24</p><p>Unterlagen:<br /> <a href="http://www.alliancesud.ch/de/ep/handel/downloads-handel/Positionspapier%20FHA%20China.pdf" target="_blank">„Freihandelsabkommen Schweiz-China: Menschenrechte ins Zentrum rücken“<br /> Positionspapier von Alliance Sud, Erklärung von Bern, Gesellschaft für bedrohte Völker und Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft</a></p><p> </p><p>… und die ersten Medienechos:</p><p><a href="http://www.cash.ch/news/alle/chschweizchina_vierte_verhandlungsrunde_ueber_freihandelsabkommen_begonnen-1134319-448" target="_blank">http://www.cash.ch/news/alle/chschweizchina_vierte_verhandlungsrunde_ueber_freihandelsabkommen_begonnen-1134319–448</a></p><p><a href="http://naturschutz.ch/news/arbeits-und-menschenrechte-verhandelbar/45333" target="_blank">http://naturschutz.ch/news/arbeits-und-menschenrechte-verhandelbar/45333</a></p><p><a href="http://www.handelszeitung.ch/politik/freihandelsabkommen-mit-china-bis-ende-2012" target="_blank">http://www.handelszeitung.ch/politik/freihandelsabkommen-mit-china-bis-ende-2012</a></p><p><a href="http://www.livenet.ch/magazin/geld_und_geist/business/werte/209335-npos_kritisieren_abkommen_mit_china.html" target="_blank">http://www.livenet.ch/magazin/geld_und_geist/business/werte/209335-npos_kritisieren_abkommen_mit_china.html</a></p><p> </p><p> </p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/02/20/freihandelsabkommen-mit-china-wo-bleiben-die-arbeits-und-menschenrechte/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>ITN, London, bitte alle Tibet-Unterstützer in der EU Briefe an Herman van Rompuy undManuel Barroso zu senden!</title><link>http://tibetfocus.com/2012/02/09/itn-london-bitte-alle-tibet-unterstutzer-in-der-eu-briefe-an-herman-van-rompuy-undmanuel-barroso-zu-senden/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/02/09/itn-london-bitte-alle-tibet-unterstutzer-in-der-eu-briefe-an-herman-van-rompuy-undmanuel-barroso-zu-senden/#comments</comments> <pubDate>Thu, 09 Feb 2012 08:37:40 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[Schweiz]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8406</guid> <description><![CDATA[Bei dem EU-China Gipfel am 14. Februar wird die EU durch den Ratpräsidenten Herman van Rompuy und den Kommissionspräsidenten Manuel Barroso vertreten sein. International Tibet Network (ITN), London, bittet alle Tibet-Unterstützer in der EU, an diese zwei Politiker zu schreiben und sie zu bitten, die derzeitige Krisensituation in Tibet zu einem Zentralthema bei ihren Gesprächen [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Bei dem EU-China Gipfel am 14. Februar wird die EU durch den Ratpräsidenten Herman van Rompuy und den Kommissionspräsidenten Manuel Barroso vertreten sein.</p><p>International Tibet Network (ITN), London, bittet alle Tibet-Unterstützer in der EU, an diese zwei Politiker zu schreiben und sie zu bitten, die derzeitige Krisensituation in Tibet zu einem Zentralthema bei ihren Gesprächen mit dem chinesischen Premierminister Wen Jiabao zu machen. Die Briefe sollten bis zum 10. Februar abgesandt werden.</p><p>Adressen und Formulierungsvorschläge:</p><p>Herman van Rompuy, President of the European Council (Salutation: Dear President van Rompuy)<br /> Address:<br /> Rue de la Loi 175<br /> B-1048 Brussels,<br /> Belgium<br /> Fax +(32–2) 281 69 34</p><p>José Manuel Barroso, President of the European Commission (Salutation: Dear President Barroso)<br /> Address:<br /> B-1049 Brussels<br /> Belgium<br /> Fax +(32–2) 296 79 12</p><p>Kopien an:<br /> Markus Ederer, Head of EU Delegation to Beijing (Salutation: Your Excellency)<br /> Address:<br /> 5 Dongzhimenwai Daijie<br /> Chaoyang District<br /> Beijing, 100600<br /> PRC<br /> Fax: +86 10 845 48011. Email: <a href="mailto:&#100;&#101;l%65g%61%74&#105;%6f&#110;&#45;%63%68&#105;%6e&#97;%40%65c%2e%65&#117;&#114;&#111;p&#97;.&#101;&#117;">delegation-china@ec.europa.eu</a></p><p>Die Briefe sollten individuell formiert werden. Stichpunkte sind:</p><p>- The EU to publicly condemn China’s use of force against unarmed Tibetan protesters.</p><p>- The EU to convey to China in the strongest terms that it must halt its violent crackdown immediately and withdraw military and security forces from areas of protest. All Tibetans that have been detained should be released, and those injured be able to obtain medical help without fear of arrest. Call on China to cease all actions and policies that are contributing to the tensions, unrest and self-immolations in Tibet; to allow peaceful protest and to respond positively to the calls of Tibetans for freedom and the return of the Dalai Lama.</p><p>- EU to urgently seek to send diplomats to affected Tibetan areas, and demand from China assurances that foreign journalists will be allowed unfettered access to the Tibet Autonomous Region (including during the closure of the TAR from late February to mid-March) and Tibetan areas of Sichuan, Qinghai, Gansu and Yunnan.</p><p>- EU to vigorously pursue actions in appropriate international forums that will focus the attention of the government of the People’s Republic of China on the severity of the situation in Tibet.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/02/09/itn-london-bitte-alle-tibet-unterstutzer-in-der-eu-briefe-an-herman-van-rompuy-undmanuel-barroso-zu-senden/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Arosa will Städtepartnerschaft mit Shangrila durchsetzen. Schweizer Tibetorganisationen führen Protest weiter.</title><link>http://tibetfocus.com/2012/02/02/arosa-von-den-chinesen-ausgetrickst/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/02/02/arosa-von-den-chinesen-ausgetrickst/#comments</comments> <pubDate>Thu, 02 Feb 2012 12:36:18 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[News]]></category> <category><![CDATA[Schweiz]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8316</guid> <description><![CDATA[Zürich, 2. Februar 2012 _ Das Treffen zwischen Vertretern der Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft (GSTF) und Lorenzo Schmid, dem Gemeindepräsidenten von Arosa, hat nicht zu Klärungen geführt. Der Gemeindepräsident will nicht vom eingeschlagenen Kurs abweichen. Laut neuesten Angaben von Arosa Tourismus werde das entscheidende Dokument für eine Städtepartnerschaft am Sonntag in Arosa unterzeichnet. Die Schweizer Tibetorganisationen [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Zürich, 2. Februar 2012 _ Das Treffen zwischen Vertretern der Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft (GSTF) und Lorenzo Schmid, dem Gemeindepräsidenten von Arosa, hat nicht zu Klärungen geführt. Der Gemeindepräsident will nicht vom eingeschlagenen Kurs abweichen. Laut neuesten Angaben von Arosa Tourismus werde das entscheidende Dokument für eine Städtepartnerschaft am Sonntag in Arosa unterzeichnet. Die Schweizer Tibetorganisationen künden Protest vor Ort an. Heute morgen um 9.15 Uhr trafen sich Migmar Raith, Vorstandsmitglied der GSTF und Dr. Peter Leisinger (ehemaliger GSTF-Präsident) mit dem Gemeindepräsidenten von Arosa, Herrn Lorenzo Schmid. Der Gemeindepräsident zeigte sich im einstündigen Gespräch nicht gewillt, die Städtepartnerschaft rückgängig zu machen, wie dies die GSTF forderte.<br /> <object style="width: 640px; height: 386px;" width="320" height="240" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="quality" value="high" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.sf.tv/videoplayer/embed/ac78cdf2-cbc2-4a8e-861b-4b941c145b70" /><embed style="width: 640px; height: 386px;" width="320" height="240" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.sf.tv/videoplayer/embed/ac78cdf2-cbc2-4a8e-861b-4b941c145b70" quality="high" allowFullScreen="true" /><a href="http://www.videoportal.sf.tv/video?id=ac78cdf2-cbc2-4a8e-861b-4b941c145b70">Schweiz aktuell vom 02.02.2012</a></object><br /> Im Gespräch verstrickte sich Schmid immer wieder in Widersprüche betreffend seiner Einschätzungen der Lage in Tibet. Schmid nannte die Entwicklungen der letzten 20 Jahre in Tibet positiv und verwies auf Fortschritte im Bereich der Menschenrechte. Handkerum sagte er aus, dass die aktuellen Protest– Niederschlagungen und Selbstverbrennungen in Tibet nicht in der unmittelbaren Nähe von Shangrila stattgefunden hätten. „Es scheint, dass Herr Schmid nur die eine Seite der Medaille sehen will. Die geplante Städtepartnerschaft ist in Anbetracht der momentanen politischen Situation in Tibet nicht nur für die Tibeter ein Schlag ins Gesicht, auch dem Ansehen von Arosa wird ein solches Engagement schaden. Arosa muss sich bewusst sein, dass es sich bei diesem Projekt nicht um eine eigentliche China-Schweiz Partnerschaft handelt, sondern um eine Region, die ursprünglich tibetisch war und auch jetzt noch hauptsächlich von Tibetern bewohnt wird. Arosa wäre die erste Gemeinde in der Schweiz, die eine solche Partnerschaft eingehen würde . Es ist klar, dass wir am Sonntag vor Ort sind und auf diese Missstände aufmerksam machen“, so Migmar Raith. In den letzten Tagen wurden Kundgebungen von Tibetern brutal niedergeschlagen. Gewisse Regionen sind von der Aussenwelt abgeriegelt. Aus Protest gegen das Gewaltregime haben sich seit letztem März 16 tibetische Mönche, Nonnen und Zivilpersonen aus Protest selbst verbrannt.<br /> Dass die chinesische Regierung stärker versucht, in der Schweiz Fuss zu fassen, hat einen klaren Hintergrund. Laut einem Dokument des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei ist es erklärtes Ziel, die Propagandaarbeit im Ausland zu verstärken. Unter anderem spielen bei der Soft-Power-Strategie dabei auch die Konfuzius-Institute, welche nun auch in der Schweiz eröffnet werden, eine wichtige Rolle.</p><p> </p><p><span style="color: #ff0000;"><strong>Medienmitteilung der GSTF und des VTJE</strong></span><br /> <span style="color: #ff0000;"><strong> Schweizer Tibetorganisationen protestieren gegen Städtepartnerschaft. Treffen mit Gemeindepräsident von Arosa bestätigt.</strong></span><br /> Zürich, 1. Februar 2012. Die Schweizer Skiregion Arosa und die von China besetzte tibetische Region „Shangrila“ haben eine gemeinsame Städtepartnerschaft unterzeichnet. Am 5. Februar wird diese Partnerschaft mit „chinesischem Gesang und Tanz einer tibetischen Volksgruppe“ zelebriert. Vertreter der Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft und der Bündner Künstler Dr. Peter Leisinger treffen sich morgen mit dem Gemeindepräsidenten von Arosa und fordern ihn auf, diese Partnerschaft rückgängig zu machen.<br /> Die Schweizer Feriendestination Arosa hat 2011 mit chinesischen Offiziellen ein Dokument unterzeichnet, welches die Partnerschaft zwischen Arosa und Shangrila besiegelt. Der Partnerschaftsvertrag sieht laut Medienmitteilung von Arosa Tourismus inhaltlich neben touristischen und politischen Aktivitäten eine enge Begleitung durch Arosa im Bereich der Skigebietslancierung vor. Die Städte liebäugeln auch mit der Idee, in Zukunft einmal Olympische Spiele in Shangrila stattfinden zu lassen. Shangrila war vor dem Einmarsch der chinesischen Volksbefreiungsarmee auf tibetischem Gebiet und ist nun der Provinz Yunnan eingeteilt.<br /> „Arosa scheint nicht wirklich genau abgeklärt zu haben, worauf es sich da einlässt. Die Partnerschaft mit Arosa ist für China reine Propaganda. Dies nicht zur Kenntnis zu nehmen ist einfach nur blauäugig“, so Dicky Tethong, Vorstandsmitglied der Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft (GSTF). „Momentan zünden sich aus Protest gegen die lebensunwürdige Situation in Tibet Menschen selbst an. Chinesische Sicherheitskräfte schiessen auf unbewaffnete Demonstranten und unweit dieser tragischen Schauplätze unterstützt Arosa ein solches Projekt. Wir fordern den Gemeindepräsidenten von Arosa auf, diese Partnerschaft rückgängig zu machen.“<br /> GSTF Vorstandsmitglied Migmar Raith und der ehemalige GSTF Präsident und in Malans (GR) wohnhafte Künstler Dr. Peter Leisinger werden sich morgen Donnerstag mit Herrn Lorenzo Schmid, Gemeindepräsident von Arosa, treffen.<br /> Des weiteren hat der Verein Tibeter Jugend in Europa (VTJE) eine Protestaktion angekündigt. “Unter den gegebenen Umständen kann eine Partnerschaft wohl kaum deplazierter sein! Sollte der geplante Fest-Anlass am 5. Februar stattfinden, werden wir vor Ort sein und Präsenz markieren“, so Norzin Lhamo Dotschung, Präsidentin des VTJE.</p><p>Kontakt:<br /> Migmar Raith, Vorstandsmitglied GSTF: 078 671 81 99<br /> Kelsang Gope, Mediensprecher GSTF, <a href="mailto:%6d&#101;%64ie&#110;&#64;gstf%2eo&#114;g">medien@gstf.org</a></p><p> </p><p><span style="color: #ff0000;"><strong>Arosa: Von den Chinesen ausgetrickst: «Hat denn Arosa überhaupt abgeklärt, auf was es sich da einlässt?»</strong></span></p><p>Die Gemeinde Arosa lädt am kommenden Sonntag zu einem besonderen Fest: Im Rahmen der Städtepartnerschaft mit Shangri-La tritt eine tibetische Volksgruppe auf. In der Schweiz lebende Tibeter sind – gelinde gesagt – irritiert. Von Hansruedi Berger Arosa. – «Das kommt mir doch ziemlich blauäugig vor», sagt Dicky Tethong, Vorstandsmitglied der Gesell schaft Schweizerisch-Tibetische Freund schaft (GSTF). Die Exiltibeterin meint damit die im vergangenen Oktober vereinbarte Städtepartnerschaft von Arosa mit Shangri-La in China. Was zuerst nach einem PR-Gag des Verkehrsvereins Arosa ausgesehen hatte und von kaum jemanden richtig zur Kenntnis genommen wurde, entwickelt sich nun immer mehr zu einem Politikum. Denn Shangri-La ist nicht irgendeine Stadt in der Volksrepublik China, sondern ein 11 613 Quadratkilometer grosser Kreis und hatte laut Wikipedia 2004 rund 130 000 Einwohner. Das Brisante an der Sache ist jedoch: Shangri-La gehörte bis zur Einverleibung durch den chinesischen Staat zu Tibet, deren Bewohner der Staatsmacht schwerste Verletzungen der Menschenrechte vorwerfen.<br /> Was nun das Fass bei den Exiltibetern zum Überlaufen gebracht hat, ist, dass Arosa und das chinesische Generalkonsulat am nächsten Sonntag im Namen der Städtepartnerschaft zu einem kulturellen Austausch geladen haben. Dabei, so heisst es in der Einladung, die von Arosas Gemeindepräsident Lorenzo Schmid und vom chinesischen Generalkonsul in Zürich, Jianquan Liang, unterzeichnet ist, «ist es uns eine besondere Freude, eine chinesische Tanz– und Gesangsvorführung einer tibetischen Volksgruppe präsentieren zu dürfen». Für Tethong ist es unerklärlich, dass Arosa mit dem chinesischen Regime eine solche Partnerschaft eingeht. Nach wie vor würden von der Zentralregierung massive Menschenrechtsverletzungen an Tibetern begangen. Immer wieder würden dort Tibeter an friedlichen Kundgebungen von den Chinesen erschossen. Sie stellt sich deshalb auch die Frage: «Hat Arosa denn überhaupt abgeklärt, auf was es sich da einlässt?»<br /> «Hölle», nicht «Himmel»<br /> Auch GSTF-Mediensprecher Kelsang Gope ist fassungslos. Die chinesische Regierung würde in Shangri-La die Tibeter als Marionetten missbrauchen. Und wenn Arosa Tourismus in seiner Medienmitteilung vom Oktober darauf anspiele, Shangri-La bedeute «Himmel auf Erden», dann sei das doch reichlich naiv. Für die dort lebenden Tibeter wäre «Hölle auf Erden» wohl zutreffender, so Gope. Und auch dass Arosa Tourismus in derselben Mitteilung bereits von allfälligen Olympischen Spielen in Shangri-La mit Aroser Hilfe träumt, ist für den gebürtigen Tibeter völlig absurd. Denn die Spiele in Peking hätten gezeigt, dass die Zentralregierung solche Anlässe zur Propaganda nutze.<br /> Kritisches Hinterfragen unerlässlich Doch nicht nur bei Exiltibetern stösst die Aroser Aktion auf Unverständnis, auch die grüne Nationalrätin Maya Graf (Basel-Landschaft) zeigt sich ziemlich überrascht. Es sei doch klar, dass sich Schweizer Gemeinden vor dem Eingehen solcher Partnerschaften klar bewusst sein müssten, dass bei der chinesischen Seite die Machtpolitik im Vordergund stehen könnte, sagt Graf, die ausserdem Vizepräsidentin der Parlamentarischen Gruppe Tibet ist. «Arosa hätte in diesem Fall hellhörig werden müssen», meint sie. Sie sei nicht sicher, ob sich die Gemeinde überhaupt bewusst gewesen sei, dass es eigentlich um einen Teil Tibets gehe, der von der chinesischen Regierung besetzt werde und erst 2001 zu Shangri– La umbenannt worden sei.<br /> Schmid: Lage kein Thema<br /> Schmid ist erstaunt über den Wirbel, den die Partnerschaft mit Shangri-La ausgelöst hat. Für Arosa habe es bei der Aktion keinerlei politische Diskussionspunkte gegeben. Die Partnerschaft sei durch den Kontakt zwischen ihm als Gemeindepräsident von Arosa und dem chinesischen Generalkonsul in Zürich in die Wege geleitet worden. Und natürlich sei auch Arosa Tourismus daran sehr interessiert. Die geografische Lage sei nie ein Thema gewesen. Denn Shangri-La liege in der chinesischen Provinz Yunnan und nicht in Tibet.<br /> Nach Besetzung 1959 einverleibt. Doch diese Erklärung lässt Tethong nicht gelten. Für sie gehört Shangri-La ganz klar zu Tibet. Dies sei bis zur chinesischen Besetzung im Jahre 1959 auch der Fall gewesen. China habe aber danach Teile von Tibet – darunter auch Shangri-La – einfach ihren Provinzen einverleibt. Nun zu behaupten, Shangri-La gehöre nicht zu Tibet, sei wohl eher ein schlechter Scherz.</p><p><a href="http://tibetfocus.com/2012/02/02/arosa-von-den-chinesen-ausgetrickst/arosa2012-01-31/" rel="attachment wp-att-8320">Hier Artikel der Südostschweiz vom 31.01.2012 als pdf lesen</a></p><p>Quelle: suedostschweiz.ch</p><p>Kommentare:</p><p><a href="http://www.suedostschweiz.ch/politik/tibeter-werfen-arosa-blauaugigkeit-vor" target="_blank">Kommentare senden auf suedostschweiz.ch</a></p><p>René Joos</p><p>31.01.2012 12:25 Uhr</p><p>Empfehlenswert (0 x)<br /> Kommentar melden</p><p>Arosa-Shangrigang-hei</p><p>Sehr billig dieses Arosa. Ohne Ethik, Moral, Anstand und Hirn gegenüber einem unterdrückten Volk dessen Botschaften in unserer rein materialistischen Welt ein unverzichtbares Gegengewicht sein sollten.<br /> In ein paar Jahren wird die Partnerschaft wohl noch mit der Mafia erweitert<br /> Geld unser Gott. Ekelhaft.<br /> Friedrich Lorenz</p><p>31.01.2012 11:33 Uhr</p><p>Empfehlenswert (0 x)<br /> Kommentar melden</p><p>Kokolores</p><p>Das ist eine Freundschaft zu einer Stadt, nicht zu einem Regime. Die Stadt kann ja wohl nichts dafür, dass sie in der Provinz X liegt statt Y.<br /> Karin Hutter</p><p>31.01.2012 11:04 Uhr</p><p>Empfehlenswert (2 x)<br /> Kommentar melden</p><p>Städtefreundschaft</p><p>Eine Städtefreundschaft, bei der die geografische Lage kein Thema ist? Geht es nicht genau darum, mit einem Ort in einer bestimmten Gegend eine Verbindung einzugehen?</p><p>Auch Nicht-Tibetern sind doch die Unterdrückung und Menschenrechtsverletzungen in Tibet bekannt, da braucht es nicht mal grosse Recherche.<br /> Arosa ignoriert dies nicht nur, sondern unterstützt mit dieser Aktion sogar aktiv Chinas Propaganda, ein Skandal. Ich hoffe sehr, dass diese “Freundschaft” rückgängig gemacht werden kann.</p><p> </p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/02/02/arosa-von-den-chinesen-ausgetrickst/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>9</slash:comments> </item> <item><title>Statement von Kalon Tripa Dr Lobsang Sangay wegen der Tötung von Tibetern durch die VR China</title><link>http://tibetfocus.com/2012/01/27/statement-von-kalon-tripa-dr-lobsang-sangay-wegen-der-totung-von-tibetern-durch-die-vr-china/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/01/27/statement-von-kalon-tripa-dr-lobsang-sangay-wegen-der-totung-von-tibetern-durch-die-vr-china/#comments</comments> <pubDate>Fri, 27 Jan 2012 21:27:52 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[Schweiz]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8301</guid> <description><![CDATA[Department of Information and International Relations, tibet.net, 26. Januar 2012 Während die Chinesen am 23. und 24. Januar 2012 überall die ersten Tage des Jahres des Drachens feierlich begingen, schoss die chinesische Polizei wahllos auf Hunderte von Tibetern, die sich in Drango, Serthar, Ngaba, Gyarong und anderen benachbarten Gegenden friedlich versammelt hatten, um ihre Grundrechte [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Department of Information and International Relations, tibet.net, 26. Januar 2012</p><p>Während die Chinesen am 23. und 24. Januar 2012 überall die ersten Tage des Jahres des Drachens feierlich begingen, schoss die chinesische Polizei wahllos auf Hunderte von Tibetern, die sich in Drango, Serthar, Ngaba, Gyarong und anderen benachbarten Gegenden friedlich versammelt hatten, um ihre Grundrechte geltend zu machen. Wie verlautet, wurden dabei sechs Tibeter getötet und um die 60 verletzt, manche von ihnen so schwer, dass man um ihr Überleben fürchten muss. Wegen solch grauenhafter Gewaltakte wie diesen letzteren und der systematischen Unterdrückung des tibetischen Volkes, haben dessen Groll und Verbitterung über die chinesische Regierung seit der massiven Erhebung von 2008 nur noch zugenommen. Immer schon seit der Invasion Tibets beansprucht die chinesische Regierung, ein sozialistisches Paradies in Tibet schaffen zu wollen. Den Tibetern werden jedoch ihre grundlegenden Menschenrechte verweigert, die empfindliche Umwelt wird zerstört, die tibetische Sprache und Kultur werden assimiliert, Bilder Seiner Heiligkeit des Dalai Lama sind verboten, und das tibetische Volk wird wirtschaftlich marginalisiert. Tibet ist nun völlig von der Außenwelt abgeriegelt. Ausländer dürfe nicht mehr nach Tibet einreisen, die gesamte Region steht de facto unter Kriegsrecht. Deshalb bitte ich die chinesische Führung dringend, den Klagen der demonstrierenden Tibeter und derjenigen, die sich selbst verbrannten, Beachtung zu schenken. Mit Gewalt und dem Abschlachten von Demonstranten werden Sie die berechtigten Klagen der Tibeter nicht abstellen und die Stabilität in Tibet nicht wieder herstellen können. Der einzige Weg, um die Tibetfrage zu lösen und einen dauerhaften Frieden zu schaffen, besteht darin die Rechte des tibetischen Volkes zu achten, sowie den Dialog aufzunehmen. Für jemanden, der sich dem Prinzip des ausgleichenden Dialogs tief verpflichtet fühlt, ist dieser Einsatz von Gewalt gegen die Tibeter sowieso unerträglich. Es sollte von allen Menschen in China und in der ganzen Welt auf das Schärfste verurteilt werden. Ich rufe die internationale Gemeinschaft auf, sich mit dem tibetischen Volk solidarisch zu erklären und in diesen kritischen Zeiten ihre Stimme zum Schutz seiner Grundrechte zu erheben. Ich ersuche darum, dass die internationale Gemeinschaft und die Vereinten Nationen einen Ermittlungsausschuß nach Tibet entsenden, und dass den globalen Medien Zugang zu der Region gewährt wird. Die Führung in Peking sollte sich darüber im Klaren sein, dass sie in einem ungeheuerlichen Verstoß gegen das Völkerrecht und in Missachtung ihrer eigenen Gesetze ihre eigenen „Familienmitglieder“ tötet, und dass eine solche Handlungsweise Chinas moralische Legitimität und sein Ansehen auf der Weltbühne nur noch mehr in Frage stellen wird. Ich möchte hiermit auch meinen geliebten Brüdern und Schwestern in Tibet beteuern, dass wir ihren Hilfeschrei laut und deutlich vernehmen. Wir bitten Euch, verzweifelt nicht und nehmt Abstand von allen extremen Schritten. Wir fühlen Euren Schmerz mit Euch und wir werden nicht gestatten, dass die Opfer, die Ihr gebracht habt, umsonst waren. Ihr seid alle in unseren Herzen und Gebeten – einen jeden Tag und ohne Unterlass. Ich ersuche ferner meine tibetischen Landsleute, das Losar (Tibetisches Neujahr), das dieses Jahr auf den 22. Februar fällt, nicht zu feiern. Führt jedoch die gewohnheitsmäßigen religiösen Rituale aus wie zum Tempel zu gehen, Räucherwerk zu verbrennen und die traditionellen Gaben darzubringen. Um unsere Solidarität mit den Tibetern in Tibet zu bezeigen, bitte ich die Tibeter und unsere Freunde in der ganzen Welt, am Mittwoch, den 8. Februar, weltweite Mahnwachen abzuhalten. Lasst uns eine laute und vernehmbare Botschaft an die chinesische Regierung richten, die Botschaft, dass Gewalt und das Töten unschuldiger Tibeter nicht akzeptabel sind. Ich bitte alle darum, diese Mahnwachen in Frieden und Würde und im Einklang mit den Gesetzen des jeweiligen Landes durchzuführen. Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Angelika Mensching Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/01/27/statement-von-kalon-tripa-dr-lobsang-sangay-wegen-der-totung-von-tibetern-durch-die-vr-china/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Internationaler Menschenrechtstag am Samstag, 10. Dezember 2011 in Genf: Demonstration für Tibet in Genf</title><link>http://tibetfocus.com/2011/12/09/internationaler-menschenrechtstag-samstag-10-marz-2011-in-genf/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2011/12/09/internationaler-menschenrechtstag-samstag-10-marz-2011-in-genf/#comments</comments> <pubDate>Fri, 09 Dec 2011 15:11:03 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[Schweiz]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8143</guid> <description><![CDATA[Schweizer Fernsehen – Tagesschau, 10.12.11 - Rund 1000 Personen – Tibeter und Sympathisanten – haben am Tag der Menschenrechte vor dem UNO-Hauptsitz in Genf demonstriert. Sie forderten, dass eine unabhängige Ermittlungskommission Menschenrechtsverletzungen in Tibet untersuchen soll. Ein Memorandum wurde der UNO-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay übergeben, wie die Tibeter Gemeinschaft in der Schweiz &#38; Liechtenstein (TGSL) schrieb. [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Schweizer Fernsehen – Tagesschau, 10.12.11 -<br /> Rund 1000 Personen – Tibeter und Sympathisanten – haben am Tag der Menschenrechte vor dem UNO-Hauptsitz in Genf demonstriert. Sie forderten, dass eine unabhängige Ermittlungskommission Menschenrechtsverletzungen in Tibet untersuchen soll.</p><p>Ein Memorandum wurde der UNO-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay übergeben, wie die Tibeter Gemeinschaft in der Schweiz &amp; Liechtenstein (TGSL) schrieb. Unterschrieben hatten es unter anderen auch der Genfer SP-Präsident René Longet, Ständerat Luc Recordon (Grüne/VD) und Nationalrätin Maya Graf (Grüne/BL).</p><p>Die Kundgebung wollte auf Menschenrechtsverletzungen in Tibet und auf Selbstverbrennungen von Tibetern aufmerksam machen. Die Menschen sähen kein anderes Mittel mehr als sich selbst zu verbrennen, um auf die gröbsten Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen, schrieb die TGSL dazu.</p><p>Ermittlungskommission gefordert</p><p>«Wir rufen die UNO auf, eine unabhängige Ermittlungskommission mit ungehindertem Zugang nach Tibet zu schicken», hiess es im Communiqué. Die anhaltenden Verstösse gegen Menschenrechte müssten untersucht werden. UNO-Menschenrechtsexperten hätten China wegen seines Vorgehens gegen tibetische Mönche kritisiert.</p><p>Auch eine Intervention auf Regierungsebene wurde in Genf gefordert. «Wir wollen, dass Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey, die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama ihre Gefühle über die Vorfälle in Tibet gegenüber Chinas Präsidenten Hu Jintao schildern», sagte eine junge Frau.</p><p>Die Lage in Tibet werde immer schlimmer, hielt sie fest. Eine andere Teilnehmerin der Kundgebung kritisierte, dass die Wirtschaft immer vor den Menschenrechten komme. Die Regierungen würden nichts für Tibet unternehmen, weil sie sich vor China fürchteten.</p><p>Festnahmen am Menschenrechtstag in China</p><p>Bei Aktionen zum Menschenrechtstag sind vor der UNO-Vertretung in Peking eine unbekannte Zahl von Menschen festgenommen worden. Ein Grossaufgebot chinesischer Sicherheitskräfte hatte das Gebäude weiträumig abgeriegelt.</p><p>Polizisten führten mehrere Chinesen ab, die offenbar ihre Anliegen bei der UNO-Vertretung vorbringen wollten. Internationale Menschenrechtsgruppen übten scharfe Kritik an der Pekinger Führung und forderten zugleich die Freilassung des chinesischen Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo und anderer Bürgerrechtler.</p><p><span style="color: #ff0000;"><strong>Bericht über die Kundgebung</strong></span></p><p>Auf dem Place des Nations vor der UNO in Genf wurde auch am diesjährigen Menschenrechtstag von den grossen Tibetorganisationen der Schweiz gemeinsam eine Kundgebung durchgeführt. Verschiedene Ansprachen wechselten sich nach dem Beginn um 12.oo Uhr mit Gebeten, Theatern und Slogans ab. Um 16.00 Uhr schloss ein Gebet und Sangsol durch Khen Rinpoche aus dem Kloster Rikon und die Tibetische Nationalhymne die Kundgebung feierlich ab.</p><p>Die Kundgebung wurde organisiert von:<br /> – Tibetergemeinschaft in der Schweiz &amp; Liechtenstein, <a href="www.tibetswiss.ch" target="_blank">www.tibetswiss.ch</a><br /> – Tibetische Frauen-Organisation in der Schweiz, <a href="http://www.tfos.ch/">www.tfos.ch</a><br /> – Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft, <a href="http://www.tibetfocus.com/">www.tibetfocus.com</a><br /> – Verein Tibeter Jugend in Europa (TYAE), <a href="http://www.tibetanyouth.org/">www.tibetanyouth.org</a></p><p>Organizers:</p><p>Tibetan Community in Switzerland &amp; Liechtenstein (TCSL)<br /> Tibetan Women’s Organization in Switzerland (TWOS)<br /> Tibetan Youth Association in Europe (TYAE)<br /> Swiss-Tibetan Friendship Association (STFA)</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2011/12/09/internationaler-menschenrechtstag-samstag-10-marz-2011-in-genf/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>TIBET — Erzwungener Wandel auf dem Dach der Welt, Diavortrag // Donnerstag 8. Dezember 2011</title><link>http://tibetfocus.com/2011/11/27/tibet-erzwungener-wandel-auf-dem-dach-der-welt-diavortrag-donnerstag-8-dezember-2011/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2011/11/27/tibet-erzwungener-wandel-auf-dem-dach-der-welt-diavortrag-donnerstag-8-dezember-2011/#comments</comments> <pubDate>Sun, 27 Nov 2011 12:47:32 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[Schweiz]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8112</guid> <description><![CDATA[von Klemens Ludwig, deutscher Autor, Publizist, Minderheiten– und Tibetexperte Gemeinschaftszentrum Riesbach Seefeldstrasse 93, 8008 Zürich Beginn 19.30 Uhr, Türöffnung 19 Uhr Eintritt 10 CHF // 5 CHF (Schüler und Studenten) Tram 2 und 4 bis Feldeggstrasse oder Höschgasse // Bus 33 bis Höschgasse // Parkhaus: Feldeggstrasse 1986 besuchte Klemens Ludwig erstmals Tibet, was seitdem den [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>von Klemens Ludwig, deutscher Autor, Publizist, Minderheiten– und Tibetexperte</p><p>Gemeinschaftszentrum Riesbach<br /> Seefeldstrasse 93, 8008 Zürich<br /> Beginn 19.30 Uhr, Türöffnung 19 Uhr<br /> Eintritt 10 CHF // 5 CHF (Schüler und Studenten)</p><p>Tram 2 und 4 bis Feldeggstrasse oder Höschgasse // Bus 33 bis Höschgasse // Parkhaus: Feldeggstrasse</p><p>1986 besuchte Klemens Ludwig erstmals Tibet, was seitdem den Schwerpunkt seiner publizistischen Arbeit bildet. Klemens Ludwig schreibt für Organe wie die NZZ , Frankfurter Allgemeine, die Welt, die Tageszeitung (taz) und ist zudem Chefredakteur der Zeitschrift «Brennpunkt Tibet».</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2011/11/27/tibet-erzwungener-wandel-auf-dem-dach-der-welt-diavortrag-donnerstag-8-dezember-2011/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Tashe Thaktsang: „Wir sind fassungslos!“</title><link>http://tibetfocus.com/2011/10/25/tashe-thaktsang-%e2%80%9ewir-sind-fassungslos%e2%80%9c/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2011/10/25/tashe-thaktsang-%e2%80%9ewir-sind-fassungslos%e2%80%9c/#comments</comments> <pubDate>Tue, 25 Oct 2011 21:06:15 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[Schweiz]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8009</guid> <description><![CDATA[Südkurier, 25.10.11, Intreviewfragen von Karina Christen - Die jüngsten Ereignisse in ihrer Heimat bewegen auch die Exiltibeter. Tashe Thaktsang aus Radolfzell über die Lage in Tibet und die möglichen Motive der Mönche Herr Thaktsang, der brutale Protest, der sich in Tibet zeigt, passt überhaupt nicht zum gängigen, eher friedlichen Tibet-Bild. Wie kommt es dazu? TT: [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Südkurier, 25.10.11, Intreviewfragen von Karina Christen -</p><p>Die jüngsten Ereignisse in ihrer Heimat bewegen auch die Exiltibeter. Tashe Thaktsang aus Radolfzell über die Lage in Tibet und die möglichen Motive der Mönche</p><p>Herr Thaktsang, der brutale Protest, der sich in Tibet zeigt, passt überhaupt nicht zum gängigen, eher friedlichen Tibet-Bild. Wie kommt es dazu?</p><p>TT: Das ist die absolute Verzweiflung. Die Situation hat sich seit 2008 dramatisch verändert. Vor allem die Klöster werden unglaublich streng kontrolliert. Dort wurden Stützpunkte eingerichtet, die man Arbeitsteams nennt. Die Mönche sind verpflichtet, sich einer Umerziehung zu unterwerfen. Dabei müssen sie den Dalai Lama denunzieren oder sich zur Einheit von China und Tibet bekennen. Die erzwungene Denunziation des Dalai Lama ist für die Mönche das Schlimmste, weil alles, was sie glauben und lernen, auf ihn zurückgeht. Das ist im tibetischen Buddhismus ein Sakrileg. In den Klöstern wird unsere nationale Identität gebündelt – das weiss China. Klöster sind das sichtbare Herzstück der tibetischen Kultur und des Volkes.</p><p>Warum entscheiden sich die Mönche für die Selbstverbrennung? Gibt es in der tibetischen Tradition ein Vorbild für diese extreme Form des Protests?</p><p>TT: Nein, auf keinen Fall. Wir Tibeter sind selbst fassungslos darüber. Das ist für uns nicht vorstellbar, weil es eine Autoaggression ist. Die Mönche müssen über 250 Gelübde ablegen. Eins davon, ein sehr zentrales, ist: Keine Gewaltanwendung gegenüber jeglichem Lebewesen, auch nicht gegen sich selbst. Für den Buddhisten ist das Menschsein das höchste Gut im Zyklus der Wiedergeburten. Das selbst zu zerstören, ist entsetzlich. Ich hoffe, dass die Vorgänge nicht die Tür zu weiteren Protesten in dieser Form öffnen. Es werden in der buddhistischen Legende jedoch auch Momente beschrieben, in denen die bewusste Opferung seines eigenen Lebens für einen höheren Zweck respektiert wird. Diese Entscheidung fällt jeder für sich bei gesundem Verstand.</p><p>Gibt es eine bestimmte Massnahme Chinas, die die Situation der Tibeter in diesem Jahr verschlechtert hat?</p><p>TT: Es ist die Summe aller Ereignisse seit 2008. Da ist der friedliche Protest in Osttibet übergeschwappt auf die gesamte Region, in der Tibeter in China leben. Seitdem werden Klöster und Bevölkerung massiver polizeilicher Kontrolle unterworfen. Das ist vielleicht der Punkt, an dem die Mönche sich sagen: Das Leben als Mönch ist unmöglich geworden. Deshalb tun sie alles, damit endlich etwas geschieht. Es tut sich ja nichts. Alle Dialoge mit China blieben völlig substanzlos. Die KP hat den Dalai Lama mehrfach öffentlich verhöhnt. Das halten die jungen Mönche nicht mehr aus. Wobei man sagen muss: Das sind Tibeter, die bereits unter der chinesischen Herrschaft geboren sind.</p><p>Was ist für die Tibeter ausserhalb der Klöster das grösste Problem?</p><p>TT: Die Marginalisierung der Tibeter innerhalb des eigenen Lebensraums. Durch den Bevölkerungstransfer von Han-Chinesen dominieren diese inzwischen. Dort, wo es gute Lebensbedingungen, wie fliessendes Wasser gibt, leben immer mehr Han-Chinesen und sie haben es erheblich leichter, gute Wohnungen oder Konzessionen zu bekommen, um zum Beispiel ein Geschäft zu eröffnen. Unter den tibetischen Jugendlichen liegt die Arbeitslosigkeit bei 60 Prozent. Die Tibeter erleben eine grausame Apartheidpolitik.</p><p>Gibt es noch immer eine Fluchtbewegung aus Tibet?</p><p>TT: Ja, es gibt natürlich vor allem Mönche, die versuchen, die Klöster zu verlassen und nach Indien zu fliehen. Ebenso auch Zivilpersonen. Aber die Fluchtbedingungen sind schwierig. Längst kommen nicht mehr so viele Flüchtlinge nach Indien, weil die Grenze einfach erheblich undurchlässiger geworden ist.</p><p>Woher bekommen Sie Informationen aus Tibet? Unabhängige Journalisten haben keinen Zugang.</p><p>TT: Zum Beispiel von Flüchtlingen, die es geschafft haben, nach Indien zu kommen. Manchmal sind auch Kontakte über Handys möglich. Auch der Austausch von Fotos. Wir fordern natürlich dringend, dass unabhängigen Journalisten erlaubt wird, sich ein Bild der Lage vor Ort zu machen.</p><p>Sie haben neulich vor dem zuständigen Bundestagsausschuss um Hilfe für Tibet gebeten. Was kann Deutschland tun?</p><p>TT: Ich wünsche mir, dass die deutsche Regierung sich dafür einsetzt, dass eine Uno-Untersuchungskommission nach Osttibet geschickt wird. Ich wünsche mir, dass China daran erinnert wird, sich an seine eigene Verfassung zu halten, die ja Religionsfreiheit ausdrücklich zusichert. Dringend abgeschafft werden muss die Administrativhaft. Mit diesem Instrument werden Tibeter ohne Gerichtsverhandlung aus dem Stand ins Gefängnis geschickt. Bis zu drei Jahre. Deutschland hat letztes Jahr in einer Resolution erklärt, sich überall auf der Welt gegen die Unterdrückung religiöser Freiheit einzusetzen. Also darf man nicht die Augen verschliessen – auch wenn China das nicht gefällt.</p><p>Gehen Sie davon aus, dass es weitere Selbstverbrennungen gibt, dass daraus so etwas wie eine Welle wird?</p><p>TT: Die Gefahr ist sehr, sehr gross, und ich hoffe, dass das nicht passiert. Es ist ein qualvoller Tod. Ich würde dringend appellieren, das nicht zu tun, zumal es auch grosses Leid über die Angehörigen bringt. Allerdings weiss ich auch nicht, was ich täte, wenn mein Leben von einem Apparat so brutal kontrolliert würde, wenn ich derart erniedrigt und schlimmer als ein Stück Vieh behandelt würde. Und das ist derzeit die Situation des tibetischen Volkes.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2011/10/25/tashe-thaktsang-%e2%80%9ewir-sind-fassungslos%e2%80%9c/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> </channel> </rss>
<!-- Performance optimized by W3 Total Cache. Learn more: http://www.w3-edge.com/wordpress-plugins/

Minified using disk: basic
Page Caching using disk: enhanced (User agent is rejected)
Database Caching 6/17 queries in 0.013 seconds using disk: basic
Object Caching 1274/1294 objects using disk: basic

Served from: tibetfocus.com @ 2012-05-21 08:37:43 -->
