<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?> <rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/" ><channel><title>tibetfocus.com &#187; Tibet</title> <atom:link href="http://tibetfocus.com/category/tibet/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://tibetfocus.com</link> <description></description> <lastBuildDate>Sun, 20 May 2012 16:57:18 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=</generator> <item><title>Verschärfung des Haftregimes: Verwandtenbesuche für Häftlinge in der TAR nicht mehr erlaubt</title><link>http://tibetfocus.com/2012/05/19/verscharfung-des-haftregimes-verwandtenbesuche-fur-haftlinge-in-der-tar-nicht-mehr-erlaubt/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/05/19/verscharfung-des-haftregimes-verwandtenbesuche-fur-haftlinge-in-der-tar-nicht-mehr-erlaubt/#comments</comments> <pubDate>Sat, 19 May 2012 12:31:38 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[Tibet]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8947</guid> <description><![CDATA[tibet.net, 3. Mai 2012 - Wie aus Tibet verlautet, erging im März 2012 an die Gefängnisse und Haftzentren in der Autonomen Region Tibet eine interne Anordnung, der zufolge für alle Gefangenen der bisher übliche Besuch durch ihre Freunde und Verwandten abgeschafft wird. In der Anordnung wird auch betont, dass die Aufsicht in den Gefängnissen strenger [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>tibet.net, 3. Mai 2012 -</p><p>Wie aus Tibet verlautet, erging im März 2012 an die Gefängnisse und Haftzentren in der Autonomen Region Tibet eine interne Anordnung, der zufolge für alle Gefangenen der bisher übliche Besuch durch ihre Freunde und Verwandten abgeschafft wird.</p><p>In der Anordnung wird auch betont, dass die Aufsicht in den Gefängnissen strenger gehandhabt werden müsse. Alle Gefängniswärter wurden angewiesen, die Bewegungen tibetischer Häftlinge genauestens zu verfolgen.</p><p>Anwälte und Rechtsberater der Häftlinge benötigen eine Sondergenehmigung vom Gefängnisdirektor, aber auch dann dürfen sie ihre Mandanten nur für eine begrenzte Zeitspanne und nur zur Besprechung ihres Falles treffen.</p><p>Die Gründe für diese verschärften Gefängnisbestimmungen seien die öffentliche Sicherheit und das Wohl der Bürger von Lhasa. Die meisten Haftzentren und Gefängnisse in der TAR liegen im Nordwesten von Lhasa. Sie wurden um 1983 in grosser Eile gebaut und werden seitdem für die geheime Inhaftierung politischer Gefangener und Dissidenten genutzt.</p><p>Viele angesehene Mönche aus den drei grossen Klöstern um Lhasa, die im Laufe der Zeit festgenommen wurden, befinden sich in diesen Haftanstalten und werden dort gefoltert.</p><p>Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Angelika Mensching<br /> Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)<br /> Arbeitsgruppe München</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/05/19/verscharfung-des-haftregimes-verwandtenbesuche-fur-haftlinge-in-der-tar-nicht-mehr-erlaubt/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Touristen in Tibet: Einreise nach Tibet nur noch für Gruppen</title><link>http://tibetfocus.com/2012/05/18/touristen-in-tibet-einreise-nach-tibet-nur-noch-fur-gruppen/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/05/18/touristen-in-tibet-einreise-nach-tibet-nur-noch-fur-gruppen/#comments</comments> <pubDate>Fri, 18 May 2012 05:02:54 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[Tibet]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8918</guid> <description><![CDATA[Relevant (A), 14.5.12 - Einzelpersonen können künftig nicht mehr in Tibet einreisen. Die Einreisegenehmigungen, die sogenannten TAR Permits, würden bis auf Weiteres nur noch für Gruppen ab vier Personen erteilt, teilte das Auswärtige Amt in Berlin unter Berufung auf das Aussenamt der Autonomen Region Tibet mit. Dort müssen Touristen auch die Einreisegenehmigung beantragen. Möglich ist [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Relevant (A), 14.5.12 -<br /> Einzelpersonen können künftig nicht mehr in Tibet einreisen. Die Einreisegenehmigungen, die sogenannten TAR Permits, würden bis auf Weiteres nur noch für Gruppen ab vier Personen erteilt, teilte das Auswärtige Amt in Berlin unter Berufung auf das Aussenamt der Autonomen Region Tibet mit.</p><p>Dort müssen Touristen auch die Einreisegenehmigung beantragen. Möglich ist das auch über das tibetische Reisebüro in Peking oder andere chinesische Reisebüros.</p><p><strong><span style="color: #ff0000;">Ein Kommentar von Petra aus China :</span></strong></p><div>Eingereicht am <a href="http://tibetfocus.com/2012/05/16/samstag-26-mai-2012-europaische-solidaritatsveranstaltung-fur-tibet-in-wien/comment-page-1/#comment-924">18.05.2012 um 04:06</a></div><p>Ich bin zur Zeit in China mit einem 1-Jahres Visum und beab­sich­tige Anfang Juni nach Tibet zu rei­sen. Bis­her wird die Ein­reise (das spe­zi­elle dazu not­wen­dige Tibet-Visa) nicht aus­ge­stellt.<br /> Erst wurde eine mög­li­che Ein­reise nur ab Mai zuge­sagt. Angeb­lich wer­den im März und April keine Visa aus­ge­stellt.<br /> Dann hieß es es müs­sen min. 4 Visa (also als Gruppe) bean­tragt wer­den. Jetzt wer­den zwar Ein­rei­se­an­träge ange­nom­men, aber nicht bear­bei­tet. Grund die Situa­tion in Europa und hier spe­zi­ell der Emp­fang des Dalai Lama in Großbritanien.</p><p>Wir wer­den heute wohl unse­ren Urlaub in China neu pla­nen müs­sen — ohne Tibet. Das chi­ne­si­sche Rei­se­büro macht uns keine Hoffnung.</p><p>Die Situa­tion ist für fast alle west­li­chen Aus­län­der und auch Aus­tra­lier gleich.</p><p> </p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/05/18/touristen-in-tibet-einreise-nach-tibet-nur-noch-fur-gruppen/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Ranghöherer tibetischer Mönch des Klosters Drango von Sicherheitsbeamten festgenommen</title><link>http://tibetfocus.com/2012/04/17/ranghoherer-tibetischer-monch-des-klosters-drango-von-sicherheitsbeamten-festgenommen/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/04/17/ranghoherer-tibetischer-monch-des-klosters-drango-von-sicherheitsbeamten-festgenommen/#comments</comments> <pubDate>Tue, 17 Apr 2012 02:25:41 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[Tibet]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8801</guid> <description><![CDATA[rfa.org, 5. April 2012 - Die Behörden in Kham nahmen einen höhergestellten Mönch fest, den sie verdächtigen, die Protestaktion vom Januar in Drango organisiert zu haben, bei der mehrere Personen getötet wurden. Geshe Tenzin Passang, der einen leitenden administrativen Posten im Kloster Drango innehatte, wurde von Polizeioffizieren des Public Security Bureau von Sichuan festgenommen. Der [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>rfa.org, 5. April 2012 -<br /> Die Behörden in Kham nahmen einen höhergestellten Mönch fest, den sie verdächtigen, die Protestaktion vom Januar in Drango organisiert zu haben, bei der mehrere Personen getötet wurden.</p><p>Geshe Tenzin Passang, der einen leitenden administrativen Posten im Kloster Drango innehatte, wurde von Polizeioffizieren des Public Security Bureau von Sichuan festgenommen.</p><p>Der Bezirk Drango (chin. Luhuo) in der TAP Kardze (chin. Ganzi), Präfektur Sichuan, war am 23. Januar Schauplatz einer grösseren Demonstration gegen die chinesische Herrschaft. Mindestens sechs Tibeter kamen ums Leben und Unzählige wurden verletzt, als die Sicherheitskräfte in die Menschenmenge feuerten (1).</p><p>Die brutale Schiesserei löste in den tibetischen Siedlungsgebieten weitere Proteste aus und verstärkte die Spannungen, die der Welle von Selbstverbrennungen folgten.</p><p>Kalsang, ein Mönch aus dem Kloster Drepung in Südindien, sagte, Geshe Tenzins Verbleib sei unbekannt: „Am 2. April wurde er unter dem Verdacht festgenommen, dass er die Protestaktion vom 23. Januar organisiert habe. Niemand weiss, wohin sie ihn verschleppt haben“.</p><p>Seit der Demonstration vom 23. Januar habe sich das Aufgebot an Sicherheitskräften in Drango beachtlich erhöht und die Mönche würden in ihrem täglichen Leben genauestens beobachtet.</p><p>„Einer Gruppe von je vier Mönchen wurde ein Regierungskader zugeteilt, und die Mönche müssen für alles, was sie tun, eine Genehmigung einholen, ohne eine solche darf niemand das Kloster verlassen“, fügte er hinzu.</p><p>Seit den Protesten seien auch viele Tibeter aus den umliegende Dörfern und Gemeinden in Gewahrsam genommen worden. „Sie wurden intensiven Verhören unterzogen, um herauszufinden, welche Rolle sie bei den Protesten gespielt hatten, und warum sie diejenigen, die den Polizeischüssen zum Opfer fielen, mit segenbringenden Khatags bedachten.“ „Nur wenn sie 1.500 bis 3.000 Yuan (US$ 240 bis 460) bezahlten, liessen die Behörden sie schliesslich wieder laufen“.</p><p>Geshe Tenzin Passang, auch Tengah genannt, wurde 1965 im Dorf Norpa im Bezirk Drango als Sohn von Dhondup Tashi und Dewang geboren. Nachdem er in der Grundschule ausser Tibetisch auch Mandarin Chinesisch lernte, trat er in ein Kloster ein, um sich dem Studium des tibetischen Buddhismus zu widmen. 1986 begab er sich nach Südindien, wo er im Kloster Drepung Loseling seine Studien fortsetzte. Nachdem er 2009 den Geshe-Titel erworben hatte, kehrte er in das Kloster Drango nach Tibet zurück. Zuletzt diente er als ein „chanzoe“ (Mönchsbeamter) im Kloster Drango.</p><p>(1) 2. Februar 2012, <a href="http://www.igfm-muenchen.de/tibet/Phayul/2012/DrangoBilder_2.2.html" target="_blank">„Blutige Bilder der in Drango getöteten und verletzten Tibeter aufgetaucht“</a></p><p>Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Angelika Mensching<br /> Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/04/17/ranghoherer-tibetischer-monch-des-klosters-drango-von-sicherheitsbeamten-festgenommen/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>China verurteilt tibetischen religiösen Lehrer zu zwei Jahren Gefängnis — und verurteilt 11 Tibeter wegen Protestaktionen zu harten Strafen</title><link>http://tibetfocus.com/2012/04/12/china-verurteilt-tibetischen-religiosen-lehrer-zu-zwei-jahren-gefangnis-und-verurteilt-11-tibeter-wegen-protestaktionen-zu-harten-strafen/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/04/12/china-verurteilt-tibetischen-religiosen-lehrer-zu-zwei-jahren-gefangnis-und-verurteilt-11-tibeter-wegen-protestaktionen-zu-harten-strafen/#comments</comments> <pubDate>Thu, 12 Apr 2012 15:22:48 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[Tibet]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8795</guid> <description><![CDATA[tchrd.org, 4. April 2012 - Khenpo Gyewala, ein hoch verehrter religiöser Lehrer und angesehener Gelehrter des Klosters Gyegyel Dzogchen, Bezirk Dzatoe (chin. Zaduo), TAP Yulshul (chin. Yushu), Provinz Qinghai, der als vermisst galt, wurde nach 20 Tagen in Isolationshaft zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Der Khenpo war am 8. März verschwunden, und niemand wusste, wohin [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>tchrd.org, 4. April 2012 -</p><p>Khenpo Gyewala, ein hoch verehrter religiöser Lehrer und angesehener Gelehrter des Klosters Gyegyel Dzogchen, Bezirk Dzatoe (chin. Zaduo), TAP Yulshul (chin. Yushu), Provinz Qinghai, der als vermisst galt, wurde nach 20 Tagen in Isolationshaft zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt.</p><p>Der Khenpo war am 8. März verschwunden, und niemand wusste, wohin die Polizei ihn verschleppt hatte. Am 28. März rief das Public Security Bureau (PSB) von Dzatoe einen seiner Verwandten ins Amt, wo ihm gestattet wurde, drei Minuten lang mit Khenpo Gyewala zu telefonieren.</p><p>Die Polizeibeamten untersagten ihm jedoch, dem Khenpo gegenüber den Tod seiner 41jährigen Schwester Boyang zu erwähnen, die am 15. März gestorben war, nachdem sie in der Bezirksverwaltung des PSB bewusstlos geworden und umgefallen war (1).</p><p>Boyangs Tod scheint dem emotionalen Schock zuzuschreiben zu sein, den sie erlitten hatte, als sie mehrfach versuchte, von den PSB-Beamten Auskunft über den Verbleib ihres Bruders zu erhalten und diese sie immer wieder barsch abgewiesen hatten.</p><p>Quellen zufolge habe Khenpo Gyewala während des kurzen Telefongesprächs seinen Verwandten gebeten, sich um die Monsel Schule zu kümmern, die er gegründet hatte, um den dort ansässigen Tibetern eine Möglichkeit zu geben, lesen und schreiben zu lernen. Er sagte auch, er habe in der Polizeihaft Schlimmes durchgemacht, aber seit der Verurteilung seien die Probleme weniger geworden. Den Ort seiner Inhaftierung konnte er nicht nennen, es wird jedoch vermutet, dass es sich um ein Gefängnis ausserhalb der tibetischen Siedlungsgebiete handelt.</p><p>Das TCRHD berichtete zuvor, dass zusammen mit Khenpo Gyewala 13 weitere Tibeter verschwunden waren. Quellen zufolge seien diese am 25. März auf freien Fuss gesetzt worden.</p><p>(1) 21. März 2012, <a href="http://www.igfm-muenchen.de/tibet/TCHRD/2012/KhenpoGyewala_22.3.html " target="_blank">Abt in Dzatoe verschwunden, seine Schwester, die Auskunft über ihn forderte, gestorben</a></p><p>TCHRD-Kontakt: Jampel Monlam (Tibetisch/Chinesisch), Dukthen Kyi (Englisch)<br /> Tel. +91 1892 223363, 229225, 225874</p><p><span style="color: #ff0000;"><strong>tchrd.org, 31. März 2012 — </strong></span></p><p><span style="color: #ff0000;"><strong>China verurteilt 11 Tibeter wegen Protestaktionen zu harten Strafen</strong></span></p><p>Über elf Tibeter, die bei den friedlichen Protestmärschen im Januar 2012 in den Bezirken Drango (chin. Luhuo) und Serthar (chin. Seda), TAP Kardze, Provinz Sichuan, mitmachten, wurden nun Haftstrafen zwischen drei und dreizehn Jahren verhängt.</p><p>Als sie über die harten Strafen berichtete, hiess es bei der offiziellen Nachrichtenagentur Xinhua am 22. März, die Tibeter seien wegen Aufwiegelung zu sozialen Unruhen und wegen Zerstörung von Eigentum verurteilt worden.</p><p>Auf die Protestaktionen am 23. und 24. Januar (1) antworteten die Sicherheitskräfte mit brutaler Gewalt, sie schossen mit scharfer Munition auf Hunderte von unbewaffneten Demonstranten. Man weiss von mindestens vier Tibetern, die in Drango dabei ums Leben kamen, während viele andere schwere Verletzungen davontrugen. In Serthar starben unserer Kenntnis nach zwei Tibeter, viele wurden verletzt, und wie viele festgenommen wurden, weiss man gar nicht.</p><p>Das Bezirksgericht von Drango verurteilte sieben Tibeter, die von unseren Quellen als Peldor, Dugyal Nyima, Jhipey, Gyaltho, Gyalrong Tsetan, Tsering Dhargyal und Sherab Rongpo genannt wurden, zu zehn bis dreizehn Jahren Gefängnis und belegte sie ausserdem noch mit Geldstrafen.</p><p>In Serthar verurteilte das Bezirksgericht vier Tibeter  Tseyang, Khechung, Tsering und Lenchung zu drei bis sieben Jahren Gefängnis wegen Behinderung staatlicher Funktionen. Wann genau die elf Tibeter festgenommen wurden, ist nicht bekannt.</p><p>Die Tibeter in Drango und Serthar hatten mit friedlichen Protestmärschen gegen die repressive Politik Chinas demonstriert. Indem die chinesische Regierung diese legitimen Protestformen als gegen den Staat gerichtet,  Vandalismus und Gewaltausbruch einstufte, kriminalisierte sie jegliche friedliche Methode der Meinungsäusserung.</p><p>Der Umstand, dass innerhalb von nur zwei Monaten nach dem Geschehen über elf  Tibeter harte Urteile verhängt wurden, zeigt, wie die juristischen Verfahren von der Exekutive bestimmt werden.</p><p>(1) 23. Januar 2012,  <a href="http://www.igfm-muenchen.de/tibet/Phayul/2012/Drango-6Tote_23.1.html" target="_blank">Polizei in Kham schiesst auf Demonstranten: Mehrere Tibeter erschossen, zahlreiche verwundet</a></p><p>24. Januar 2012, <a href="http://www.igfm-muenchen.de/tibet/RFA/2012/Serthar-Tote_25.1.html" target="_blank"> Bis zu fünf Tibeter in Serthar getötet — chinesische Sicherheitskräfte feuern den zweiten Tag auf tibetische Demonstranten</a></p><p>Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Angelika Mensching<br /> Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/04/12/china-verurteilt-tibetischen-religiosen-lehrer-zu-zwei-jahren-gefangnis-und-verurteilt-11-tibeter-wegen-protestaktionen-zu-harten-strafen/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Abt in Dzatoe verschwunden, seine Schwester, die Auskunft über ihn forderte, gestorben</title><link>http://tibetfocus.com/2012/03/26/abt-in-dzatoe-verschwunden-seine-schwester-die-auskunft-uber-ihn-forderte-gestorben/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/03/26/abt-in-dzatoe-verschwunden-seine-schwester-die-auskunft-uber-ihn-forderte-gestorben/#comments</comments> <pubDate>Sun, 25 Mar 2012 23:37:07 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[Tibet]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8722</guid> <description><![CDATA[tchrd.org, 21. März 2012 - Khenpo Gyewala, ein hochverehrter Gelehrter und Abt des Klosters Gyegyal Dzogchen ist, ebenso wie 11 weitere Tibeter in Zatoe in der TAP Yushul (chi. Yushu), Provinz Qinghai, heimlich festgenommen worden. Dortigen Quellen zufolge wird Khenpo Gyewala seit dem Abend des 8. März vermisst. Vermutlich wurde er während eines nächtlichen Polizeiüberfalls [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>tchrd.org, 21. März 2012 -<br /> Khenpo Gyewala, ein hochverehrter Gelehrter und Abt des Klosters Gyegyal Dzogchen ist, ebenso wie 11 weitere Tibeter in Zatoe in der TAP Yushul (chi. Yushu), Provinz Qinghai, heimlich festgenommen worden.</p><p>Dortigen Quellen zufolge wird Khenpo Gyewala seit dem Abend des 8. März vermisst. Vermutlich wurde er während eines nächtlichen Polizeiüberfalls auf das Kloster verhaftet.</p><p>Khenpo Gyewala ist der Gründer der Monsel Schule, in der im Winter, wenn die staatlichen Schulen in der Gegend geschlossen sind, 800 Kinder in tibetischer Sprache, Buddhismus und traditioneller Kultur unterrichtet wurden. Khenpo Gyewala unterrichtete selbst die zumeist aus Nomaden-Familien kommenden Kinder. Er gründete diese Winterschule, um sicherstellen, dass sie lesen und schreiben lernen, seine Bemühungen galten besonders  den in der Stadt sesshaft gemachten Nomaden.<br /> Khenpo Gyewala geriet mit den Lokalbehörden in Konflikt, als diese die Durchführung eines dort berühmten religiösen Festes, des Dechen Shingdrup, verboten. Am 9. Februar 2012, dem Tag, an dem eigentlich das Fest stattfinden sollte, veranstalteten um die eintausend Schüler von Monsel und dort ansässige Tibeter einen Protestmarsch von der Stadt Zatoe zu dem Public Security Bureau (PSB), das sich auf der anderen Seite des Tals befindet. Sie protestierten gegen das plötzlich verhängte Verbot. Ob es zu dieser Zeit bereits Festnahmen gab, ist nicht klar. Bisher hatten die Lokalbehörden stets die Erlaubnis zur Abhaltung des Dechen Shingdrup Festes erteilt.</p><p>Am 10. Februar setzten örtliche Sicherheitsbeamte Khenpo Gyewala und einige Lehrer im Polizeirevier fest. Später am Abend zogen um 800 Schüler zum PSB-Gebäude und forderten ihre Freilassung. Um eine Eskalation der Schülerproteste zu vermeiden, hätte die Polizei den Khenpo und die Lehrer wieder freigelassen. Danach durfte er sich jedoch nicht mehr frei bewegen, und ohne behördliche Genehmigung nirgendwo mehr hingehen. Den Schülern und Lehrern wurden ähnliche Restriktionen auferlegt.</p><p>Einige Wochen später, am 8. März, ist Khenpo Gyewala dann ganz „verschwunden“. Vermutlich wird er nicht in Zatoe festgehalten, sondern wurde an einen anderen Ort verbracht.</p><p>Am 15. März 2012 starb Khenpo Gyewalas Schwester in einem Krankenhaus, nachdem sie im Public Security Bureau ohnmächtig geworden war. Sie war mehrere Male, auch in Begleitung von Verwandten, bei der Polizei vorstellig geworden und hatte nach ihrem Bruder gefragt. Als die PSB-Beamten ihr jegliche Auskunft verweigerten, erlitt sie offenbar einen emotionalen Schock, sie verlor das Bewusstsein und stürzte in der Polizeistation zu Boden.</p><p>Auch 13 Mitarbeiter von Khenpo Gyewala werden vermisst, sie wurden in den letzten Wochen einzeln festgenommen. Unter ihnen befinden sich Apho, 47, ein Mönch des Klosters Lhabug, Tsering Dhondup, 32, ein früherer Angestellter der Bezirksverwaltung, und Rhagpa, ein Lehrer an der Monsel-Schule. Die Identität der übrigen konnte nicht in Erfahrung gebracht werden.</p><p>Khenpo Gyewala, 44 Jahre alt, wurde 1970 in Dzatoe geboren, schon früh trat er in das Kloster Gyegyel Dzogchen ein. Später wurde er Lehrer an der Dialektik-Schule des Klosters. Er ist als buddhistischer Gelehrter bekannt, viele Jahre lang studierte er an dem Buddhistischen Institut Larung Gar in Serthar (chin. Seda), TAP Kardze, Provinz Sichuan.</p><p>Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Angelika Mensching<br /> Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/03/26/abt-in-dzatoe-verschwunden-seine-schwester-die-auskunft-uber-ihn-forderte-gestorben/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Dutzende Tibeter bei einem Polizeieinsatz mit Sprengstoff und Tränengas verletzt, ein Kind getötet</title><link>http://tibetfocus.com/2012/03/24/dutzende-tibeter-bei-einem-polizeieinsatz-mit-sprengstoff-und-tranengas-verletzt-ein-kind-getotet/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/03/24/dutzende-tibeter-bei-einem-polizeieinsatz-mit-sprengstoff-und-tranengas-verletzt-ein-kind-getotet/#comments</comments> <pubDate>Sat, 24 Mar 2012 10:30:02 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[Tibet]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8718</guid> <description><![CDATA[rfa.org, 19./22. März 2012 - Dutzende von unbewaffneten Tibetern wurden am 18. März verletzt, als die chinesischen Sicherheitskräfte Tränengas einsetzten und Handgranaten auf eine Menge friedlicher Demonstranten abfeuerten. „Am 18. März warfen chinesische Sicherheitskräfte Tränengaspatronen in eine Menge protestierender Tibeter im Bezirk Gepa Sumdo (chin. Tongde) in der TAP Tsolho (chin. Hainan), Provinz Qinghai“, teilte [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>rfa.org, 19./22. März 2012 -<br /> Dutzende von unbewaffneten Tibetern wurden am 18. März verletzt, als die chinesischen Sicherheitskräfte Tränengas einsetzten und Handgranaten auf eine Menge friedlicher Demonstranten abfeuerten.</p><p>„Am 18. März warfen chinesische Sicherheitskräfte Tränengaspatronen in eine Menge protestierender Tibeter im Bezirk Gepa Sumdo (chin. Tongde) in der TAP Tsolho (chin. Hainan), Provinz Qinghai“, teilte ein in Südindien lebender Tibeter mit. „Sieben Schwerverletzte mussten ins Krankenhaus gebracht werden, doch andere Verletzte erhielten keine medizinische Versorgung“.</p><p>Ein Tibeter aus der Gegend teilte dem Radiosender Voice of Tibet mit, bei dem „unangemessenen und sinnlosen“ Gewalteinsatz sei ein 12jähriges Kind ums Leben gekommen. Nähere Angaben über den Polizeieinsatz und um was für eine Art von Sprengkörpern es sich handelte, waren nicht zu erhalten.</p><p>Zu dem Einsatz am Sonntag kam es, nachdem die dort ansässigen Tibeter drei Tage lang die Freilassung von 50 Mönchen aus dem Klosters Shingtri in Ba Thunte oder Gepa Sumdo gefordert hatten. Diese waren am 15. März festgenommen worden, weil sie bei ihrem Marsch die verbotene tibetische Nationalflagge hochgehalten und mehr Freiheit in Tibet gefordert hatten.</p><p>„Die Namen einiger der Festgenommenen sind Yeshe Dorje, Jang Rin, Sherab Palsang und Pema Rigdzin, bei den meisten handelt es sich um junge Mönche des Klosters“. Ausserdem seien ein bekannter tibetischer Sänger mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen unter dem Verdacht der Beteiligung an dem Protest festgenommen worden.</p><p>Unabhängig davon habe um den 8. März herum die bewaffnete Polizei ein Dorf in der Gemeinde Dzatoe im Bezirk Derge überfallen und dabei acht Tibeter in Gewahrsam genommen, wie aus einer dortigen Quelle verlautet. „Sie wurden verdächtigt, für die Verteilung von Flugblättern anti-chinesischen Inhalts in der Gegend verantwortlich zu sein“. „Die Sicherheitskräfte, die in 20 Fahrzeugen angefahren kamen, umstellten das Dorf Rebpa, drangen in die Häuser ein und nahmen die Leute einfach mit“.</p><p>Wegen der zahlreichen Sicherheitskräfte und anderer Spitzel in der Stadt seien noch keine Namen und Details übermittelt worden. Ein anderer Mann namens Khega sei am 16. März in Dzatoe festgenommen worden: „Khega aus der Ortschaft Doda war an den Demonstrationen von 2008 aktiv beteiligt, wie alt er ist, weiss man nicht“.</p><p>Indessen nahm die Polizei auch in der Präfektur Nagchu der TAR fünf Tibeter unter dem Verdacht der „Planung anti-chinesischer Aktivitäten“ fest, teilte Ngawang Tharpa aus Indien mit. Sie hatten sich am 9. März in einem Restaurant getroffen, um für den 10. März, den 53. Jahrestag des tibetischen Volksaufstandes, eine Protestaktion zu planen.</p><p>„Sie wollten für Freiheit in Tibet, die Rückkehr des Dalai Lama und die Wiedereröffnung von kürzlich geschlossenen Klöstern demonstrieren, sowie dafür, dass die Mönche ihr Recht auf das Studium und die religiöse Praxis zurückerhalten“.</p><p>Die chinesische Polizei, die von dem Vorhaben erfahren hatte, nahm am 10. März um etwa 9 Uhr Tharlam, Siga und Dzomlha Kar fest“. „Und am 14. März wurden Drukdrak und Tsegon in Gewahrsam genommen, über ihren Verbleib und ihren Zustand ist nichts bekannt geworden“.</p><p>Ein neues <a href="http://www.youtube.com/watch?v=VkqRO_L3Ems&amp;feature=youtu.be" target="_blank">Video aus Tibet, das auf der Website www.tibet.net veröffentlicht wurde, zeigt den Protestmarsch der Mönche in Gepa Sumdo am 15. März,</a> bei dem sie die Rückkehr des Dalai Lama und die Achtung der tibetischen Sprache forderten.</p><p>Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Angelika Mensching<br /> Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/03/24/dutzende-tibeter-bei-einem-polizeieinsatz-mit-sprengstoff-und-tranengas-verletzt-ein-kind-getotet/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Behörden in Drango nehmen Dutzende von Tibetern fest – Haus von Schüssen durchsiebt — Schiessbefehl auf Demonstranten</title><link>http://tibetfocus.com/2012/03/12/behorden-in-drango-nehmen-dutzende-von-tibetern-fest-haus-von-schussen-durchsiebt-schiessbefehl-auf-demonstranten/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/03/12/behorden-in-drango-nehmen-dutzende-von-tibetern-fest-haus-von-schussen-durchsiebt-schiessbefehl-auf-demonstranten/#comments</comments> <pubDate>Mon, 12 Mar 2012 10:28:15 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[Tibet]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8683</guid> <description><![CDATA[freetibet.org, rfa.org,  7. März 2012 - Über einhundert Tibeter aus dem Bezirk Drango, TAP Kardze, Präfektur Sichuan, sind seit Januar festgenommen worden oder verschwunden. Am 23. Januar eröffneten die Sicherheitskräfte das Feuer auf Demonstranten und erschossen dabei zwei Tibeter und verwundeten 34 weitere. Das ist die grösste Zahl an Tibetern, die von staatlichen Organen seit [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>freetibet.org, rfa.org,  7. März 2012 -<br /> Über einhundert Tibeter aus dem Bezirk Drango, TAP Kardze, Präfektur Sichuan, sind seit Januar festgenommen worden oder verschwunden. Am 23. Januar eröffneten die Sicherheitskräfte das Feuer auf Demonstranten und erschossen dabei zwei Tibeter und verwundeten 34 weitere. Das ist die grösste Zahl an Tibetern, die von staatlichen Organen seit 2008 auf einmal angeschossen wurden.</p><p>Die Behörden erklärten, dass jeder, der an der Demonstration beteiligt war, festgenommen würde, einer nach dem anderen. Anhand von Überwachungskameras identifizierten sie die Teilnehmer. Die Leute hätten Drango in grosser Zahl verlassen, heisst es, einige seien in die Berge geflohen. Chinesische Staatsbeamte gingen von Tür zu Tür, um nach Teilnehmern zu fahnden (1).</p><p>In mehreren Fällen ging das Sicherheitspersonal bei der Festnahme der Tibeter mit grober Gewalt vor. So wurde Tsering Gyaltsen, ein Mönch des Klosters Drango, bei der Festnahme übel zusammengeschlagen. Folter ist in Tibet Routine, weshalb Free Tibet sich um das Befinden der Inhaftierten grosse Sorgen macht.</p><p>Mindestens vier ältere Mönchsbeamte sind in Chengdu in Haft, obwohl sie bei der Demonstration gar nicht dabei waren. Free Tibet vermutet, dass durch ihre Festnahme Druck auf die Bevölkerung ausgeübt werden soll (2).</p><p>Gebildete Tibeter, höherrangige Mönche, Kulturschaffende und ehemalige politische Gefangene werden routinemässig festgenommen, damit sie andere Leute nicht mehr beeinflussen oder „Unruhe stiften“ können. Auch ein Dorfvorsteher ist inhaftiert worden, was als Strafe dafür angesehen wird, dass er seine Leute nicht „in Zaum“ hielt.</p><p>Auf die Protestaktionen hin haben das Bezirksbüro für religiöse Angelegenheiten und die Einheitsfrontabteilung des Bezirks die patriotische Umerziehung erneut in Gang gesetzt. 10 — 20 chinesische Offizielle haben sich im Kloster Drango eingenistet, auch in den Dörfern der Umgebung und unter dem einfachen Volk wird nun der patriotische Unterricht durchgeführt. Augenzeugen zufolge schossen chinesische Sicherheitskräfte bei der Hetzjagd nach der Protestaktion vom Januar auf ein Haus, in dem eine 14köpfige tibetische Familie wohnte. Zwei der Männer wurden getötet und fünf weitere verletzt, darunter auch Kinder und eine 70jährige Frau.</p><p>Yeshe Rigsel, ein Mönch des Klosters Drango, war an der Protestaktion vom 23. Januar beteiligt gewesen und hatte Aufnahmen gemacht. Angesichts der schweren Restriktionen in Tibet kann Fotografieren als ein „politisches Delikt“ gewertet werden, und das mag der Grund gewesen sein, warum die Sicherheitskräfte Yeshi Rigsel verfolgten. Yeshe Rigsel und sein Bruder Yeshe Samdup waren nach der Protestaktion geflohen und hatten sich im Winterquartier der Familie versteckt.</p><p>Nach dem Bericht eines Augenzeugen hätten drei Einheiten der Staatssicherheitskräfte sich am Morgen des 9. Februar Yeshi Rigsels Haus im Dorf Norpa genähert. Als ein Mitglied der Familie aus dem Haus kam und die Sicherheitskräfte sah, rannte er wieder hinein und verriegelte die Tür von innen. Vier Kinder wurden in einer Ecke versteckt. Die Sicherheitskräfte erzwangen sie sich den Zugang zu dem Haus mit Gewalt und es kam zu einem Handgemenge.</p><p>Danach verliessen sie das Haus, doch andere umstellten es von allen Seiten und eröffneten das Feuer. Diejenigen drinnen sagten später, es habe förmlich „Kugeln gehagelt“. Dabei kamen Yeshe Rigsel und Yeshi Samdup ums Leben (3) und  ihr Bruder Yonten Sangpo erlitt einen Schuss in den Hals, die Mutter Ama Sang Lha in den linken Arm, auch drei Töchter von Yonten und zwei seiner Nichten erlitten Verletzungen. Yeshe Samdrups Frau Namdrol, die bei dem Angriff auch zugegen war, wurde in Handschellen gelegt, aus dem Haus gezerrt und geschlagen. Ein tibetischer Angehöriger der Staatssicherheit soll ebenfalls getötet worden sein.</p><p>Nach dem Massaker plünderte das Sicherheitspersonal das Haus, entwendete 6.200 RMB und Wertgegenstände und verbrannte drei zu dem Haushalt gehörende Motorräder. Ein Augenzeuge berichtete: „Ich sah, wie sie die Leichen von Yeshi Rigsel und Yeshi Samdup mit Seilen, die sie ihnen um die Hälse gelegt hatten, den Hügel hinabschleiften“. Yonten Sangpo, der dritte Bruder, sei aus dem Haus gebracht und schrecklich geschlagen worden, so dass er stark aus dem Mund blutete. Sieben Tibeter seien in das Polizeirevier gebracht worden.</p><p>Andere Tibeter gingen zum Polizeirevier und baten um die Herausgabe der verletzten Familienmitglieder, damit diese ärztlich versorgt werden könnten, ebenso um die Körper von Yeshi Rigsel und Yeshi Samdup. Der Mutter musste der linke Arm amputiert werden, weil sie keine rechtzeitige Behandlung erhalten hatte. Sie befindet sich nun, ebenso wie Yonten Sangpos drei Töchter und zwei Nichten im Kreiskrankenhaus von Kardze. Ob und wann sie dort entlassen werden können, ist unbekannt.</p><p>Am 4. März wurde ein Tibeter namens Rinchen Tsering unter dem Verdacht der Beteiligung an einem Anschlag auf ein Regierungsgebäude festgenommen. Bei dem Angriff Anfang Februar brannte ein Gebäude in der Gemeinde Dzame völlig ab. Bei dem zweiten Angriff in der Präfektur Kardze Anfang Februar wurde in der Ortschaft Nangdo im Bezirk Derge ein Gebäude in Brand gesetzt, aber das Feuer konnte schnell gelöscht werden.</p><p>Klöster und Gemeinden in diesen Gegenden werden nun einer rigorosen patriotischen Umerziehung unterzogen. „Die Lokalbehörden machten die tibetischen Bewohner darauf aufmerksam, dass sie von der Provinz– und der Zentralregierung ermächtigt worden seien, auf jeden, der gegen die Regierung protestiere, mit scharfer Munition zu schiessen“.</p><p>(1) <a href="http://www.freetibet.org/newsmedia/photgraphs-of-Drango-detainees-March2012" target="_blank">Bilder von einigen der Festgenommenen</a></p><p>(2) Tulku Lobsang Tenzin, 40, aus dem Kloster Gochen, Geshe Tsewang Namgyal, 42, aus dem Kloster Drango, Thinley, 42, der Verwalter des Klosters Drango, Dralha oder Tashi Thupgyal, 31, Buchhalter des Klosters Drango</p><p>(3) 9.2.2012, <a href="http://www.igfm-muenchen.de/tibet/Phayul/2012/YesheRigsalYesheSamdup_9.2.html" target="_blank">„Sicherheitskräfte stellen zwei bereits verwundete Tibeter und erschiessen sie“</a></p><p>Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Angelika Mensching<br /> Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/03/12/behorden-in-drango-nehmen-dutzende-von-tibetern-fest-haus-von-schussen-durchsiebt-schiessbefehl-auf-demonstranten/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Chinesische Behörden unterwerfen ganz Tibet einer rigiden Militärkontrolle</title><link>http://tibetfocus.com/2012/02/02/chinesische-behorden-unterwerfen-ganz-tibet-einer-rigiden-militarkontrolle/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/02/02/chinesische-behorden-unterwerfen-ganz-tibet-einer-rigiden-militarkontrolle/#comments</comments> <pubDate>Wed, 01 Feb 2012 22:30:31 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[Tibet]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8339</guid> <description><![CDATA[rfa.org, 29. Januar 2012 - Die Behörden in Peking haben auf die Demonstrationen mit tödlichen Folgen in der vergangenen Woche den Sicherheitsapparat in allen tibetischen Gebieten von Lhasa bis zu Amdo und Kham drastisch verstärkt. Während die Tibeter den Tod der von den Sicherheitskräften erschossenen Demonstranten in den Präfekturen Kardze und Ngaba betrauerten, griffen die [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>rfa.org, 29. Januar 2012 -<br /> Die Behörden in Peking haben auf die Demonstrationen mit tödlichen Folgen in der vergangenen Woche den Sicherheitsapparat in allen tibetischen Gebieten von Lhasa bis zu Amdo und Kham drastisch verstärkt.</p><p>Während die Tibeter den Tod der von den Sicherheitskräften erschossenen Demonstranten in den Präfekturen Kardze und Ngaba betrauerten, griffen die Behörden allerorten gegen die Aktivitäten der Tibeter rigoros durch.</p><p>„Die Präsenz der Sicherheitskräfte in Serthar (chin. Seda) ist überwältigend. Die ganze Gegend ist von chinesischer Polizei und bewaffneten Kräften umstellt, und die Tibeter dürfen sich nicht mehr frei bewegen“, verlautet aus einer dortigen Quelle.</p><p>„Der Körper eines der in Serthar Erschossenen ist nicht, wie es sonst üblich ist, einem tibetischen Kloster überlassen worden, nicht einmal dem bedeutsamen Buddhistischen Institut von Serthar, statt dessen brachten die Behörden ihn nach Chengdu und verbrannten ihn dort“.</p><p>Serthar ist einer der drei Bezirke in der Provinz Sichuan, wo die Tibeter in der vergangenen Woche gegen die chinesische Herrschaft protestierten und wo bis zu sechs Personen getötet und 60 verletzt worden sein könnten. Die anderen Bezirke waren Drango (chin. Luhuo) und Dzamthang (chin. Rantang). Offizielle chinesische Medien berichten von nur zwei tibetischen Todesopfern, die eine Folge des Angriffs der „Randalierer“ seien.</p><p>„Die Kommandozentrale in Chengdu verlegte zusätzliche Truppen, die aus dem Militärlagern Deyang und Mianyang kommen, in die Gegend.“ Die Telefonverbindungen in den Protestgebieten sind größtenteils gesperrt worden.</p><p>Die Gegend um Dzamthang befindet sich auch im Belagerungszustand. Kalsang, ein Mitglied des tibetischen Parlaments-im-Exil, sagte am Freitag, Serthar, Kardze und Drango seien strengsten Kontrollen unterworfen worden. Die Kommunistische Partei entsandte bereits „Arbeitsgruppen“ in jedes Dorf und jedes Kloster der Präfekturen Kardze und Ngaba.</p><p>Auch die Einwohner von Lhasa berichteten, die Lage in der Hauptstadt sei angespannt, mit Sicherheitskräften in der ganzen Stadt, die von Haus zu Haus gehen, und alles durchsuchen. Bezüglich der Barkhor Straße, die um den Jokhang Tempel verläuft, sagte ein Einwohner: „Es ist dermaßen schrecklich. Ich wage gar nicht mehr, mich wie sonst umzublicken, ich wage nicht, mich frei zu bewegen. Bewaffnetes Personal ist überall, Polizei steht an jeder Ecke“.</p><p>Eine Familie beschrieb, wie ihre Häuser völlig grundlos durchsucht wurden. „Die Sicherheitskräfte verlangten die Namen aller Familienmitglieder, und wollten wissen, wo diese sich gerade aufhielten. Sie machten deutlich, daß sie genau wüßten, daß Verwandte der Familie in Ausland lebten und daß die Familie öfters mit diesen telefoniere“. Sie wiesen sie darauf hin, daß sie bei den Telefongesprächen nicht von Politik reden dürften“.</p><p>„Die chinesischen Behörden greifen zur Einschüchterung und Überwachung gewöhnlicher Tibeter, damit sie in ständiger Furcht leben und nichts preisgeben“, kommtentierte Stephanie Brigden, von Free Tibet.</p><p>Penpa Tsering, der Sprecher des Exilparlaments, sagte am Sonntag. „Wir rufen die Regierungen in der ganzen Welt auf, nicht nur ihre Sorge auszudrücken, sondern zu intervenieren, um die derzeitige gefährliche Lage in Tibet zu deeskalieren und eine dauerhafte Lösung für die Tibetfrage auf dem Wege von Verhandlungen herbeizuführen“.</p><p>Wir schicken ebenfalls einen offenen Brief über die kritische Situation in Tibet an den chinesischen Präsidenten Hu Jintao, und bitten ihn, sich um eine dauerhafte Lösung für die Tibet-Frage zu bemühen.</p><p>Die die tibetische Regierung-im-Exil, oder die Zentraltibetische Verwaltung, rief für den 8. Februar zu „globalen Solidaritäts-Mahnwachen“ auf, um die gegenwärtige Krise ins Bewußtsein der Allgemeinheit zu rücken.</p><p>International Tibet Network gab eine Online-Aktion an einige Weltpolitiker heraus: “URGE WORLD LEADERS TO STAND UP FOR TIBET”, man kann die Botschaft individuelle schicken an Barack Obama, David Cameron, Nicolas Sarcozy, Angela Merkel, Julia Gillard, Stephen Harper, Catherine Ashton, Yoshihiko Nodo, Manmohan Singh, Bronislaw Komorowski, Felipe Calderon und Mitglieder des EP.</p><p><a href="http://standupfortibet.org/global-action/worldleaders/" target="_blank">http://standupfortibet.org/global-action/worldleaders/</a></p><p>Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Angelika Mensching<br /> Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/02/02/chinesische-behorden-unterwerfen-ganz-tibet-einer-rigiden-militarkontrolle/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Tibetischer Frühling</title><link>http://tibetfocus.com/2012/01/26/tibetischer-fruhling/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/01/26/tibetischer-fruhling/#comments</comments> <pubDate>Thu, 26 Jan 2012 21:33:53 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[Tibet]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8293</guid> <description><![CDATA[Die Welt, 25.1.12, von Dietrich Alexander Als der Dalai Lama im März 2009 anlässlich des 50. Jahrestages seiner Flucht vor den chinesischen Soldaten aus Tibet ins indische Exil eine Rede hielt, wählte er Worte der Verzweiflung. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter bilanzierte ebenso realistisch wie desillusionierend: China habe den Tibetern die “Hölle auf Erden” bereitet. [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Die Welt, 25.1.12, von Dietrich Alexander<br /> Als der Dalai Lama im März 2009 anlässlich des 50. Jahrestages seiner Flucht vor den chinesischen Soldaten aus Tibet ins indische Exil eine Rede hielt, wählte er Worte der Verzweiflung. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter bilanzierte ebenso realistisch wie desillusionierend: China habe den Tibetern die “Hölle auf Erden” bereitet. 50 Jahre gewaltfreier Widerstand haben den schleichenden Mord an seiner Kultur nicht aufhalten können. Der Dalai Lama gab folgerichtig die politische Führung im vergangenen April an den 43-jährigen Harvard-Juristen Lobsang Sangay ab. Er hatte vor allem den jungen Tibetern nichts mehr zu sagen, die Gegenwehr forderten — Gewalt inklusive.</p><p>Aber auch Sangay ist ein Mann des Wortes, ein Völkerrechtler, kein Propagandist von Gewalt. Seine Macht ist begrenzt, sie erschöpft sich zumeist in Appellen an die Weltgemeinschaft, sein Volk nicht zu vergessen. Doch er hat Schwierigkeiten, die jungen Wilden seines Volkes im Zaum zu halten. Wut und Verzweiflung lassen die Jugend aufbegehren gegen die chinesischen Unterdrücker.</p><p>Kommt nach dem “arabischen Frühling” nun ein tibetischer? Sicher nicht, denn dazu ist die tibetische Opposition zu schwach — ebenso wie der internationale Wille, sich mit dem wirtschaftlichen und politischen Giganten China anzulegen, der es sich nicht leisten will, Tibet Autonomie zu gewähren. Denn das riefe andere Minoritäten mit begrenzten Rechten auf den Plan: Uiguren und Mongolen zum Beispiel. Es wäre wohl das Ende der staatlichen Einheit Chinas.</p><p>Die Besetzung Tibets, die Chinas Propaganda geschichtsklitternd als Befreiung vom “britischen, imperialistischen Joch” und von “Leibeigenschaft und Sklaverei” preist, war der Anfang einer systematischen Auslöschung der tibetischen Identität. Die chinesische Führung wird ihre Politik der Zersiedlung und Zwangsassimilierung der Tibeter an die Mehrheits-Ethnie Han unbeirrt fortsetzen.</p><p>Doch der Widerstand dagegen wächst. 2008 mündete ziviler Ungehorsam in antichinesische Proteste und Massendemonstrationen, die China blutig und unter dem Protest der Weltgemeinschaft niederschlug. Die momentane Stimmung ist unter dem Eindruck, dass sich in den vergangenen elf Monaten 16 Tibeter selbst angezündet und andere radikale Tibeter chinesische Polizeistationen angegriffen haben, erneut sehr gereizt. In solchen Milieus werden Revolutionen geboren, doch im Falle Tibets wäre es ein Aufstand der Verzweifelten und der Chancenlosen. Was sie für China gefährlich macht, ist, dass sie nichts mehr zu verlieren haben. Mehr als 50 Jahre gewaltloser Widerstand haben nichts bewirkt. China versteht diese Sprache offenbar nicht.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/01/26/tibetischer-fruhling/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Tibetische Mönche: Berufs-Buddhisten von China’s Gnaden</title><link>http://tibetfocus.com/2011/12/12/tibetische-monche-berufs-buddhisten-von-chinas-gnaden/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2011/12/12/tibetische-monche-berufs-buddhisten-von-chinas-gnaden/#comments</comments> <pubDate>Mon, 12 Dec 2011 10:06:18 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[Tibet]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8194</guid> <description><![CDATA[Frankfurter Rundschau, 25.11.11, von Bernhard Bartsch - Tibetische Mönche und Nonnen haben in China künftig Renten– und Versicherungsansprüche. Die Partei will damit ihre Protestbereitschaft schwächen. Tibetischer Mönch zu sein, ist in China künftig ein anständiger Beruf. Die buddhistischen Geistlichen haben neuerdings Anspruch auf eine Rente und eine staatliche Gesundheitsversicherung, berichtete Pekings offizielle Nachrichtenagentur Xinhua. Dass [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Frankfurter Rundschau, 25.11.11, von Bernhard Bartsch -<br /> Tibetische Mönche und Nonnen haben in China künftig Renten– und Versicherungsansprüche. Die Partei will damit ihre Protestbereitschaft schwächen.</p><p>Tibetischer Mönch zu sein, ist in China künftig ein anständiger Beruf. Die buddhistischen Geistlichen haben neuerdings Anspruch auf eine Rente und eine staatliche Gesundheitsversicherung, berichtete Pekings offizielle Nachrichtenagentur Xinhua. Dass tibetische Mönche und Nonnen unter den Schirm des staatlichen Sozialsystems kommen, ist Teil einer Kampagne der Kommunistischen Partei, die mit Zuckerbrot und Peitsche – sprich: Geld und Repressionen – versucht, die von Unruhen geprägte Region zu befrieden.</p><p>„Das ist ein massgeblicher Schritt, um das Leben des tibetischen Volkes zu verbessern“, zitiert Xinhua Tibets stellvertretenden Parteichef Wu Yingjie. Mönche und Nonnen über 60 bekommen fortan eine monatliche Rente von 120 Yuan (14 Euro). Im Krankheitsfall übernimmt die Regierung jährlich Behandlungskosten von bis zu 50.000 Yuan (5857 Euro).</p><p>Jüngere Geistliche müssen künftig Beiträge in die Sozialkassen zahlen. Die meisten tibetischen Geistlichen leben von Spenden der Öffentlichkeit und ihrer Familien sowie von dem kleinen Einkommen ihrer Klöster, die oft mit religiöser Beratung, Tourismus oder Landwirtschaft Geld verdienen.</p><p>Selbstverbrennung aus Protest</p><p>Die buddhistische Sozialreform folgt auf die größte tibetische Protestwelle seit Jahren. Seit März haben sich zwölf Tibeter, darunter mehrere Mönche und eine Nonne, selbst angezündet, um gegen Pekings Einschränkungen der religiösen und kulturellen Freiheiten in den tibetischen Gebieten zu protestieren. Im März 2008 starben bei Krawallen mindestens 18 Menschen.</p><p>Seitdem ist die Präsenz von Sicherheitskräften in der Region noch höher als in früheren Zeiten. Neue Richtlinien zur „Verbesserung des Manangements tibetischer Tempel“ zwingen Mönche, Kurse in Staatsbürgerkunde zu absolvieren. Gleichzeitig rief Peking eine Initiative zur Verbesserung des Lebensstandards ins Leben. Bis 2015 sollen rund 40 Milliarden Euro in 226 Entwicklungsprojekte fließen. Im Jahr 2020 soll das Einkommen in den tibetischen Gebieten dem nationalen Durchschnitt angeglichen werden.</p><p>China macht Dalai Lama verantwortlich</p><p>Die tibetische Exilregierung im indischen Dharamsala macht für die angespannte Lage vor allem Pekings repressive Politik verantwortlich. Anfang der Woche warb der Kabinettschef der Exilregierung, Lobsang Sangay, in Deutschland um Unterstützung für den Kampf der Tibeter um kulturelle Autonomie in ihrer Heimat geworben. Die Kommunistische Partei sieht im Dalai Lama und seinen Anhängern ihrerseits gefährliche Separatisten.</p><p>„Es ist ein brutales und terroristisches Vorgehen, junge Tibeter, die nichts über den Hintergrund oder die wirkliche Natur der ‚Tibetischen Freiheitsbewegung’ oder ‚Tibetischen Unabhängigkeit’ wissen, zum Selbstmord anzustiften“, wies die offizielle Zeitung „China Daily“ in ihrer Freitagsausgabe dem Dalai Lama die Verantwortung für die Selbstverbrennungen zu. „Extremismus, so wie ihn der Dalai Lama und seine Clique verfolgen, beschmutzt das Image des tibetischen Buddhismus und stört die soziale Ordnung.“</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2011/12/12/tibetische-monche-berufs-buddhisten-von-chinas-gnaden/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> </channel> </rss>
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